Nachgefragt- Update 2
Feuerwehr, THW und Polizei für "Sturm Sabine" gerüstet

Maximilian Koblitz und Dennis Schmidt (vorne von li.) überprüften bereits Samstagmorgen die Funktionstüchtigkeit aller Motorsägen beim THW Hattingen (Bildmontage: Höffken)
  • Maximilian Koblitz und Dennis Schmidt (vorne von li.) überprüften bereits Samstagmorgen die Funktionstüchtigkeit aller Motorsägen beim THW Hattingen (Bildmontage: Höffken)
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Der für Sonntag angekündigte, teils schwere "Sturm Sabine" trifft Hattingen und Sprockhövel nicht unvorbereitet. Alle Rettungseinheiten sind vorbereitet und können bedarfsgerecht zu Einsätzen ausrücken.

Der Wetterdienst hat es ja bereits angekündigt. Ab Sonntagnachmittag erfasst das Sturmfeld eines Orkantiefs über der Nordsee Deutschland. Verbreitet werden Sturmböen und schwere Sturmböen erwartet. Auch orkanartige Sturmböen sind in der Nacht zu Montag möglich.

Ob diese Wetterlage mit hohem Unwetterpotential im Bereich  Hattingen und Sprockhövel eintritt, bleibt abzuwarten. Die amtlichen Unwetterwarnungen sind daher zu verfolgen.

Feuerwehr
Die Feuerwehrkräfte, so Pressesprecher Jens Herkströter von der Feuerwehr Hattingen und Pressesprecher Arno Peters von der Feuerwehr Sprockhövel zum STADTSPIEGEL, werden der Lage angepasst, rechtzeitig einsatzbereit sein. Ob dazu für die ehrenamtlichen Kräfte ein "Voralarm" mit Bereitstellung in den Feuerwehrhäusern ausgelöst wird, kann jetzt noch nicht beurteilt werden. Die Detailangaben des Wetterdienstes über den genauen Verlauf des Sturmes werden an die regionalen Einheitsführer der Feuerwehr weitergegeben. Für den Fall, dass etwaige Einsätze doch länger andauern, werden auch die Verpflegungseinheiten der Feuerwehr dazu in der Lage sein, die Einsatzkräfte zu versorgen.

Sollte es zu einer sogenannten Flächenlage kommen, wird die Feuerwehr Hattingen die anstehenden Einsätze eigenständig disponieren und die Einsatzkräfte alarmieren. Hierzu erfolgte vorab eine enge Abstimmung mit der Kreisleitstelle des Ennepe-Ruhr-Kreises sowie dem Kreisbrandmeister. Dazu gehören gesonderte Funkkanäle und Meldevordrucke an die Kreisleitstelle.

Technische Einsatzleitung im Stabsraum der Hauptwache
Pressesprecher Jens Herkströter teilte ergänzend mit, dass alle Präventivmaßnahmen vor Ort umgesetzt wurden. Alle benötigten Geräte wurden überprüft, Treibstoffvorräte aufgefüllt und eine Rufbereitschaft für hauptamtliche Einsatzkräfte die dienstfrei haben hergestellt. Diese gilt ab Sonntagmorgen 8 Uhr für zunächst 24 Stunden. Alle ehrenamtlichen Löschzüge sind informiert und können im Bedarfsfall auf der Hauptwache am Wildhagen zusammengezogen werden.

Von hier würden die Einsatzkräfte dann zentral in die Einsätze gebracht. Geführt werden die Einheiten dann von einer technischen Einsatzleitung, die die Arbeit im Stabsraum der Hauptwache aufnehmen kann. Vorbereitende Maßnahmen für einen etwaigen Dienstbetrieb sind bereits eingeleitet worden. Gleichzeitig können die Einsatzkräfte auf der Hauptwache verpflegt und mit ergänzenden Gerätschaften sowie Betriebsstoffen versorgt werden.

"Somit haben wir alle stabmäßigen Maßnahmen und unsere Einsatzmittel bestmöglich auf die angekündigte Lage vorbereitet", berichtete Hattingens Feuerwehrchef Tomas Stanke. Er selbst steht seit gestern in ständigem Kontakt mit Bürgermeister und der zuständigen Dezernentin.

Natürlich werden die Meldungen der Wetterdienste laufend beobachtet, um die vorgeplanten Maßnahmen zeitnah und bedarfsgerecht in den Einsatz zu bringen. "Insgesamt sehe ich unsere Einsatzkräfte sehr gut auf die angekündigte Unwetterlage vorbereitet", so Stanke abschließend.

THW
Das THW im EN-Kreis, so Pressesprecher Kevin Brune, wird Samstagabend entscheiden, ob und wann eine Bereitschaft in der jeweiligen Wache eingerichtet wird. Nach aktuellem Stand sind die Ortsverbände des THW mit den Gruppen in Hattingen, Witten, Schwelm und Wetter ab 16 Uhr am Sonntag besetzt.

Polizei
Die Leitstelle der Polizei teilte mit, dass ab Sonntagmittag sowohl die Leitstelle, die Wachen als auch die eingesetzten Kräfte verstärkt werden.

FAZIT:
Hattingen und Sprockhövel sind auf einen möglichen "Sturm Sabine" gut vorbereitet.

Hinweise und Tipps des Wetterdienstes noch für alle Bürgerinnen und Bürger, da der Wind aus Süd bis Südwest von Sonntagmittag bis Montagnachmittag zeitweise Orkanstärke mit Spitzenböen von 100 bis 120 km/h erreicht. Der Schwerpunkt des Sturms liegt zwischen Sonntagnachmittag und Sonntagnacht.

Folgen :

  • Strom und Telefon können zeitweise ausfallen.
  • Dächer und Schornsteine können beschädigt werden, auch größere Gegenstände umherfliegen. Schilder und Werbetafeln können umfallen.
  • Bäume können entwurzelt werden oder größere Äste können abbrechen.
  • Besonders an bewaldeten Straßen besteht eine erhöhte Gefahr durch umstürzende Bäume und umherfliegende Äste.
  • Beeinträchtigungen im Straßen- und Schienenverkehr durch Windbruch; auch im Flug - und Schiffsverkehr kommt es zu Beeinträchtigungen. PKW mit Anhänger können ins Schleudern geraten oder umstürzen.

Es handelt sich hierbei um mögliche Ausmaße, die von Wetterlage zu Wetterlage variieren können.

Empfohlene Schutzmaßnahmen:

  • Unterlassen Sie vermeidbare Autofahrten. Fahren Sie nicht mit Fahrzeugen, die dem Wind große Angriffsflächen bieten.
  • Stellen Sie sich auf Verspätungen von Bussen und Bahnen, eventuell auch auf Totalausfall von öffentlichen Verkehrsmitteln ein.
  • Meiden Sie Waldgebiete oder den Aufenthalt in der Nähe größerer Bäume.
  • Achten Sie auf herumfliegende Gegenstände und fallende Dachziegel.
  • Klettern Sie nicht auf Dächer und berühren Sie keinesfalls herabhängende Leitungen oder Metallteile beschädigter oder umgestürzter Strommasten.
  • Befestigen Sie lose Gegenstände oder bringen Sie diese - soweit möglich - in geschlossene Räume.
Autor:

Hans-Georg Höffken aus Hattingen

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