Polizei
Verkehrsunfallstatistik 2018 : Mehr Unfälle – mehr Tote

Landrat Olaf Schade (li.) und PHK Mario Klein (re.) bei der Vorstellung der Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2018.
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  • Landrat Olaf Schade (li.) und PHK Mario Klein (re.) bei der Vorstellung der Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2018.
  • hochgeladen von Hans-Georg Höffken

Landrat Olaf Schade informierte heute mit Mario Klein von der Direktion Verkehr über die Verkehrsunfallentwicklung für den Bereich der Kreispolizeibehörde (KPB) im EN-Kreis.

Trotz steigender Zahl aller Verkehrsunfälle sowohl im Land NRW als auch im EN-Kreis, bleibt die Unfallhäufigkeit erfreulicherweise unter dem Landesdurchschnitt.

Im letzten Jahr gab es bei der KPB-EN 7.256 Verkehrsunfälle, davon 546 mit Personenschaden. Von diesen 7.256 Verkehrsunfällen wurden 5.200 Fälle allerdings der Kategorie „Bagatellunfälle“ zugeordnet.

Unter den acht Unfalltoten des letzten Jahres waren fünf Senioren. Vier Todesfälle entfielen auf Unfallgeschehen in Hattingen. Drei dieser Todesopfer starben aufgrund internistischer Vorfälle vor dem eigentlichen Unfallgeschehen.

Die Zahlen der KPB in der Übersicht

Verkehrsunfälle 2018 - insgesamt 7.256 Unfälle (+145)
Hattingen : 1.707 (-28)
Sprockhövel : 734 (+88)

Für den Unfallschwerpunkt auf der South-Kirkby-Straße in Sprockhövel, so Mario Klein von der Polizei, soll eine neue Ampelanlage mit gleichzeitig geänderter Verkehrsführung dazu beitragen, dass das Unfallgeschehen hier reduziert wird.

Verunglückte motorisierte Zweiradfahrer
- insges.124 Unfälle (-11)
Hattingen :      27 (-5)
Sprockhövel : 12 (-15)

Verunglückte Radfahrer und Pedelecfahrer - insges. 90 Unfälle (+7)
Hattingen :     25 (-3)
Sprockhövel : 17 (+12)

Schulung im Umgang mit dem Pedelec
Die Polizei möchte durch geeignete Maßnahmen den Gefahren des neuen Mobilitäts-Trends entgegenwirken: „Pedelecs und E-Bike sind vor allem bei Senioren beliebt. Sie halten fit und mobil. Aber mit dem „eingebauten Rückenwind“ werden Geschwindigkeiten erreicht, die zu Überforderung und Fehleinschätzung führen können“, sagte Mario Klein. Deshalb sei es vorgesehen, durch Präventionsveranstaltungen Wieder- oder Neueinsteiger mit dem Umgang der Räder vertraut zu machen.

Verunglückte Fußgänge
r - insgesamt 89 Personen (-13)
Hattingen :    22 (-6)
Sprockhövel : 6 (-4)

Die Polizei empfiehlt Fußgängern dringend, bei Dunkelheit entsprechend sichtbare Kleidung zu tragen, um Verkehrsunfälle zu verhindern.

Verunglückte Kinder
(bis 14 Jahre) - insgesamt 65 Unfälle (+8)
Hattingen :     16 (+2)
Sprockhövel :   5 (-2)

Verunglückte junge Erwachsene (18 -24 Jahre)- insges. 111 Unfälle (-17)
Hattingen :     27 (+8)
Sprockhövel :  8 (-17)

Die größte Unfallursache bei dieser Altersgruppe ist hier mit einem Anteil von 35 Prozent die nicht angepasste Geschwindigkeit.

Verunglückte Senioren (18 bis 24 Jahre) – insges.123 Unfälle (+13)
Hattingen :     45 (+6)
Sprockhövel : 20 (+9)
Beim Abbiegen und Wenden passierten die meisten Unfälle bei Senioren.

Verkehrsunfallfluchten 2018 – insgesamt 1.566 Fälle (+67)
Hattingen :      395 (+4)
Sprockhövel : 128 (+21)
„Viele Verkehrsunfallfluchten und „Rempler“ ereignen sich auf Parkplätzen von Einkaufszentren oder Supermärkten“ sagte Mario Klein von der Polizei.

Die häufigste Unfallursache insgesamt ist aber nach wie vor eine unangepasste Geschwindigkeit. Auch in diesem Jahr wird es daher verstärkte Kontrollen zur Einhaltung der vorgegebenen Geschwindigkeit geben.

Keine Veröffentlichung mehr der Geschwindigkeitskontrollstellen
Ab Anfang März wird die Polizei die bisher veröffentlichten Geschwindigkeitskontrollstellen nicht mehr ankündigen. Mit mehr uniformierter Präsenz statt nur des „roten Kamerablitzes“ ist zu rechnen. Durch Gespräche mit den Verkehrsteilnehmern erhofft sich die Polizei mehr Einsicht bei den Temposündern.

Maßnahmen 2019
Die Polizei hat auch für das Jahr 2019 wieder zahlreiche Präventionsmaßnahmen vorgesehen, z.B. :
-Schulwegsicherung, Verkehrspuppenbühne, Radfahrprüfung,
-Überwachung des gewerblichen Personen-und Güterverkehrs,
- Schwerpunkteinsätze mit Zielrichtung Ablenkung am Steuer.

„Die Gefahr, Opfer eines Verkehrsunfalles zu werden, ist im EN-Kreis nach wie vor deutlich geringer als im Landesdurchschnitt“, war das positive Fazit, welches Landrat Olaf Schade und die Verantwortlichen der Polizei am Ende der Pressekonferenz ziehen konnten.

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