Schützengemeinschaft Freiheit verspricht zwei tolle Tage

Das Königspaar Bruno Kummerhove und Anja Himmelmann mit dem Throngefolge Elke Kummerhove und Martin Himmelmann, Silke und Martin Kuckuck, Elisabeth und Marian Pöter und Susanne und Detlef Deitermann.
  • Das Königspaar Bruno Kummerhove und Anja Himmelmann mit dem Throngefolge Elke Kummerhove und Martin Himmelmann, Silke und Martin Kuckuck, Elisabeth und Marian Pöter und Susanne und Detlef Deitermann.
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Lippramsdorf. Die Schützengemeinschaft Freiheit sucht einen neuen König. Am 17. und 18. Juni findet das Schützenfest statt. Höhepunkt ist natürlich das Vogelschießen, das am Samstag, 21. Juni, ab ca. 14.30 Uhr in Lippramsdorf stattfindet. Damit endet auch die Zeit der Regentschaft von König Bruno Kummerhove und Königin Anja Himmelmann.

Aber wann und wie wurde eigentlich die Schützengemeinschaft Freiheit aus der Taufe gehoben? Ein Blick ins Archiv der Gemeinschaft verspricht eine spannende Zeitreise. Das genaue Ursprungsjahr ist nicht mehr nachvollziehbar; die älteste Dokumentation geht auf das Jahr 1931 zurück, wobei davon auszugehen ist, dass bereits viele Jahre zuvor der Grundstein gelegt wurde. Alles begann mit einer „kleinen“ Idee: Die Freiheiter Jugend (Junggesellen), gefördert und betreut von Altersvater Johann Sandkühler, fühlte sich u. a. den Freiheiter Kindern insoweit verbunden, dass diesen zu Nikolaus eine Freude in Form von Süßigkeiten bereitet werden sollte. Gesagt, getan. Man traf sich in der Schneiderei des Altersvaters und trug dort eigene Geld- und Süßigkeitsspenden zusammen, die dann von Tür zu Tür gehend an die Kinder verteilt wurden. Hierdurch sollte eine enge Verbundenheit von Kindern und Jugendlichen bekundet und das Zusammengehörigkeitsgefühl gefördert werden.

Um auch die Erwachsenen der Freiheiter Nachbarschaft mit einzubeziehen, sind eben auch diese Junggesellen zu Karneval durch die Freiheit gezogen und haben Eier und Mettwürste gesammelt. Die Würste wurden sodann auf einer langen Stange aufgereiht und durch die Freiheit getragen. Dieser Umzug wurde vom damaligen Freiheiter Spielmannzug begleitet. Abends wurde Karneval gefeiert, zu dem alle Bewohner der Freiheit - nach Möglichkeit in Kostümierung - eingeladen waren. Die Feste fanden immer in der Gaststätte Weber/Schräder, Weseler Straße statt. Dort kochten die Frauen Pudding, bereiteten die gesammelten Eier zu und brieten die Mettwürste. Anschließend wurde in gemeinsamer, fröhlicher Runde gegessen, erzählt, gesungen und gefeiert. Neben dem Freiheiter Spielmannzug spielte regelmäßig Herr Hermann Weber mit seinem „Trecksack“ zu Gesang und Tanz auf. In den späteren Jahren kam eine Musikkapelle hinzu. Seit 1950 werden in der Freiheit im Zwei-Jahres-Rhythmus Schützenfeste gefeiert, die das Karnevalsfest, das letzte fand 1953 statt, abgelöst haben.

Seit 1950 werden in der Freiheit im Zwei-Jahres-Rhythmus Schützenfeste gefeiert

Die Idee hierzu wurde zu einem wesentlichen Teil von Herrn Bernhard Breuer getragen, der auch bis Anfang der siebziger Jahre Erbauer des Schützenvogels war. Das erste Schützenfest fand auf der Tenne des Hofes Breuer - im Bereich des heutigen Inselweges - statt. Festteilnehmer waren zunächst nur Freiheiter Bürger. Schon bald zeigte sich, dass die Festräume zu klein waren und man zog in die damalige Gaststätte „Haus Bahl“ um. Später feierte man dann in der Gaststätte Himmelmann, Weseler Straße. Als der Saal dort auch nicht mehr ausreichte, baute man ein Zelt vor. Dieses Zelt wurde in eigener Regie von der gesamten Freiheiter Nachbarschaft errichtet. Die Hölzer hierzu wurden gekauft, die Plane war zunächst geliehen, später erwarb man eine eigene Plane. Da die Einwohnerzahl der Freiheit stetig wuchs und auch viele Nicht-Freiheiter-Bürger den Wunsch äußerten, an den Schützenfesten teilzunehmen, entschloss man sich 1966 aus Platzgründen, die zukünftigen Schützenfeste als reine Zeltfeste zu feiern. Das erste Festzelt wurde von den Gebrüdern Balster am Mühlenweg aufgestellt; die Vogelstange befand sich in unmittelbarer Nähe.

Programm
Freitag 17. Juni:
19 Uhr: Antreten der Schützen am Festzelt zur Abholung des Königspaares
20 Uhr: Begrüßung des Königspaares und aller Festteilnehmer im Festzelt
anschl. Festball
Samstag 18. Juni:
11 Uhr: Frühschoppen im Festzelt
13 Uhr: Antreten der Schützen am Festzelt zur Abholung des Königspaares
14.30 Uhr: Beginn des Vogelschießens und Fahnenschlag
19.30 Uhr: Antreten der Schützen zur Abholung des Königspaares
anschl. Königsball Festfolge

Autor:

Michael Menzebach aus Haltern

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