Mit Schwerlastkran über Kinderspielplatz gehievt
Westnetz montiert automatisierte Ortsnetzstation in Hamminkeln

Ein Schwerlastkran hievt die automatisierte Ortsnetzstation über den Kinderspielplatz an ihren Standort.
  • Ein Schwerlastkran hievt die automatisierte Ortsnetzstation über den Kinderspielplatz an ihren Standort.
  • Foto: Westenergie
  • hochgeladen von Nina van Bevern

„Da wir mit automatisierten Ortsnetzstation sehr gute Erfahrung gemacht haben, wollen wir darauf basierend auch das Stromnetz in Hamminkeln weiter modernisieren und haben an die Stelle der einst gemauerten Ortsnetzstation eine neue automatisierte montiert", erklärt Westnetz-Mitarbeiter Dirk Kuhlmann, Projektleiter der Netzplanung in Wesel.

Mit Hilfe eines Schwerlasttransporters wurde eine automatisierte Ortsnetzstation auf ihren Standort an der Elbinger Straße platziert.  Aus Platzgründen konnte der Lkw mit der beladenen 15 Tonnen schweren Station nicht an die Baustelle heranfahren und sie abladen. Daher orderte Westnetz einen Schwerlasttransporter mit Krananlage, um die Station auf ihren Standort über den benachbarten Kinderspielplatz zu hieven.

Bindeglied zwischen den Spannungsnetzen

Ortsnetzstationen sind das Bindeglied zwischen dem Mittelspannungsnetz und dem Niederspannungs-Ortsnetz, über das die einzelnen Haushalte versorgt werden. Diese Transformatoren wandeln die Mittelspannung in Niederspannung mit 230/400 Volt um.
Automatisierte Ortsnetzstationen garantieren im Vergleich zu herkömmlichen Ortsnetzstationen noch zusätzliche Vorteile. Durch Fernsteuerung wird eine schnellere Wiederversorgung im Störungsfall erzielt und sie liefern zusätzliche Messwerte über die momentane Belastung im Netz. Die Kombination von Fernsteuerung und Fernmeldung ist die effizienteste Automatisierungsvariante. Außerdem wird im Störungsfall die Fehlerdiagnose erleichtert und durch Umschaltungen per Fernbedienungen ist der Strom in Teilgebieten bereits vor Anfahrt der Entstörungsmonteure wieder da. „Damit kann Westnetz insbesondere in ländlichen Gegenden die Wiederversorgungszeiten im Störungsfall wie mögliche Ursachen wie Beschädigungen an Kabeln durch Tiefbauarbeiten oder Bodensenkungen beschleunigen“, sagt Kuhlmann.

Autor:

Lokalkompass Wesel aus Wesel

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