Industriehistorische Landmarke wird erhalten Artenschutzmaßnahmen werden realisiert
Zuschlag für Olaf Prinz. Erinnerungsstätte an die alliierte Luftlandung „Operation Varsity" wird erweitert

Michael Sonfeld „Turmtransformation“, Sabrina Merzenich „Westnetz und innogy-Netze Deutschland GmbH“, Olaf Prinz nach der Vertragsunterzeichnung und der Übergabe des symbolischen Kaufpreises.
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  • Michael Sonfeld „Turmtransformation“, Sabrina Merzenich „Westnetz und innogy-Netze Deutschland GmbH“, Olaf Prinz nach der Vertragsunterzeichnung und der Übergabe des symbolischen Kaufpreises.
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Die Tinte ist trocken. Olaf Prinz und Sabrina Merzenich als Liegenschaftlerin der innogy Netze Deutschland GmbH sowie des Betriebsführers Westnetz GmbH unterzeichneten jetzt den Kaufvertrag zur Eigentumsübertragung der Turmstation „Heiderott“ am Thülenweg unweit der L473 in Hamminkeln.
Olaf Prinz aus Hamminkeln, passionierter Sammler und aktives Mitglied der Erinnerungsgemeinschaft zur alliierten Luftlandung möchte mit dem Kauf des Turmes einen Beitrag zum Erhalt einer industriehistorischen Landmarke, des geschichtlichen Hintergrundes unter Einbeziehung des
Artenschutzes leisten.

„Lange musste ich nicht überlegen, ein baulich so intaktes Gebäude direkt an unserer Gedenkstätte zu kaufen. Der Turm lässt für mich als engagierten Umweltschützer und passionierten Sammler, viele Gestaltungsmöglichkeiten offen“, freut sich Olaf Prinz über den gelungenen Coup.

Der Turm prägt als Landmarke das dortige Landschaftsbild seit 1928. „Der Heiderott in Hamminkeln war Hauptziel der „Operation Varsity", der größten Luftlandung im zweiten Weltkrieg, die auf den weiten Feldern zwischen Wesel und Hamminkeln durchgeführt wurde. Die Turmstation befindet sich auf dem Grundstück, auf dem der amerikanische Fallschirmjäger und Offizier John G. Kormann am 24.März 1945 in einer barmherzigen Aktion 14 Frauen und Kindern das Leben rettete. Hieran erinnert unsere im Feld aufgestellte Gedenktafel“ erläutert Olaf Prinz.

Die Turmstation Heiderott liegt in relativer Alleinlage in der Feldflur und ist umgeben von Feldern, Wiesen und einer direkt angrenzenden großen Naturhecke. Unter Beteiligung der Naturschutzverbände sollen Artenschutzmaßnahmen in und am Turm realisiert werden, um verschiedenen Tierarten, geschützten Nist- und Wohnraum zu schaffen, um so, das auch hier vor Ort bedrohte Ökosystem zu stärken. Wie schon an anderen Türmen erfolgreich praktiziert, kann man sicherlich auf Insekten, Fledermäuse, Turmfalke, Schleiereule und weitere Kulturfolger als zukünftige Bewohner des Turmes hoffen. Im Rahmen des Insektenschutzes wird sicherlich auch eine Blühwiese mit Insektenhotel angelegt werden können.
Neben der Stadt Hamminkeln haben auch Andrea Kormann-Lowe, als Tochter des Kriegshelden, sowie Jos Bex als Veranstalter von Touren zu europäischen Kriegsstätten, ihre Mitwirkung bei der Gestaltung als Gedenkstätte zugesagt.

Michael Sonfeld, der für Westnetz in seiner Altersteilzeit das Thema Nachnutzung von Trafotürmen als Ansprechpartner und lang erfahrener Liegenschaftler betreut und dies zu seinem Hobby gemacht hat, bietet mit einigen Turmfreunden die Initiative „www.Turmtransformation.de“ an. Hier finden Turminteressierte und Nachnutzer von Türmen eine Plattform zur Dokumentation und zum Erfahrungsaustausch. Die Steigerung der dezentralen Energieerzeugung aus Sonne, Wind und Biomasse macht ein leistungsfähigeres Netz erforderlich. Durch Erdverkabelung von Freileitungen und Ausbau des Netzes werden die Turmstationen häufig ersetzt.

Michael Sonfeld „Turmtransformation“, Sabrina Merzenich „Westnetz und innogy-Netze Deutschland GmbH“, Olaf Prinz nach der Vertragsunterzeichnung und der Übergabe des symbolischen Kaufpreises.
Der Turm am Heiderott.

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