Städtisches „Familienzentrum Holthausen“ an der Lehmkuhle 1 jetzt zertifiziert
Hattingen: Experimente im „Haus der kleinen Forscher“

Experiment für den Bürgermeister: Erst Smarties nach Farben ordnen, dann Wasser drauf und schon verläuft die Lebensmittelfarbe zu einem schönen Regenbogen.   Foto: Brunke
  • Experiment für den Bürgermeister: Erst Smarties nach Farben ordnen, dann Wasser drauf und schon verläuft die Lebensmittelfarbe zu einem schönen Regenbogen. Foto: Brunke
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(von Bernd Brunke)

Nur Kindergarten zu sagen, das wäre zu einfach. In der Lehmkuhle 1 betreibt die Stadt seit 1995 das „Familienzentrum Holthausen“, und das hat es in und um sich. Seit dieser Woche ist die Einrichtung nämlich zertifiziertes „Haus der kleinen Forscher“.

Bürgermeister Dirk Glaser kam persönlich, um das Team des Kindergartens zu beglückwünschen. „Die Plakette, die hoffentlich gut sichtbar am Eingang hängen wird, soll eine Werbung für den pädagogischen Wert des Familienzentrums sein“, sagte er, „und andere Kitas, Horte und auch Grundschulen animieren, es den Holthausern gleich zu tun.“
Die vom Bundes-Bildungsministerium geförderte Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ hat die Einrichtung vor ihrer Zertifizierung genau unter die Lupe genommen. „Geschenkt wurde uns nichts“, meint Leiterin Andrea Tiggelbeck-Glaser, „Gebäudezuschnitt, Ausstattung und Weiterbildungsfähigkeit des pädagogischen Personals wurden eingehend geprüft.“
Natürlich konnte der Kindergarten auch eine Menge toller Lernexperimente belegen. So gingen die Kleinen auf die Spur von Wetterphänomenen. Sie fragten und beantworteten beispielsweise „Warum ist der Donner so laut?“ und machten selbst Wolken.
Die Erzieherinnen Anni Marks und Christina Lueg hatten in den letzten Jahren die Entwicklung der Einrichtung bis zum jetzigen Höhepunkt, sich „Haus der kleinen Forscher“ nennen zu dürfen, geleitet. Bereits seit 2014 wird hier nämlich „geforscht“. „Wir mussten selbst bei speziellen Kursen der IHK viel lernen, damit unser Kindergarten dieses Niveau bekommen konnte", sagen sie übereinstimmend.
Wo gegenwärtig 78 Kinder keineswegs nur „verwahrt“ werden, hat sich mittlerweile eine stattliche Sammlung von Büchern, Geräten und Experimentiermöglichkeiten angehäuft, die mathemati-

Spielerisch den Weg zum wissenschaftlichen Handeln weisen

sche, informatische, naturwissenschaftliche oder technische Bildungsinhalte zu vermitteln helfen. Kurz "MINT-Fächer" heißt dies im Fachjargon.
„Wie die jüngste Pisa-Studie zeigt, gibt es erheblichen Nachholbedarf bei jungen Menschen in Deutschland. Hier in Holthausen wird vorgebaut, um bereits den Kleinsten einen spielerischen Weg zum wissenschaftlichen Denken und Handeln zu weisen. Und das macht ihnen, wie man sehen kann, auch noch großen Spaß“, ist Bürgermeister Dirk Glaser stolz.
Die Kinder überraschten den prominenten Gast nämlich mit einem erstaunlichen Experiment: Aus bunten Schokolinsen und etwas Wasser zeigten sie ihm, wie ein Regenbogen entstehen kann.
Zwei Jahre ist das Forscher-Zertifikat nun gültig. Dann wird sich das Familienzentrum erneut um diese Auszeichnung bemühen müssen. Erzieherinnen und Eltern sind aber überzeugt: „Wir schaffen das wieder!“ Ihnen ist nämlich wichtig, dass Kinder und Erwachsene eine lernende Gemeinschaft bilden und sich gemeinsam weiterentwickeln.
Dirk Glaser unterstreicht: „Auch die Wirtschaft unterstützt ein Engagement wie hier in Holthausen, denn der Keim für die Zukunft der Wissenschaft muss früh gepflanzt werden.“

Autor:

Roland Römer aus Hattingen

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