Sonntag, 11. Oktober 2020, 17:00 Uhr: „Tiefempfundene Seelengemälde“ am Hammerflügel bei den Schlosskonzerten
Beethoven-Recital mit Petra Somlai im Rahmen der "Muziek-Biennale"

Petra Somlai am Nachbau eines historischen Walter-Flügels
3Bilder
  • Petra Somlai am Nachbau eines historischen Walter-Flügels
  • hochgeladen von Wolfgang Kostujak

Wenn wir versuchen, der besonderen Bedeutung Ludwig van Beethovens gerecht zu werden, dann führt kein Weg am Hammerklavier vorbei. Immerhin verkörpert Beethoven die erste richtungsweisende Figur der Musikgeschichte, deren Karriere von Beginn an an einem abschlagsdynamischen Pianoforte stattgefunden hat.
Aus diesem Grund widmen sich die Ringenberger Schlosskonzerte im Beethoven-Jahr 2020 in besonderer Weise den vielfältigen Klavierinstrumenten, in dessen Gesellschaft Beethoven aufgewachsen ist und unter deren Einfluss er sein spezielles Klangideal und seine unverwechselbare musikalische Sprache entwickelt hat.

Am Sonntag, den 11. Oktober 2020 wird es ab 17:00 Uhr unter diesem Aspekt zu einem mehrfachen Gipfeltreffen im Rittersaal an der Schlossstraße 8 in Hamminkeln kommen: Zu hören ist mit der niederländisch-ungarischen Pianistin Petra Somlai dann ein veritabler Shootingstar der jungen europäischen Szene für historisch informierte Pianist*innen, andererseits hören wir mit dem Nachbau eines Flügels von Anton Walter aus dem Jahr 1795 genau jenes Pianoforte-Modell, das Beethoven sich zeitlebens gern gekauft hätte, wäre es ihm nicht zu teuer gewesen. Zeitgleich mit Beethovens Erstkontakt zu einem Walter-Flügel erlebt sein späterer Lehrer Johann Schenk einen Auftritt des Jungstars auf dem Klavier und notiert über dessen eigenwillige frühe Klavierimprovisationen in Wien: „Nach einigen Anklängen und gleichsam hingeworfenen Figuren, [...] entschleierte der selbstschaffende Genius so nach und nach sein tiefempfundenes Seelengemälde.“
Auf dem Programm des Schlosskonzertes, der mit großzügiger Unterstützung des Kulturraum Niederrhein e. V. den Abschluss der Muziek Biennale Niederrhein 2020 bilden wird, stehen drei prägende Sonaten aus Beethovens mittlerer Schaffensphase in Wien: Die Sonate in As-Dur, op. 26 und die beiden "Quasi und Fantasia" überschriebenen Klaviersonaten Opus 27, 1 und 2, darunter die unter dem Namen "Mondscheinsonate" legendär gewordene Sonate in cis-Moll.

Der Eintrittspreis zu dem Konzert beträgt 15,00 EUR / 10,00 EUR. Weil die Anzahl der Sitzplätze mit Blick auf die geltenden Schutzverordnungen reduziert werden müssen, empfiehlt sich eine Sitzplatzreservierung über die Tickethotline 02852-9659950 oder über booking@schloss-ringenberg.com. Bis zum Sitzplatz im Auditorium gilt im Schloss Ringenberg gemäß Corona-Schutzverordnungen des Landes NRW Maskenpflicht.

Autor:

Wolfgang Kostujak aus Hamminkeln

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen