Halterner SPD-Fraktion möchte niederländisches Projekt prüfen
Helfen Meisen gegen Eichenprozessionsspinner?

Im April wurden in Groesbeek Nistkästen an Eichen mit dem Ziel Rotkehlchen, Blau- und Kohlmeisen anzusiedeln, aufgehängt, damit die Vögel die Raupen fressen. Archivfoto: Helmut Grosser
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  • Im April wurden in Groesbeek Nistkästen an Eichen mit dem Ziel Rotkehlchen, Blau- und Kohlmeisen anzusiedeln, aufgehängt, damit die Vögel die Raupen fressen. Archivfoto: Helmut Grosser
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Die Eichenprozessionsspinner (EPS) sorgen auch in Haltern für viel Aufregung. Im gesamten Stadtgebiet hat sich diese Plage ausgebreitet, so dass die Verwaltung mit der Beseitigung der Nester kaum hinterher kommt. Zudem klagen immer mehr Menschen über gesundheitliche Einschränkungen durch den Kontakt mit den giftigen Härchen der Raupen. In der niederländischen Stadt Groesbeek setzten die Verantwortlichen auch auf die Unterstützung durch Meisen. Damit beschäftigt sich jetzt ein aktueller Antrag der Halterner SPD-Fraktion.

Dort heißt es: „Die Verwaltung wird beauftragt, sich über die Wirksamkeit der Methode zur Bekämpfung der Eichenprozessionsspinner der Stadt Groesbeek (NL) zu informieren. Sofern sich diese Methode als probates Mittel zur natürlichen Beseitigung der Eichenprozessionsspinner darstellt, wird die Verwaltung beauftragt, einen Maßnahmenplan auf Grundlage dieser Methode zu erarbeiten und zur Anwendung zu bringen.
Begründung:
Im gesamten Stadtgebiet sind die Eichenprozessionsspinner in zunehmender Anzahl zu finden. Durch die giftigen Härchen der Raupen ist die immer größer werdende Population weniger ein Ärgernis, als eine Frage der Gesundheitsgefährdung. Den Hinweisen aus der Bevölkerung geht die Stadt unermüdlich nach, sperrt öffentliche Flächen, weist auf die Gefahren hin und arbeitet fieberhaft an der Beseitigung der Nester. Gleichwohl können nicht alle Stellen zur gleichen Zeit bearbeitet werden. Der Aufwand, die Nester und Raupen zu entfernen, ist groß und nimmt viel Zeit in Anspruch. In der niederländischen Stadt Groesbeek wird das Problem nun mit Unterstützung der Natur angegangen. Im April wurden dort Nistkästen an Eichen mit dem Ziel Rotkehlchen, Blau- und Kohlmeisen anzusiedeln, aufgehängt, damit die Vögel die Raupen fressen. Der überregionalen  Berichterstattung ist zu entnehmen, dass der Versuch geglückt ist und die Verbreitung desEichenprozessionsspinners gestoppt werden konnte. Auch in Haltern am See müssen wir uns mit allen wirksamen Strategien zur Eindämmung der Eichenprozessionsspinner, insbesondere in bewohnten Gebieten, auseinandersetzen und berücksichtigen. Eine umweltfreundliche, kostengünstige und vor allem natürliche Methode ist deshalb in jedem Fall zu unterstützen.“

Im April wurden in Groesbeek Nistkästen an Eichen mit dem Ziel Rotkehlchen, Blau- und Kohlmeisen anzusiedeln, aufgehängt, damit die Vögel die Raupen fressen. Archivfoto: Helmut Grosser

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