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Handys am Steuer kosten Menschenleben – Landesweiter Kontrolltag in NRW

Im Rahmen eines landesweiten Kontrolltages wurden am Mittwoch auch in Hattingen und Sprockhövel Autofahrer durch die Polizei daraufhin kontrolliert, ob sie während der Fahrt durch Handys, Smartphone oder andere Geräte abgelenkt waren.

„Handys am Steuer kosten Menschenleben und zerstören Existenzen, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul, der am Morgen während des Berufsverkehrs eine Kontrollstelle in Neuss besuchte und mit Verkehrsteilnehmern und Polizisten über das Phänomen sprach.

Auch für die EN-Polizei ist die Ablenkung durch mobile Geräte wie Smartphone oder Tablet Schwerpunkt bei der Bekämpfung von Verkehrsunfällen. Die Polizistinnen und Polizisten klären bei den Kontrollen über die Gefahren auf und ahnden Verstöße konsequent. So stellen sie nach schweren Verkehrsunfällen auch mobile Geräte sicher, wenn der Verdacht besteht, dass der Fahrer dadurch abgelenkt wurde. Etwa die Hälfte aller Autofahrer benutzt laut Studien das Handy während der Fahrt ohne Freisprecheinrichtung.

„Da sind vermeintlich verantwortungsvolle Menschen unterwegs, die niemals auf die Idee kämen, sich betrunken ans Steuer zu setzen. Aber ihr Handy benutzen diese Leute ohne Bedenken. Das zeigt uns: Die Gefährlichkeit dieser Unsitte ist den meisten Menschen nicht bewusst“, so Reul. Insgesamt registrierte die Polizei im vergangenen Jahr rund 167.000 Verstöße in diesem Bereich. Knapp 25.000 davon bei Radfahrern. Denn auch sie dürfen Handys im Straßenverkehr nicht nutzen.

Auch Kontrollen in Hattingen und Sprockhövel
Auch in Hattingen und Sprockhövel wurde kontrolliert. Alle verfügbaren Polizeikräfte wurden für diese landesweite Kampagne eingesetzt.

Im EN-Kreis wurden insgesamt 53 Fahrzeuge einer genauen Kontrolle unterzogen, davon 4 LKW. Geahndet wurden 21 Verkehrsteilnehmer, die verbotswidrig ein Mobiltelefon am Steuer benutzten. Sechs weitere Verstöße wurden geahndet, die jedoch nichts mit der Nutzung elektronischer Geräte zu tun hatten. 

Landesweit, so das NRW-Innenministerium, wurden am landesweiten Kontrolltag über 2.900 Verstöße geahndet. 

„Ich wollte nur mal eben die Whatsapp-Nachricht lesen“, sagte ein Autofahrer, nachdem er angehalten wurde. Erschreckt war er, als ihn der Polizeibeamte über die Folgen informierte: 100 Euro und einen Punkt in Flensburg. Radfahrer mit Handy am Ohr sind mit 55 Euro dabei.

Seine eigene Gefährdung und die Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer waren ihm dabei nicht bewusst. Eine weitere angehaltene Autofahrerin war so verärgert, dass sie mit dem STADTSPIEGEL erst gar nicht sprechen wollte.

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