"Es wäre schön, wenn die Stadt durch Kunst bunter würde"

Der Künstler Thomas Koch mit einem Bild, aus dem ein begehbares Objekt in der Sparkasse Herford entstand. In einem Raum wurden die Einzelteile des Bildes entsprechend angeordnet. Betrat man den Raum, konnte man an einer bestimmten Stelle das ganze Bild erblicken. Kam man von einer anderen Seite in den Raum, so blickte man auf weiße Rückseiten, vor denen weitere Kunstobjekte platziert wurden. Foto: Pielorz
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  • Der Künstler Thomas Koch mit einem Bild, aus dem ein begehbares Objekt in der Sparkasse Herford entstand. In einem Raum wurden die Einzelteile des Bildes entsprechend angeordnet. Betrat man den Raum, konnte man an einer bestimmten Stelle das ganze Bild erblicken. Kam man von einer anderen Seite in den Raum, so blickte man auf weiße Rückseiten, vor denen weitere Kunstobjekte platziert wurden. Foto: Pielorz
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Er wohnt in Obersprockhövel, hat aber seit 2003 sein Atelier in Hattingen, Kreisstraße 35. Der Künstler Thomas Koch hat sich in der Malerei und in der Kunst der Objekte einen Namen gemacht und bietet ab Dienstag neue Kurse in der Volkshochschule an.

Thomas Koch kam bereits früh zur Kunst. 1959 in Bochum geboren, stammt er aus einer kunstinteressierten und auch praktisch ausübenden Familie. Er studierte Freie Malerei in Köln. Als „brotlose Kunst“ wurde die Malerei in seiner Familie nie gesehen. Deshalb blieb ihm der Satz, erstmal etwas Richtiges zu lernen, erspart.
Trotzdem wurde er erst nach einem Jahresstipendium der Adenauerstiftung 2001 freischaffender Künstler und das ist er bis heute geblieben. Nach seinem Studium 1990 arbeitete er etliche Jahre für Boesner Köln. Hier beriet er Künstler bei der Verwendung von Material und Technik.
Neben der Malerei arbeitet Thomas Koch auch an Skulpturen und Objekten. Kunst ist für ihn nicht nur etwas für Museen und Galerien, sondern er möchte Kunst mehr im öffentlichen Raum installiert wissen. „Ich weiß, das die Diskussion, das knappe Geld müsse doch eher für andere Dinge verwandt werden, immer geführt wird. Aber Kunst macht eine Stadt einfach etwas bunter und lebenswerter. Deshalb nutze ich jede Gelegenheit, mit Bürgern in Kontakt zu kommen. Zum einen über Projekte wie den Kulturrucksack, über den der STADTSPIEGEL ja auch ausführlich berichtet hat; zum anderen über offene Atelierbesuche oder als Dozent bei der Volkshochschule.“ Zur Zeit läuft bis zum 7. April auch eine große Ausstellung von Thomas Koch in den Räumen der Bochumer Kanzlei Barkhoff & Partner am Husemannplatz.
Vier Termine bietet Thomas Koch auch in Ahrenshoop und auf der Insel Rügen als Mal- und Zeichenwoche an. Kunst im Einklang mit der Natur, so lautet das Motto. „Und die meisten Menschen sind sehr überrascht, wie anstrengend es sein kann, sich den ganzen Tag der Kunst und der Beobachtung zu widmen“, lacht er.
Seine eigenen Arbeiten sind geometrische Grundformen in immer neuen Bildkonstruktionen von Linien und Flächen. Der Betrachter stellt sich oft die Frage was vorne oder hinten bei dem Bild sein soll, für was die einzelnen Elemente stehen. „Ich möchte zur Diskussion anregen. Kreativität ist für Menschen jeden Alters etwas Wunderbares und es ist mein Ziel, viele Menschen davon zu überzeugen, dass sie mehr Lebensqualität gewinnen durch die Auseinandersetzung mit der Kunst.“

Kontakt zum Künstler: Atelier Thomas Koch Kreisstraße 35, 02324/685914

Neue Kurse: Dienstag, 19. Februar, Stadtmuseum, Atelier, 14 bis 17.30 Uhr, Malen und Zeichnen für Fortgeschrittene; 65 Stunden, Kursende 18. Juni, Kosten 134,66 Euro, Kursnummer 2505

Mittwoch, 20. Februar,Stadtmuseum, Atelier, 9 bis 12 Uhr, Malen und Zeichnen für Anfänger; 14 Stunden, Kursende 18. Juni, Kosten 106,66 Euro, Kursnummer 2504. Anmeldungen über die VHS Hattingen

Der Künstler Thomas Koch mit einem Bild, aus dem ein begehbares Objekt in der Sparkasse Herford entstand. In einem Raum wurden die Einzelteile des Bildes entsprechend angeordnet. Betrat man den Raum, konnte man an einer bestimmten Stelle das ganze Bild erblicken. Kam man von einer anderen Seite in den Raum, so blickte man auf weiße Rückseiten, vor denen weitere Kunstobjekte platziert wurden. Foto: Pielorz
Ein umstrittenes Projekt „Begegnungen“ möchte Thomas Koch am Durchgang zum Krämersdorf realisieren. Hier begegnen sich an einem Stahlseil zwei lebensgroße, je vierzig Kilogramm schwere Aluminium-Figuren, die sich im Alltag begrüßen. Im Unterschied zum Modell soll das Seil aber an der rechten Seite freischwebend sein. Hier ist der Künstler auf Sponsorensuche.Foto: Pielorz
Autor:

Dr. Anja Pielorz aus Hattingen

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