Frühwarnsystem soll jetzt greifen

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Das Gesundheitsamt des Kreises Recklinghausen und der Fachbereich Familie und Jugend, Schule und Sport der Stadt Haltern am See vereinbarten im Januar 2008 eine verbindliche Kooperation zur Entwicklung früher Hilfen und zum Ausbau von Unterstützungsangeboten für Familien.
Nach einer Auftaktveranstaltung im Mai 2008 gründete sich im Juni 2008 das so genannte „Netzwerk Kindeswohl“. In diesem Arbeitskreis schlossen sich etwa 60 Haupt- und Ehrenamtliche aus den Bereichen des Gesundheitswesens und der Jugendhilfe freiwillig zusammen. Im Einzelnen besteht das Netzwerk aus folgenden Mitgliedern und Institutionen: Jobcenter Kreis Recklinghausen – Bezirksstelle Haltern am See, AG 78, Frühförderstelle, Gynäkologen, Hebammen, Kinder- und Jugendärzte, Kinder- und Jugendpsychologen, Allgemeinmediziner, Internisten, Geburtskliniken, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Kinderkrankenschwestern, Kommunikationstrainerin, Schulen, Kindertagesstätten, Beratungsstellen, Öffentliche und Freie Jugendhilfe, Mitarbeiter des Kreisgesundheitsamtes, Polizei, Trägerverbund, Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle, Kinderschutzbund, Kinderwohnheim, Mädchenwohnheim, Bürgerstiftung, Politiker.
In und mit diesem interdisziplinären Netzwerk wurde ein effektives ortsspezifisches Frühwarnsystem entwickelt. Insbesondere ging es um eine Zusammenstellung bereits vorhandener Aktivitäten, deren Überprüfung bis hin zur Sammlung von Indikatoren („Checklisten“ zur Überprüfung des Kindeswohls) und Schaffung neuer Strukturen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen. Es wurden Handlungsansätze und Konzepte erarbeitet, die sowohl die primäre und sekundäre Prävention als auch zugehenden Hilfen (Geh-Struktur) berücksichtigen. Belastungsfaktoren, Überforderungen, Not- und Bedarfslagen sollen frühzeitig erkannt werden und durch entsprechende Hilfsangebote soll der Kinderschutz wirksamer greifen.
Vorrangig zielt die Kooperation auf die Zeiträume Schwangerschaft, Geburt und die ersten Lebensjahre des Kindes. Die weiter gehende Planung richtet sich an Kindergärten und Schulen. Es geht um eine effektivere Vernetzung zur Verhinderung von Kindeswohlvernachlässigung/ Kindeswohlgefährdung und um Sicherstellung von Angeboten und Unterstützungen für Familien:
• Frühe Hilfe und Angebote
• Kinderschutz gestalten und sicherstellen
• Unterstützung für Familien
Die Stärke des „Netzwerk Kindeswohl“ liegt darin, die im Rahmen eines lokalen Kontextes gegebenen Ressourcen produktiv zusammenzuführen. Die an vielen Stellen fehlenden systematischen Abstimmungen wurden erkannt und aufgearbeitet. Der Schlüsselprozess lag im Informationsaustausch und im gemeinsamen Erarbeiten von Handlungsschemata, Grafiken und Indikatorenstandards. Hierdurch wird gewährleistet, dass riskante Lebenssituationen bei Kindern, Jugendlichen und Familien effektiver wahrgenommen und beurteilt werden können.
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