Hattingen - Update 1: Brandeinsatz
Gartenlauben brennen lichterloh

Von weitem war der Feuerschein in der Nacht zu sehen.
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Am frühen Donnerstagmorgen kurz nach zwei Uhr wurde der Feuerwehr eine brennende Gartenlaube in einer Gartenanlage im Bereich Am Büchsenschütz/Am Schewenkamp gemeldet.

Es war eine kurze Nacht für die Kräfte der Hauptamtlichen Wache und für die vielen ehrenamtlichen Feuerwehrfrauen und -männer. Vor Ort brannten zwei Gartenlauben sowie mehrere Nebengebäude. Der Feuerschein war schon von weitem sichtbar.
Zur effektiven Brandbekämpfung wurden dann auch die freiwilligen Einheiten der Löschzüge Nord und Oberbredenscheid alarmiert. 40 Feuerwehrkräfte waren insgesamt tätig.
Über rd. 250 Meter wurden Schlauchleitungen verlegt und eine Wasserversorgung aufgebaut. Unter schwerem Atemschutz begannen die Einsatzkräfte mit den Löscharbeiten. Der Brand hat sich schnell ausgebreitet, so dass beide Lauben sowie die Nebengebäude und Anbauten in Vollbrand standen. Außerdem hatte das Feuer bereits auf die angrenzende Böschung und auf einzelne Bäume übergegriffen.

12 Atemschutz-Trupps im Einsatz

Insgesamt 12 Trupps unter schwerem Atemschutz waren im Verlauf der Löscharbeiten im Einsatz. Daher wurde auch der Abrollcontainer Atemschutz ergänzend zur Einsatzstelle gebracht. Während der Löscharbeiten verletzte sich ein Feuerwehrmann am Fuß und begab sich vorsorglich ins Krankenhaus. Dieses konnte er nach einer Kontrolle wieder verlassen.
Nachdem die Flammen bekämpft waren, musste eine Vielzahl von Glutnestern gelöscht werden. Um an diese zu gelangen, mussten die Feuerwehrleute teilweise mit Brechwerkzeug an den verbliebenen Resten der Gebäude arbeiten. Daher gestalteten sich die Nachlöscharbeiten auch sehr zeit- und personalintensiv. Abschließend wurden Teile der Einsatzstelle mit einem Schaumteppich abgedeckt.
Eine besondere Gefahr stellten mehrere 11 kg Propangasflaschen in den Lauben dar. Hier mussten die Einsatzkräfte mit besonderer Sorgfalt arbeiten. Teilweise hatten die Sicherheitsventile schon ausgelöst und die Flaschen entleert. Auch war unklar, ob sich noch Personen in den Gebäuden befanden. Dies bestätigte sich zum Glück nicht.
Die Polizei war ebenfalls an der Einsatzstelle. Die Straße Am Büchsenschütz war während des Einsatzes für den Autoverkehr beidseitig gesperrt. Über die Brandursache liegen noch keine Erkenntnisse vor.
Um 7.30 Uhr konnte der Einsatz zunächst beendet und die Einsatzstelle an die Polizei übergeben werden. Aber auf die Frauen und Männer der Hattinger Feuerwehr wartet im Anschluss noch eine Menge Arbeit. Neben der umfangreichen Dokumentation des Einsatzgeschehens müssen mehr als 20 Atemschutzgeräte gereinigt und wieder befüllt werden. Eine Vielzahl von Schläuchen ist zu reinigen. Die verschmutzte Einsatzkleidung aber auch die Fahrzeuge müssen gereinigt und wieder einsatzbereit gemacht werden.

Gartenlauben-Pächter dankt den Feuerwehr-Kräften

Der Pächter einer der vom Brand betroffenen Gartenlauben, Metin Sariyar, steht am Tage nach dem Brand fassungslos vor den Trümmern seiner Gartenlaube. Wie er im Pressegespräch erzählte, hat er seit zwei Jahren diese Gartenparzelle angemietet. „Ich habe viel investiert, um mit meiner Familie hier die Freizeit verbringen zu können“, sagte er und ergänzte, „ich danke allen Feuerwehrkräften für ihren Einsatz letzte Nacht“. Seine größte Sorge aktuell ist allerdings, wo er den ganzen Brandschutt entsorgen kann.

WARN-APP NINA informierte

Über die Warn-APP NINA informierte die Leitstelle der Feuerwehr die Bevölkerung kurz nach vier Uhr über eine mögliche Geruchsbelästigung und über einen Rauchniederschlag im Bereich Hattingen/Welper Am Schewenkamp. Diese Warnung wurde inzwischen wieder aufgehoben.

Autor:

Hans-Georg Höffken aus Hattingen

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