Wenn der Druck zu groß wird

Das Foto zeigt die beiden Referenten der Haardklinik, Christine Lawaczeck-Matkares und Marco Timmerhinrich.
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  • hochgeladen von Michael Menzebach

Haardklinik informiert Eltern und Fachleute

Haltern. Zwei Vertreter der LWL-Haardklinik referierten vor etwa 100 Eltern und Fachleuten zum Thema „Wenn der Druck zu groß wird – Umgang mit Belastungen von Schülern“. Die Kinder- und Jugendpsychiaterin Christine Lawaczeck-Matkares und der Psychologe Marco Timmerhinrich beschrieben einfühlsam typische Drucksituationen im Alltag von Kindern und Jugendlichen, die mögliche Reaktion und Folgen und den sinnvollen Umgang damit.

Belastungen üben innere und äußere Faktoren aus. Zu den inneren Faktoren zähle beispielsweise die Pubertät, zu den äußeren Mobbing, falsche Schulform oder Lebensereignisse, wie Schul- oder Wohnungswechsel, Verlust von engen Bezugspersonen, Beziehungsabbrüche (z.B. vom Freund), einschneidende Veränderungen in der Familie (Streit der Eltern oder Scheidung etc.). Hier müssten sich Kinder neu organisieren, was auch zur persönlichen Stärkung führen kann.Jedes Kind gehe mit den Drucksituationen unterschiedlich um und zeigt unterschiedliche Reaktionen. So zeigen manche Ehrgeiz und strengen sich besonders an, andere entwickeln Ängste. Zeichen, dass das Kind überfordert ist, könnten sein, wenn das Kind ständig unterwegs oder zurückgezogen ist, sich verändert, körperliche Beschwerden bekommt, Drogen oder Alkoholkonsum, Ängste, aggressives Verhalten, Ritzen, Depression.
Mit zwei Fallbeispielen schafften es die Referenten dem Publikum konkrete Alltagssituationen von überforderten Kindern zu vermitteln. Sie gaben den Eltern zwar keine Patentrezepte, empfahlen aber grundsätzlich, Ruhe zu bewahren, für die Kinder ansprechbar zu sein und das Problem ernst zu nehmen. Auch sollten sie rechtzeitig Hilfe aufsuchen.
Als Anlaufstellen zählten sie neben der Ambulanz der LWL-Klinik in Marl, Klassen- und Vertrauenslehrer, die Schulsozialarbeiterin, den Kinder- oder Hausarzt, den niedergelassenen Kinder- und Jugendpsychiater, die Erziehungs- und Sucht- oder Drogenberatungsstelle und das örtliche Jugendamt auf.

Den Abend in der Aula des Schulzentrums organisierten Sandra Ricken (Sozialarbeiterin am Schulzentrum), Boris Waschkowitz (Stadtjugendpfleger) und Harmut Giese (Caritas-Suchtberatung).

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