Renovierungsarbeiten in den Halterner Schulen
Turnhalle in Sythen wohl bis Dezember geschlossen

Hermann Fimpeler baut die Fenster fachgerecht unter Schutz aus, Baudezernentin Dr. Andrea Rüdiger erläutert die weiteren Arbeiten in den Schulen. Foto: Stadt
  • Hermann Fimpeler baut die Fenster fachgerecht unter Schutz aus, Baudezernentin Dr. Andrea Rüdiger erläutert die weiteren Arbeiten in den Schulen. Foto: Stadt
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Die Stadt Haltern am See nutzt die Sommerferien, um in den Schulen diverse Arbeiten durchführen zu lassen. Größter Punkt ist dabei die umfangreiche Renovierung der Turnhalle in Sythen. Diese wird sich nach Angaben der Baudezernentin Dr. Andrea Rüdiger sogar deutlich über die Ferien hinaus hinziehen. „Wir gehen davon aus, dass die Arbeiten an der Turnhalle bis Dezember dauern werden“, erklärte sie am Mittwoch bei einem Pressetermin vor Ort.

Deshalb steht natürlich das Schul- und Sportamt mit der Schule und auch den Vereinssportlern in Verbindung, um nach Ersatztrainingsorten zu suchen. Das wird, darüber sind sich alle Beteiligten einig, trotz der intensiven Bemühungen nicht immer möglich sein. „Dafür aber“, so Dr. Rüdiger, „werden die Sportlerinnen und Sportler dann aber nach dieser Zwangspause eine sehr gute und funktionsgerechte Sporthalle vorfinden.“

Sporthalle ist fast 60 Jahre alt

Immerhin ist diese bereits fast 60 Jahre alt, so dass nun erhebliche Renovierungsarbeiten notwendig werden. Dazu gehören beispielsweise die aufwändigen Erneuerungen der Zwischendecke mit neuer LED-Beleuchtung, des Daches und Fenster, wobei die Handwerker teilweise auch wegen der bei den Arbeiten freigesetzten Schadstoffe sehr behutsam vorgehen müssen. Auf dem neuen Dach werden die Stadtwerke dann noch eine Photovoltaikanlage erstellen. Besondere Aufmerksamkeit erhalten gerade die alten Fenster.
Der Halterner Glasermeister Hermann Fimpeler baut einen Teil von ihnen gemeinsam mit Münchener Kollegen unter den strengen Augen eines Vertreters des Arbeitsschutzes aus, um vor, während und auch nach diesen Arbeiten die Asbestbelastungen zu überprüfen. „Wie bei nahezu allen Gebäuden, die damals erstellt wurden, ist auch hier Asbesten genutzt worden. Dieser ist, solange man nichts unternimmt, nicht schädlich. Es wird erst dann gefährlich, wenn man alles los nimmt“, erklärt Fimpeler, der dankbar ist, dass die Stadt Haltern am See es ihm ermöglicht, diese Tests vornehmen zu können.

Asbest verzögert die Arbeiten

Denn die zuvor durchführten Untersuchungen haben nach Darstellung von Dr. Andrea Rüdiger ergeben, dass Asbest vorhanden ist. Nun haben Fimpeler und seine Mitstreiter die Gelegenheit, mit Schutzmaske und Anzug vorsichtig voranzugehen. Ziel ist es für sie dabei auch, ihre Berufskollegen weiter zu informieren, bei diesen Arbeiten vorsichtig zu agieren. „Denn es geht letztlich um die Gesundheit der Handwerker, die wir schützen wollen.“Zudem wird in der Sythener Turnhalle der Sanitär- und Umkleidebereich komplett erneuert, so dass insgesamt von einem Kostenvolumen von rund 700.000 Euro auszugehen ist. Größenteils wird dieses Geld aus dem Programm „Gute Schule“ und aus der Schulpauschale finanziert. Für die Sommerferien des nächsten Jahres steht dann die Erneuerung des Sportbodens in der Halle auf dem Plan.

Erneuerung des Sportbodens

Für die kürzlich begonnenen Sommerferien stehen an anderen Schulen noch diese Arbeiten an: Realschule und Gymnasium bekommen jeweils einen neuen Physikraum. Dafür werden bauliche Kosten von insgesamt rund 50.000 Euro veranschlagt. Hinzu kommen dann die Einrichtungen dieser Fachräume, die zusammen knapp 160.000 Euro kosten werden. Für rund 26.000 Euro werden weitere Elektroarbeiten in der Realschule durchgeführt. Kleinere Malerarbeiten rund um Schulzentrum das Handwerkerpaket ab.In der Silverberg-Grundschule werden weitere Glasbausteine aus energetischen Gründen entfernt. Gleichzeitig wurden kürzlich bereits Differenzierungsräume geschaffen, nun kommen weitere hinzu. Hierfür stehen insgesamt rund 30.000 Euro zur Verfügung.
In der Sythener Grundschule zieht die OGS-Küche um, damit die vorhandenen Raumkapazitäten besser genutzt werden können. Hier geht die Verwaltung von Kosten in Höhe von rund 12.000 Euro aus. Dies dient bereits der Vorbereitung für die OGS-Erweiterung im nächsten Jahr.

Autor:

Michael Menzebach aus Haltern

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