ATV Haltern verabschiedet Identifikationsfigur
Turnvater Peuker geht nicht ganz

Vorstandsmitglieder und eine Reihe von langjährigen Weggefährten haben den Turnlehrer jetzt in einer kleinen Feierstunde offiziell in den Ruhestand verabschiedet, der Turnabteilung wird Udo Peuker aber auch künftig erhalten bleiben. Foto: Privat
  • Vorstandsmitglieder und eine Reihe von langjährigen Weggefährten haben den Turnlehrer jetzt in einer kleinen Feierstunde offiziell in den Ruhestand verabschiedet, der Turnabteilung wird Udo Peuker aber auch künftig erhalten bleiben. Foto: Privat
  • hochgeladen von Michael Menzebach

Haltern. Niemals geht man so ganz. Und darüber ist der ATV Haltern im Fall von Udo Peuker auch ganz froh. Vorstandsmitglieder und eine Reihe von langjährigen Weggefährten haben den Turnlehrer jetzt in einer kleinen Feierstunde offiziell in den Ruhestand verabschiedet, der Turnabteilung wird Udo Peuker aber auch künftig erhalten bleiben. Er wird nicht nur das Amt des Abteilungsleiters weiter ausüben, sondern auch einige Stunden in der Woche lang in der Halle stehen.

 „Die Verbindung zwischen Udo Peuker und dem ATV Haltern ist in all den Jahren weit mehr gewesen als zwischen einem Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Es war und ist eine Herzensangelegenheit“, hob der Vorsitzende Rupert Joemann das weit über das normale Maß eines Angestellten hinausgehende Engagement Peukers hervor. „Du bist nicht nur das Gesicht des ATV Haltern nach außen, sondern auch eine absolute Identifikationsfigur im Innenverhältnis“, sagte Rupert Joemann.
Peuker trage nicht von ungefähr den Spitznamen Turnvater. „Du bist ein leidenschaftlicher Turner, aber die Kinder und Jugendlichen können sich auch jederzeit vertrauensvoll an dich wenden, wie bei einem Vater“, sagte der ATV-Vorsitzende. Von daher passe der Begriff Turnvater hervorragend. Joemann stellte Peukers ruhige und ausgleichende Art heraus. „Du hast dich immer angeboten, bei Unstimmigkeiten zu vermitteln. Du wirst von allen als integere Persönlichkeit geschätzt.“ Nur eins, das habe Udo Peuker seit 1983 nie getan, „einen Krankenschein abgegeben“, wie Joemann schmunzelnd hinzufügte. Auch das sei ungewöhnlich.
Auch dass er regelmäßig samstags und sonntags nicht nur Wettkämpfe begleitet, sondern auch Trainingsstunden gibt, sei außergewöhnlich, so Joemann. Zudem engagiert sich Udo Peuker als Kampfrichter bis in den Spitzenbereich hinein. Auch dabei ist seine Ruhe und Erfahrung gefragt. Der 65-Jährige war selbst ein glänzender Kunstturner. So gewann er unter anderem die Münsterlandmeisterschaften und nahm mit der Ruhruniversität Bochum an den Deutschen Hochschulmeisterschaften teil.
 Sein Wissen gab Udo Peuker erfolgreich weiter. Marie-Jeanne Baier schaffte den Sprung in die Jugend-Nationalmannschaft und belegte vordere Plätze bei den Deutschen Meisterschaften 1998 in München. Bei den Jungen gelangen Sebastian Metzelder und Niko Kerner den Sprung in den Landeskader. Bei aller Liebe zum Wettkampfsport, „das Wichtigste ist, dass die Kinder Spaß am Turnen haben. Wenn sie nicht mehr lachen können, hätte ich auch keinen Spaß mehr an der Sache“, sagte Udo Peuker.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen