Hamminkelner Bürgermeister klärt auf über die
Nutzung der Schule in Ringenberg

Siegbert Naujoks über das Konzept der Beschulung beim Neukirchener Erziehungsverein neben Vertretern des Vereins und der Stadt Hamminkeln
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Da es in der Hamminkelner Bürgerschaft zu Aufregung um die zukünftige Nutzung der Schule im Ortsteil Ringenberg kam, brachte die Stadt eben diese mit dem künftigen Nutzer, dem Neukirchener Erziehungsverein, zusammen. Bei einer Informationsveranstaltung im Ratssaal stellte sich der Verein vor, die Bürger hatten Gelegenheit, ihre Fragen zu stellen, Sorgen loszuwerden.

Zu Beginn stellte Bürgermeister Bernd Romanski klar, dass man schon lange Zeit über die Nutzung des Ringenberger Schulgebäudes diskutiere, aber ein bestehender Ratsbeschluss vorliege und man nun verpflichtet sei, ihn entsprechend umzusetzen. Dieser sehe die Nutzung durch den Neukirchener Erziehungsverein und die Einrichtung einer Förderschule vor. Die Ringenberger allerdings, hätten das Gelände lieber zu Bauland erklärt. So treffen unterschiedliche Positionen aufeinander und es erklärt sich die Skepsis gegenüber der zukünftigen Nutzung. Nicht nur, dass kein Bauland zur Verfügung stehe. Die Sorge sei da, dass sich die Schüler nicht in die Dorfgemeinschaft integrieren ließen, der Verkehr stark zunehme, da die Schüler ins Dorf gebracht und wieder abgeholt werden müssten, wie Christof Schmidt-Rotthauwe und Heidi Burghammer aus Ringenberg zu bedenken gaben. Johannes Hoffmann, CDU, Mitglied des Kreistages und Schulausschusses, stellte den Bedarf solch einer Schule in Frage, es kam die Frage auf, ob das Gebäude auch energetisch saniert werde vor dem Hintergrund des beschlossenen Klimakonzeptes. Und: Warum überhaupt Ringenberg, fragte sich CDUler Dr. Dieter Wigger unter anderem. Mannigfaltige Bedenken, die genannt wurden, aber dennoch gibt es auch Zuspruch. Denn an der guten Arbeit des Neukirchener Erziehungsvereins werde nicht gezweifelt. „Ich möchte herausstellen, dass sie herzlich willkommen sind“, so Johannes Flaswinkel Fraktionsvorsitzender des Ortsverbandes Bündnis 90/Die Grünen in Hamminkeln. Ebenso Elke Neuenhoff von der FDP: „Es geht um benachteiligte Kinder. Jede Familie kann betroffen sein. Daher sollten wir froh sein, in Hamminkeln so eine Schule zu haben.“

Dass der Neukirchener Erziehungsverein in Ringenberg aktiv wird, liege daran, dass der Kreis Wesel einen Bedarf im nördlichen Kreisgebiet sehe und auf den Verein zugegangen sei. „Wir haben uns mehrere Gebäude angeschaut, auch in Dingden zum Beispiel, und uns nach unseren Kriterien für Ringenberg entschieden. Die Umgebung ist sehr gut, ebenso die Anbindung. Die räumlichen Bedingungen sind geradezu ideal“, erklärt Dagmar Friel vom Neukirchener Erziehungsverein.

Rund 60 Schüler sollen in Ringenberg in circa fünf Jahren, denn so lange dauern die Vorbereitungen, beschult werden. „Es werden zwischen neun und zehn Lerngruppen zu sechs bis sieben Schülern sein“, verdeutlichte Christine Breitkopf. „Wir haben ein Betreuungsverhältnis von eins zu vier, sprich ein pädagogischer Mitarbeiter oder Lehrer für vier Kinder. Die Lehrer sind Lerncoaches. Der Unterricht findet auch mal auf der Tischtennisplatte oder auf dem Weg zu Aldi statt. Sehr kreativ. Der Schüler und seine Bedürfnisse stehen immer im Mittelpunkt.“

Erfahrung hat der Neukirchener Erziehungsverein seit Jahrzehnten. Seit über 50 Jahren ist er Träger der Förderschulen im Kreis Wesel. Die Kinder- und Jugendhilfe ist ein Tätigkeitsgebiet und Schwerpunkt des vor 175 Jahren von Pfarrer Andreas Bräm gegründeten Vereins. Rund 3.000 junge Menschen werden in stationären Einrichtungen, Schulen und mit ambulanten Hilfeangeboten betreut. Darüber hinaus ist der Verein, der als freier Träger Mitglied im Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche im Rheinland ist, in der Alten- und Behindertenhilfe tätig, bildet Erzieher und Diakone aus.

Autor:

Denise Brücker aus Hamminkeln

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