Videokonferenz zum Thema Energie
Wertvolle Experten-Infos zu Technikdetails, Sanierungsmaßnahmen und Förderprogrammen

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Seit Jahresbeginn 2021 drückt die von der Politik gewollte CO2-Bepreisung mit bis zu 200 Euro pro Durchschnittsfamilie voll in die Waagschale der Haushaltskasse. Die Erfordernisse des Klimaschutzes kamen mit Ansage, doch die höheren Kosten für Benzin, Diesel, Heizöl und Gas treffen viele hart.

Und jetzt auch noch dies: die coronabedingten weltweiten Lieferengpässe machen nahezu alle Güter, die man zum Leben braucht, spürbar teurer. Entsprechend hoch ist das Interesse an Verbraucherthemen, die auf Nachhaltigkeit und Sparmaßnahmen hinauslaufen. Das spürt auch Energieberater Akke Wilmes, der zusammen mit den kommunalen Klimaschutzbüros aktuelle Online-Treffen anbietet. 

Wie solche Videokonferenzen ablaufen, schildert dieses Beispiel aus Hamminkeln. Aber Achtung: dieser Bericht erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit.
8.22 Uhr - der Link zur ViKo kommt per Mail, (in meinem Fall auf Anfrage) verschickt von Klimamanagerin Mandy Panoscha. Um 15 Uhr beginnt das Online-Treffen. Begrüßt werden die Teilnehmer vom Sonsbecker Klimamanager Christopher Tittmann, der kurz ins Thema einführt. Online mit dabei sind auch seine Xantener Kollegin Lisa Haider und Mandy Panoscha. Die Zahl der übrigen Teilnehmer ist überschaubar, doch das ist von Vorteil, wie der weitere ViKo-Verlauf zeigt.

Der olle Nachtspeicherofen

Beispielsweise Thomas Rühl aus Wesel, der hat ein konkretes Anliegen: Er will das Wohnhaus seiner Eltern sanieren und im Vorfeld sinnvolle Umbaudetails und Förderungsmöglichkeiten eruieren. Oder Kathrin Tepaß aus Bocholt, die als Mieterin wissen möchte, ob ihr Vermieter einen uralten Nachtspeicherofen austauschen muss und ob man einen Energieberater anfordern kann, der die Situation vor Ort begutachtet.

Akke Wilmes, seit 17 Jahren als Fachberater bei der Verbraucherzentrale (im fünften Jahren in Wesel) tätig, weiß Rat. Um Veränderungen in der Energieversorgung eines Hauses herbeizuführen, sollten sich Eigentümer und Mieter im Vorfeld absprechen, weil zum Teil mit hohen Investitionen zu rechnen sei. Zurzeit sei - auch wegen Corona - der Markt "sehr dicht". Grundsätzlich geben es aber die Möglichkeit eines kostenlosen Energiechecks.
Wilmes erklärt: "Wir haben uns der Herausforderung einer energetischen Gebäudesanierung Jahrzehnte lang nicht gestellt!" Wer den Erfordernissen des Klimaschutzes folgen wolle, müsse JETZT umdenken. Wer das passende Kleingeld nicht zur Hand habe, müsse wohl oder übel woanders sparen, wenn sich etwas bewegen solle, so der Energieberater.

Altbau-Sanierung

Thomas Rühl beschäftigt dieses Thema jedenfalls und mit den Facetten hat er sich bereits beschäftigt. Die alte Ölheizung im Gebäude (Baujahr 1967) muss raus, die Energieversorgung soll künftig eine Wärmepumpe leisten. Macht eine zusätzliche Photovoltaikanlage Sinn? Akke Wilmes legt dem Umbauwilligen zwei Alternativen ans Herz: 1) eine Wärmepumpe mit möglicher Adaptivtechnik (eine sogenannte Hybridlösung, zum Beispiel mit Gas); 2) eine Holzpelletheizung. Dazu gibt's Infos zu einer möglichen Förderung durch den Bund. 
Auch ViKo-Teilnahmer Martin Schneider möchte sein Haus aus den Achtziger Jahren energetisch updaten. Der Brüner ist mit den Energieeinsparungswerten seiner Heizanlage nicht zufrieden und fragt nach Verbesserungsmöglichkeiten. Der Fachmann klärt ihn (und die Runde) auf: Dach und Fenster zu sanieren, kann den Wärmeabfluss eines Gebäudes um rund 50 Prozent verringern. Wer einen Ortstermin mit Energieberater bucht, bekommt für 30 bis 60 Euro wertvolle Informationen zu sinnvollen Maßnahmen.

Was ab 2025 kommt ...

Wissbegierig saugen die ViKo-Teilnehmer die genannten Informationen auf.  Akke Wilmes setzt noch einen drauf: "Ab 2025 müssen neue Heizungen zu 65 Prozent regenerativ sein, das ist das Aus der derzeitigen Öl- und Gas-Technik!" Wen wundert's? Schließlich will die Politik ihre angepeilten Klima-Ziele erreichen. Und das kann nur funktionieren, wenn jeder mithilft. Und so lautet nach etwas mehr als einer Stunde der letzte Satz des Energieberaters an seine aufmerksamen Zuhörer: "Ich wünsche Ihnen eine schöne Weihnachtszeit - und bringen Sie Ihr CO2 runter!"
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Infos und Kontakte

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C02-Preis

Anfang des Jahres wurde in Deutschland ein CO2-Preis auf Kohle, Benzin, Diesel, Heizöl und Gas eingeführt, um den Treibhausgas-Ausstoß zu reduzieren und die Klimaziele zu erreichen. Derzeit liegt er bei 25 Euro pro Tonne Kohlenstoffdioxid. Bis zum Jahr 2025 soll er schrittweise auf bis zu 55 Euro steigen.

Autor:

Dirk Bohlen aus Wesel

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