Traditionelle Kranzniederlegung an der St. Anna-Stele
Oberschlesier gedachten der Volksabstimmung vor 98 Jahren

Zur Kranzniederlegung an der bronzenen St. Anna-Stele auf dem westfälischen Annaberg zu Haltern am See versammelten sich jetzt Repräsentanten der Landsmannschaft der Oberschlesier (LdO).
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Haltern. Zur Kranzniederlegung an der bronzenen St. Anna-Stele auf dem westfälischen Annaberg zu Haltern am See versammelten sich Repräsentanten der Landsmannschaft der Oberschlesier (LdO) aus Bochum, Düsseldorf, Essen, Hamm, Hagen, Heiligenhaus Herford, Gütersloh, Recklinghausen, Solingen und Werne.

Sie gedachten der Toten die im Ringen um den Verbleib Oberschlesiens bei Deutschland nach dem Ende des 1. Weltkriegs auf beiden Seiten starben. Holger Knopp erwähnte bei der Totenehrung auch die aus Haltern stammenden Toten des Flugzeugunglücks vom 24.03.2015. Halterns stellv. Bürgermeister Heinrich Wiengarten betonte in seiner Ansprache, dass es dem Selbstbestimmungsrecht der Völker widersprach, nach der Volksabstimmung vom 20.03.1921 Oberschlesien dennoch zu teilen. „Von diesem Prinzip hatte sich die damalige Politik der Siegermächte weit entfernt, was wir leider auch in der heutigen Welt häufig beobachten können“ so Wiengarten weiter. LdO-NRW-Landesvorsitzender Andreas Gundrum erinnerte an die Errichtung der preußischen Provinz Oberschlesien vor 100 Jahren (14.10.1919). „Wir können uns unsere Geschichte nicht aussuchen oder abstreifen. Auch Regionalgeschichte ist Voraussetzung für die Gegenwart. Der Umgang mit ihr ist Grundlage der Zukunft jeden Landes. Hieraus erwächst auch unsere Verantwortung für den Friedenserhalt und nicht vergessen zu wollen“, so Gundrum.Schon jetzt wies er auf die 74. Anna-Wallfahrt am 21.07.2019 mit Pilgerprozession um 9.30 Uhr und das Pontifikalamt mit S.E. Erzbischof von Berlin Dr. Heiner Koch um 11 Uhr hin.

Die Kranzniederlegung wurde musikalisch umrahmt von Gesangsvorträgen der Oberschlesischen Bergleutegruppe Recklinghausen unter der Leitung von Alfred Zok und eines Bläserensembles des Oberschlesischen Blasorchesters Ratingen unter der Leitung von Josef Schmitz, Essen, dank der Unterstützung durch das Kulturreferat für Oberschlesien bei der Stiftung Haus Oberschlesien mit Sitz in Ratingen. Im Anschluß traf man sich noch im Annaberger Hof-Gaststätte ESTIA zu einem weiteren Gedankenaustausch. Schon vormittags fand im Annaberger Hof eine satzungsmäßige Landesvertretertagung mit Delegierten aus ganz Nordrhein-Westfalen statt.

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