Beethovens Klavierinstrumente: Schlosstisch mit Wolfgang Kostujak
Vom Arpicembalo zum Schwachstarktastenkasten

Beethovens letzter Flügel von Conrad Graf, Wien
Exponat im Beethovenhaus Bonn
2Bilder
  • Beethovens letzter Flügel von Conrad Graf, Wien
    Exponat im Beethovenhaus Bonn
  • hochgeladen von Wolfgang Kostujak

Die Ringenberger Schlosskonzerte widmen sich 2020 mehr oder weniger ausschließlich dem großen Jubilar des Jahres: Ludwig van Beethoven. Ein Teil der Reihe beleuchtet dabei Beethovens besonderes Verhältnis zu den Saitenklavieren seiner Zeit. Auch wenn der Komponist heute gern als erste Person der Musikgeschichte wahrgenommen wird, deren Laufbahn von Anfang an an der Klaviatur eines Hammerflügels stattgefunden hat, zeugt Beethovens ureigene Interlinearübersetzung, die aus dem italienischen „Piano-Forte“ einen „Schwachstarktastenkasten“ macht, nach wie vor von einem gewissen Fremdeln mit dem Phänomen des „dynamischen Anschlags“.Grund genug, dem ambivalenten Verhältnis des Meisters zu den zeittypischen Klavieren am Sonntag, 4. Oktober 2020 ab 17:00 Uhr einen Schlosstisch bei den Ringenberger Schlosskonzerten (Schlossstraße 8, 46499 Hamminkeln) zu widmen.
Referent des Abends ist der Koordinator der Konzertreihe, Wolfgang Kostujak, der an der Folkwang Universität der Künste in Essen seit mehreren Jahren einen Lehrstuhl für historische Aufführungspraxis bekleidet. An dem Abend geht es nicht nur um die Instrumente aus Beethovens persönlichem Besitz, sondern auch um jene, in deren Hörweite er unwillkürlich aufgewachsen ist, um jene, denen er sich verweigert hat und um jene, die er gern besessen hätte, wenn der Fabrikant ihm die für eine Berühmtheit wie Beethoven angemessenen Prozente vom Kaufpreis abgezogen hätte – wie etwa jenen Walter-Flügel, der eine Woche später mit der ungarischen Pianistin Petra Somlai in Ringenberg zu hören sein wird.
Anhand von Klangbeispielen, Videos und Illustrationen soll Kostujaks Vortrag allerhand Einblicke in die Gestalt, das Innenleben und den Klang der Klavierinstrumente der Beethoven-Zeit und ihrer Spieler eröffnen.
Der Schlosstisch am 4. Oktober findet als Teil der Muziek Biennale Niederrhein 2020 bei freiem Eintritt statt. Trotzdem bittet die Derik-Baegert-Gesellschaft e. V. um Platzreservierungen unter 02852 9659950 oder unter booking@schloss-ringenberg.com, um vor dem Hintergrund der geltenden Kontaktbeschränkungen einen überfüllten Saal zu vermeiden.

Beethovens letzter Flügel von Conrad Graf, Wien
Exponat im Beethovenhaus Bonn
Wolfgang Kostujak, Referent
Autor:

Wolfgang Kostujak aus Hamminkeln

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen