Neue Strukturen beim Projekt Halterner Streunerkatzen
Ein Leben für Samtpfoten

Mutter und Tochter im Einsatz für Streunerkatzen: Isolde und Tina Franzgrote sind ehrenamtliche Profis in Sachen Katzenschutz. Foto: Privat
  • Mutter und Tochter im Einsatz für Streunerkatzen: Isolde und Tina Franzgrote sind ehrenamtliche Profis in Sachen Katzenschutz. Foto: Privat
  • hochgeladen von Michael Menzebach

Haltern. Fast vier Jahre waren Tina Franzgrote-Uhländer und Catharina Hansen ein eingespieltes Team: Gemeinsam haben die Tierschützerinnen das Streunerkatzen-Projekt Haltern am See auf- und ausgebaut. Vielen Seestadtkatzen konnte durch den Einsatz der beiden jungen Frauen geholfen werden; sie haben mit der Durchführung etlicher Kastrationsaktionen mehr als nur ein Katzenleben gerettet.

Umso trauriger ist es, dass Hansen das erfolgreiche kleine Projekt nun verlässt.
„Aus diversen, vor allem privaten, Gründen habe sie sich schweren Herzens entschieden, dass sie aus dem Projekt aussteigen müsse“, verabschiedet sie sich in einem emotionalen Facebookpost von den treuen Fans der Streunerkatzen.Für Tina Franzgrote-Uhländer war es daher an der Zeit, die internen Aufgaben neu zu ordnen.  Neben der Planung und Durchführung der stark nachgefragten Kastrationsaktionen, der täglichen Betreuung mehrerer Streuner-Futterstellen im Stadtgebiet, der Pflege der gut besuchten Facebookseite und der Beschaffung von Futter sowie Verbrauchsmaterialien, ist die Organisation von finanziellen Mitteln für all das ein zeitfressender Faktor.

Ehrenamtliches Projekt ist auf Spenden angewiesen

Denn das ehrenamtlich geführte Projekt sammelt mittels Crowdfunding für jede Aktion separat Spenden, um die Kosten für die Behandlung und Versorgung der herrenlosen Tiere sicherzustellen. Unterstützung aus kommunaler Hand gibt es nicht, daher ist eine sehr gute Öffentlichkeitsarbeit gefragt. Eine Aufgabe, die viel Zeit und Herzblut erfordert. Umso erfreulicher ist es, dass nun mit Isolde Franzgrote ein motiviertes neues Mitglied das Projekt verstärkt: Sie übernimmt ab sofort den kompletten Transportbereich und ist für die Terminkoordination der Kastrationen sowie die Beförderungsplanung der Katzen zuständig. Sie organisiert und übernimmt die Fahrten von der Pflegeunterbringung zum betreuenden Tierarzt und zurück.

„Die Kastrationsaktionen sind und bleiben unsere Kernaufgabe, denn wir werden mittlerweile ganzjährig angefragt, da sich die Zahl freilebender, verwilderter Katzen in Haltern immer weiter erhöht.“

„Die Kastrationsaktionen sind und bleiben unsere Kernaufgabe, denn wir werden mittlerweile ganzjährig angefragt, da sich die Zahl freilebender, verwilderter Katzen in Haltern immer weiter erhöht“, so Franzgrote-Uhländer. „Aber sie sind extrem zeitaufwendig. Daher freue ich mich als Vollzeitberufstätige natürlich, dass ich meine Mutter für das Projekt gewinnen konnte“. Und diese ergänzt: „Da ich zeitlich recht flexibel bin, kann ich meine Tochter und unsere Schützlinge mit der Koordination der Fahrten wunderbar unterstützen. Ich freue mich auf die neue Aufgabe und bin gespannt, in welche Bereiche des Projektes ich mich künftig noch einbringen kann“.

Verwilderten Schützlinge werden aufgepäppelt

Für die Unterbringung der Streuner vor und nach der Operation bleibt der Pflegebereich, aufgrund der fehlenden räumlichen Kapazitäten, allerdings weiterhin ausgelagert: Ein befreundeter Tierschutzkollege kümmert sich im Auftrag und unter Mithilfe der beiden Frauen um ihre verwilderten Schützlinge, päppelt und pflegt sie nach der Kastration, bis sie nach einer Verschnaufpause wieder an ihre Fangstelle zurückkehren dürfen, wo sie im besten Fall an einer Futterstelle weiter betreut werden. Auch Patienten, die, beispielsweise aufgrund einer Verletzung, länger behandelt werden müssen, kommen weiterhin bei ihm unter.  „Aber jetzt kommt erst einmal die Kittenzeit“, so Franzgrote-Uhländer. Das sind für uns die anstrengendsten Wochen im Jahr, weil wir viele trächtige Tiere und sogar ganze Katzenfamilien mit Neugeborenen einsammeln und unterbringen müssen. Wie jedes Jahr wünschen wir uns zwar, dass es endlich weniger wird, aber viel Hoffnung habe ich aus Erfahrung leider nicht. Daher bitten wir auch weiterhin alle Katzenhalter dringend, ihre Freigänger kastrieren zu lassen um weiteres Katzenleid zu vermeiden.“

Wer weitere Informationen rund um das Thema Katzenschutz benötigt oder Populationen verwilderter Katzen melden möchte, findet das Projekt unter: www.streuner-haltern.de oder facebook.com/Streunerkatzen.Haltern

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