CDU-Radtour auf den Spuren von Raubritter Kuno

Nach dem Start am Rathaus ging es für die CDU-Radfahrer zum Gruppenfoto auf den Hamminkelner Molkereiplatz.
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Ein fürstliches Ziel stand im Mittelpunkt der diesjährigen Sommer-Radtour des CDU-Stadtverbands. Die rund 50 Teilnehmer informierten sich auf Schloss Bellinghoven, das direkt hinter der Stadtgrenze auf Reeser Gebiet liegt, über die Arbeit der sozialpsychiatrischen Einrichtung.

Die Geschichte des Gemäuers hat bereits im Mittelalter begonnen: Raubritter Kuno habe hier ab dem Jahr 1325 als Erster residiert, um seine Besitztümer zwischen Langer Renne und Bellinghovener Meer zu sichern. CDU-Senior Gerd Stevens hatte den CDU-Radlern die Sage zuvor aus den von ihm verfassten Büchlein vorgetragen.

Weitaus profaner geht es heute in der Schlossanlage zu: Der Caritasverband Oberhausen betreibt hier eine Einrichtung zur psychischen, sozialen und beruflichen Rehabilitation junger Erwachsener. Leiter Andreas Klein-Reesink, der in Hamminkeln Zuhause ist, begrüßte den CDU-Peloton im Innenhof des gelbgetünchten Hauptgebäudes: „Für viele Bewohner unserer Einrichtung ist das deren letzte Chance“, beschrieb er in plakativen Worten seine Aufgabe.

Für die jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 30 Jahren gehe es nicht nur um eine Wohnstatt und die schulische Förderung, sondern auch um eine qualifizierte Berufsausbildung als Gärtner, Tischler oder Konstruktionsmechaniker. Zusammen mit seinen 45 Mitarbeitern sorge sich Klein-Reesink um die Integration seiner 30 Bewohner, die im Schloss in drei Wohngruppen untergebracht sind. Daneben sind auf dem Schlossgelände die Werkstätten angesiedelt, in denen unter Anleitung von Handwerksmeistern der Berufsabschluss absolviert werden kann.

CDU-Stadtverbandsvorsitzender Norbert Neß lobte die Arbeit der Einrichtung und bekräftige die Unterstützung der Hamminkelner Christdemokraten: „Wenn der Schuh drückt, bitte melden“, sagte er an die Adresse des Leiters. Klein-Reesink nahm den Ball auf: „Auch in Hamminkeln möchten wir unsere Arbeit noch bekannter machen, zum Beispiel wenn wir unser Angebot beim Tag der Offenen Tür vorstellen“, wünschte er sich noch mehr Interesse der Bevölkerung.

Nach dem Start am Hamminkelner Rathaus ging es am Morgen zunächst auf die Reitanlage Gut Kattenhorst in Töven. Der CDU-Ortsverband unter Leitung von Werner Mohr hatte die Route ausgearbeitet. Familie Storm hieß die CDU-Mitglieder auf ihren Drahteseln willkommen. Die Besucher wurden über die Anlage geführt, auf der heute 80 Pferde stehen, nachdem das Anwesen zunächst als Bauernhof diente. Heute werden hier edle Trakehner und Warmblüter gezüchtet. Auf dem Weg nach Bellinghoven wurden das neue Feuerwehrhaus und der neue Kindergarten in der Mehrhooger Ortsmitte passiert – Projekte, die zur Stärkung des Ortes beitragen.

Am Strandhaus Sonsfeld klang die Radtour bei Kaffee und Pflaumenkuchen nach rund 30 Kilometern aus. CDU-Vorsitzender Norbert Neß resümierte: „Wir haben viel Neues über unsere Heimat gelernt!“

Autor:

Norbert Neß aus Hamminkeln

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