120 neue Bezirksschornsteinfeger ernannt
Regierungspräsidentin händigt Urkunden aus / Veranstaltung unter Einhaltung der Regel 2G+

Diese Bezirksschornsteinfeger erhielten ihre Urkunde persönlich von Regierungspräsidentin Dorothee Feller. Foto: Bezirksregierung Münster
  • Diese Bezirksschornsteinfeger erhielten ihre Urkunde persönlich von Regierungspräsidentin Dorothee Feller. Foto: Bezirksregierung Münster
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Münster. Sie bringen nicht nur Glück, sondern sorgen mit ihren Hausbesuchen auch für Sicherheit und leisten einen nicht unerheblichen Beitrag zum Klimaschutz: Die Schornsteinfeger der Region. Regierungspräsidentin Dorothee Feller hat jetzt in der Stadthalle Münster-Hiltrup gleich Dutzenden von Schornsteinfegern ihre Bestellungsurkunde überreicht und sie damit zu bevollmächtigten Bezirksschornsteinfegern für einen Kehrbezirk im Regierungsbezirk Münster ernannt.

Die überwiegende Anzahl der 120 zum 01.01.2022 bestellten Schornsteinfeger waren der Einladung zu der Feierstunde, die nach der Corona-Regel „2G+“ abgehalten wurde, gefolgt. Den bestellten Schornsteinfeger, die nicht dabei sein konnten, wird die Urkunde über den Postweg zugestellt. So konnten knapp 90 Schornsteinfeger trotz der aktuellen Corona-Zahlen ihre Urkunde mit einem sicheren Gefühl persönlich entgegengenommen. Die jeweiligen Bestellungen wurden für längstens sieben Jahre ausgesprochen.
Aufgrund einer Beanstandung der Europäischen Union, die seinerzeit die in Deutschland geltende Monopolstellung für Kehrbezirksinhaber für die Dauer ihres Erwerbslebens bemängelt hatte, wurden die Kehrbezirke vor sieben Jahren neu besetzt. Für die Dauer von sieben Jahren wurden im Regierungsbezirk Münster so 168 der 231 Kehrbezirke des Regierungsbezirks neu besetzt. Zum 1. Januar 2022 sind es nun immerhin 120 Kehrbezirke, die ausgeschrieben waren.
In dem landesweit einheitlichen Auswahlverfahren, das die fünf Bezirksregierungen in Nordrhein-Westfalen im Frühjahr dieses Jahres gestartet haben, konnten sich alle Personen bewerben, die über die handwerksrechtlichen Voraussetzungen zur selbstständigen Ausübung des Schornsteinfegerhandwerks verfügen.
Auf die 120 ausgeschriebenen Kehrbezirke im Regierungsbezirk Münster haben sich 158 Schornsteinfegermeisterinnen und –meister beworben. Denjenigen, die bereits für einen bestimmten Kehrbezirk zuständig waren, konnte ihr angestammter Bezirk wieder angeboten werden. „Ein Beweis Ihrer Fachkompetenz und der Bereitschaft sich immer wieder neuen Herausforderungen zu stellen“, sagte die Regierungspräsidentin in einer Ansprache. „Die Kontinuität in den Kehrbezirken, die zu einer höheren Feuersicherheit beiträgt, Arbeitsplätze sichert und dem Erhalt der Kundenbindung dient, bleibt damit gewahrt.“
Neun der Schornsteinfeger scheiden zum 1. Januar 2022 aus Altersgründen aus. Ihnen sprach Feller ihren besonderen Dank aus: „Sie haben über viele Jahre hinweg stets zuverlässig gearbeitet und ihren jeweiligen Kehrbezirk ein großes Stück sicherer gemacht. Auf Sie war immer Verlass. Dafür können wir Ihnen gar nicht genug danken.“ Die neun Kehrbezirke der baldigen Ruheständler werden nun ab dem kommenden Jahr neu vergeben. „Sie und wir alle dürfen beruhigt sein. Ihr Werk wird zuverlässig und kompetent weitergeführt“, wandte sich die Regierungspräsidentin an die scheidenden Schornsteinfeger und deren Nachfolger.

Warum ist die Arbeit der Schornsteinfeger so wichtig?
Bei der Verbrennung von Holz und Kohle entsteht Ruß. Da Ruß leicht entzündlich ist, müssen Ablagerungen regelmäßig entfernt werden. Je nach Nutzungs- und Heizverhalten prüft und reinigt der Schornsteinfeger die Abgasanlage von Kaminöfen und anderen Heizsystemen für feste Brennstoffe mehrmals im Jahr. Die Überprüfung des Kohlenmonoxid-Wertes, den die Heizanlagen abgeben, kann zudem Leben retten. Bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger nehmen hoheitliche Aufgaben wahr. Dazu gehören zum Beispiel die Feuerstättenschau, das Führen des Kehrbuchs oder Bauabnahmen nach dem Landesrecht.

Der Mythos Schornsteinfeger
Einen Schornsteinfeger zu berühren, bringt Glück. Daran glaubten die Leute schon im Mittelalter und viele auch noch bis heute. Schon vor Jahrhunderten waren Schornsteinfeger regelmäßig unterwegs, um die Schornsteine zu reinigen. Waren sie gereinigt, konnten die Menschen wieder kochen und heizen. So brachten die Schornsteinfeger den Bewohnern schon damals sprichwörtlich das Glück zurück. Auf die Berührung muss man momentan in den Zeiten von Abstand und Maske zwar verzichten. Aber Glückssymbole bleiben die Schornsteinfeger dennoch.

26.11.2021
120 neue Bezirksschornsteinfeger ernanntRegierungspräsidentin händigt Urkunden aus / Veranstaltung unter Einhaltung der Regel 2G+Münster. Sie bringen nicht nur Glück, sondern sorgen mit ihren Hausbesuchen auch für Sicherheit und leisten einen nicht unerheblichen Beitrag zum Klimaschutz: Die Schornsteinfeger der Region. Regierungspräsidentin Dorothee Feller hat heute (26. November) in der Stadthalle Münster-Hiltrup gleich Dutzenden von Schornsteinfegern ihre Bestellungsurkunde überreicht und sie damit zu bevollmächtigten Bezirksschornsteinfegern für einen Kehrbezirk im Regierungsbezirk Münster ernannt. Die überwiegende Anzahl der 120 zum 01.01.2022 bestellten Schornsteinfeger waren der Einladung zu der Feierstunde, die nach der Corona-Regel „2G+“ abgehalten wurde, gefolgt. Den bestellten Schornsteinfeger, die nicht dabei sein konnten, wird die Urkunde über den Postweg zugestellt. So konnten knapp 90 Schornsteinfeger trotz der aktuellen Corona-Zahlen ihre Urkunde mit einem sicheren Gefühl persönlich entgegengenommen. Die jeweiligen Bestellungen wurden für längstens sieben Jahre ausgesprochen.Aufgrund einer Beanstandung der Europäischen Union, die seinerzeit die in Deutschland geltende Monopolstellung für Kehrbezirksinhaber für die Dauer ihres Erwerbslebens bemängelt hatte, wurden die Kehrbezirke vor sieben Jahren neu besetzt. Für die Dauer von sieben Jahren wurden im Regierungsbezirk Münster so 168 der 231 Kehrbezirke des Regierungsbezirks neu besetzt. Zum 1. Januar 2022 sind es nun immerhin 120 Kehrbezirke, die ausgeschrieben waren.In dem landesweit einheitlichen Auswahlverfahren, das die fünf Bezirksregierungen in Nordrhein-Westfalen im Frühjahr dieses Jahres gestartet haben, konnten sich alle Personen bewerben, die über die handwerksrechtlichen Voraussetzungen zur selbstständigen Ausübung des Schornsteinfegerhandwerks verfügen.Auf die 120 ausgeschriebenen Kehrbezirke im Regierungsbezirk Münster haben sich 158 Schornsteinfegermeisterinnen und –meister beworben. Denjenigen, die bereits für einen bestimmten Kehrbezirk zuständig waren, konnte ihr angestammter Bezirk wieder angeboten werden. „Ein Beweis Ihrer Fachkompetenz und der Bereitschaft sich immer wieder neuen Herausforderungen zu stellen“, sagte die Regierungspräsidentin in einer Ansprache. „Die Kontinuität in den Kehrbezirken, die zu einer höheren Feuersicherheit beiträgt, Arbeitsplätze sichert und dem Erhalt der Kundenbindung dient, bleibt damit gewahrt.“Neun der Schornsteinfeger scheiden zum 1. Januar 2022 aus Altersgründen aus. Ihnen sprach Feller ihren besonderen Dank aus: „Sie haben über viele Jahre hinweg stets zuverlässig gearbeitet und ihren jeweiligen Kehrbezirk ein großes Stück sicherer gemacht. Auf Sie war immer Verlass. Dafür können wir Ihnen gar nicht genug danken.“ Die neun Kehrbezirke der baldigen Ruheständler werden nun ab dem kommenden Jahr neu vergeben. „Sie und wir alle dürfen beruhigt sein. Ihr Werk wird zuverlässig und kompetent weitergeführt“, wandte sich die Regierungspräsidentin an die scheidenden Schornsteinfeger und deren Nachfolger.Warum ist die Arbeit der Schornsteinfeger so wichtig?Bei der Verbrennung von Holz und Kohle entsteht Ruß. Da Ruß leicht entzündlich ist, müssen Ablagerungen regelmäßig entfernt werden. Je nach Nutzungs- und Heizverhalten prüft und reinigt der Schornsteinfeger die Abgasanlage von Kaminöfen und anderen Heizsystemen für feste Brennstoffe mehrmals im Jahr. Die Überprüfung des Kohlenmonoxid-Wertes, den die Heizanlagen abgeben, kann zudem Leben retten.Bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger nehmen hoheitliche Aufgaben wahr. Dazu gehören zum Beispiel die Feuerstättenschau, das Führen des Kehrbuchs oder Bauabnahmen nach dem Landesrecht.Der Mythos SchornsteinfegerEinen Schornsteinfeger zu berühren, bringt Glück. Daran glaubten die Leute schon im Mittelalter und viele auch noch bis heute. Schon vor Jahrhunderten waren Schornsteinfeger regelmäßig unterwegs, um die Schornsteine zu reinigen. Waren sie gereinigt, konnten die Menschen wieder kochen und heizen. So brachten die Schornsteinfeger den Bewohnern schon damals sprichwörtlich das Glück zurück. Auf die Berührung muss man momentan in den Zeiten von Abstand und Maske zwar verzichten. Aber Glückssymbole bleiben die Schornsteinfeger dennoch.

Autor:

Michael Menzebach aus Haltern

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