„Musica poetica“: Gesungene Poesie und musikalische Fabeln
Ringenberger Schlosskonzert am Samstag, 26. Oktober

Gastiert am Samstag, 26. 10. in Ringenberg: Die russische Sopranistin Ekaterina Korotkova.
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  • Gastiert am Samstag, 26. 10. in Ringenberg: Die russische Sopranistin Ekaterina Korotkova.
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Vom späten 16. Jahrhundert an beginnen Musiker mit wachsender Begeisterung, ihr Handwerk als Sonderform von Sprache zu verstehen. Vor allem in Italien wird die Vokabel „Musica Poetica“ zum beliebtesten Fachbegriff der musikalischen Ratgeberliteratur, und die früheste italienische Oper – der „Orfeo“ von Claudio Monteverdi – trägt im Untertitel den Beinamen „Favola in Musica“.
Mit den neuen Spielregeln geht ein verändertes Selbstverständnis der Musiker einher: Die lernen ihr Handwerk von nun an aus Rhetorikbüchern, verstehen sich selbst als Redner und erzählen fortan mit wachsender Begeisterung Geschichten aus en Grenzbereichen des Sagbaren: Von Lust, Liebe, Leid, Glück, Eros, Mysterium. Wie bei der Redekunst selbst besteht jetzt auch unter Musikern das Ziel darin, die Gemütsverfassung des Publikums zu neuen Ufern zu leiten und aus ihren Zuhörerinnen und Zuhörern am Ende der Vorstellung neue Menschen zu machen.
Um genau solch eine Seelenleitung im besten Wortsinn wird es beim nächsten Ringenberger Schlosskonzert am Samstag, 26. Oktober 2019 ab 17:00 gehen.
Mit der gebürtigen Moskauer Sopranistin Ekaterina Korotkova hat die Derik-Baegert-Gesellschaft eine Musikerin zu Gast, für die die Barockmusik vom ersten Moment ihrer musikalischen Laufbahn an zu den erklärten Herzensangelegenheiten gehört hat. Nach ihrem Diplom am Tchaikovsky-Konservatorium in Moskau beendete sie einen anschließenden Masterstudiengang am Konservatorium „Giuseppe Verdi“ von Mailand in der Rolle der Morgana aus Händels „Alcina“ mit Auszeichnung.
In Ringenberg stehen nun Klänge aus der Frühzeit der „Musica Poetica“ auf dem Programm: Musik von Claudio Monteverdi, Francesco Cavalli, Biagio Marini und Tarquinio Merula, zusätzlich eine Sonate für Violoncello und Basso Continuo von Antonio Vivaldi und eine Cembalo-Intavolierung von Girolamo Frescobaldi.
Begleitet wird sie von der Bonner Barockcellistin Emily Wittbrodt, einer Grenzgängerin, die zwischen allen ausgetretenen Pfaden der klassischen Musik immer wieder an experimentellen Zwischentönen und Randbereichen von Avantgarde und Improvisation forscht, sowie von „Schloss-Musiker“ Wolfgang Kostujak (Cembalo).
Reservierungen können – wie immer – auf der Website von Schloss Ringenberg (www.schloss-ringenberg.com) oder telefonisch unter 02852 9659950 hinterlegt werden. Der Eintrittspreis beträgt 15 EUR / 10 EUR (Auszubildende, Schüler, Studierende).

Autor:

Wolfgang Kostujak aus Hamminkeln

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