Sonne, super Stimmung, tolle Musik
Hattinger Altstadtfest 2019: Tag eins

Quer durch alle Generationen ging es bei "Rock am Bunker" der Musiker-Initiative Hattingen (MIHA). Hier herrschte beim und vor allem auch nach dem begeisternden Konzert von "Who The Foo" eine friedliche und ausgelassene Stimmung unter den jugendlichen und jung gebliebenen Freunden der etwas härteren Musik. alle Fotos: Groß
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  • Quer durch alle Generationen ging es bei "Rock am Bunker" der Musiker-Initiative Hattingen (MIHA). Hier herrschte beim und vor allem auch nach dem begeisternden Konzert von "Who The Foo" eine friedliche und ausgelassene Stimmung unter den jugendlichen und jung gebliebenen Freunden der etwas härteren Musik. alle Fotos: Groß
  • hochgeladen von Roland Römer

Der 31. Mai 2019, der „Tag eins“ des Hattinger Altstadtfestes, war ein besonderer. Noch einen Abend vorher beim traditionellen Warm-up im Bermuda-Dreieck, bei „Hattinger treffen Hattinger“, da sah es nicht so aus, als würde Petrus ein Einsehen haben mit den Feierwilligen. Doch kaum war der neue Tag angebrochen, eben der besagte 31. Mai 2019, da strahlte die Sonne von einem nahezu wolkenlosen Himmel. Da konnten die Temperaturen gar nicht anders und schossen ebenfalls in die Höhe.

Damit ist es beinahe unheimlich, wie Georg Hartmann, Geschäftsführer von Hattingen Marketing und als dieser federführend für die Durchführung des Hattinger Altstadtfestes verantwortlich, mit dem Wettergott im Bunde zu stehen scheint. Lange, ganz lange ist es her, dass das Altstadtfest drei Tage lang im Regen unterging.
Möge er dieses Händchen bei der Termingestaltung (in Absprache mit den beteiligten Instanzen und Partnern) erst recht im kommenden Jahr haben, wenn es bekanntlich vom 14. bis 16. August 2020 heißt „Hansetag meets Altstadtfest“. Dann wird Hattingen auch noch für viele zehntausend Besucher des Westfälischen Hansebundes Gastgeber sein.

Dank an die Geduld der Anwohner

Doch zurück zu 2019. Bei der offiziellen Begrüßung und Eröffnung des Hattinger Altstadtfestes lassen sich erfreulicherweise immer mehr „normale“ Bürger blicken – nicht nur die üblichen Verdächtigen aus Verbänden und Vereinen, Politik und Verwaltung, von Sponsoren und Aktiven. Bürgermeister Dirk Glaser eröffnete die drei tollen Tage gewohnt locker, bedankte sich artig bei den vielen Helfern, den Sponsoren, Aktiven und vor allem auch den Anwohnern der Altstadt für ihr Verständnis, dass in ihrer Nachbarschaft drei Tage lang von Hattingern und den ungezählten Besuchern der umliegenden Städte ausgelassen gefeiert werden kann.
Tradition ist das Anstoßen mit einem großen Bierglas auf ein friedliches Gelingen der Veranstaltung gemeinsam mit Georg Hartmann, wobei der Bürgermeister vorsorglich warnte, er werde das nicht austrinken.

Viele Coverbands zum Auftakt

Für erste Altstadtfest-Stimmung sorgte hier anschließend – und das ist mittlerweile auch schon Tradition - „Gleis 38“, die Band der Bogestra mit ihren Coversongs. Bei einem ersten Bummel über das Altstadtfest stieß der Besucher am Untermarkt auf „La Kawa Banda“, die ebenfalls sehr gekonnt Musik darboten – Coversongs. Weiter ging’s ins Krämersdorf, wo es beinahe auch schon Tradition ist, dass hier die angegebenen Zeiten offensichtlich nur Richtwerte sind. Wer hier ausharrte, bekam – Sie ahnen es schon – auch hier Coversongs von „Magic Touch“ geboten, allerdings weniger rockig-poppig, sondern im Stile von „(Is This the Way to) Amarillo“ von Tony Christie oder das unverwüstliche „Marmor, Stein und Eisen bricht“ von Drafi Deutscher.
Ganz anders auf dem Bunker-Parkplatz. Hierhin hatten sich wohl sämtliche jugendlichen Altstadtfest-Besucher geflüchtet zu mehr oder minder gelungenen, dafür aber sehr lauten Punk-Vorträgen von „Fuck’It’Head“ und „Snareset“. Da ragte „Angry Youth Elite“ mit ihrer hervorragenden Performance selbstgeschriebener, eingängiger, schneller Punk-Nummern heraus.

Gitarrist von Xavier Naidoo am Kirchplatz

Inzwischen hatte das Programm auf der Kirchplatz-Bühne gewechselt. Hier performte jetzt „Alex Auer & The Detroit Blackbirds“. Zwar war dies eine hervorragende Band um den Gitarristen von Ausnahmesänger Xavier Naidoo, doch schien das Publikum nur zögerlich in die zum Teil sehr persönlichen Eigenkompositionen im US-amerikanischen Stil hineinzukommen. Das zeigte eindrucksvoll der ansonsten ungewohnt große Abstand zwischen Bühne und Publikum.
Während am Untermarkt „Prompt“ die feierwütigen Kneipenhocker weiterhin auf der Coverschiene bediente, entführte im Krämersdorf „The Solution“ in die ursprüngliche Reggae-Musik Jamaikas – ein Funke, der sofort und anhaltend übersprang, sicher ein Höhepunkt des ersten Altstadtfest-Tages.

"Who The Foo" bringen Bunker-Platz zum Kochen

Den allerdings gab es auch und leider gleichzeitig auf der Bühne der Musiker-Initiative Hattingen (MIHA) bei „Rock am Bunker“. Hier legten Mitglieder der ehemaligen deutschen Top-Band „Luxuslärm“ einen Auftritt hin, der vom Punk mit Hahnenkamm auf dem Kopf bis zum Rockmusik-Fan und eher biederen Musikliebhaber gesetzteren Alters volle zwei Stunden lang durchweg begeisterte. So wunderte es nicht, dass sich der Platz mit seinen durchweg friedlichen Besuchern – es gab nicht einen Tumult trotz des sehr vollen Platzes – erst gegen ein Uhr allmählich leerte. Zu beseelt waren die Besucher von dem ausgesprochen gelungenen Auftritt der Tribute-Band „Who The Foo“.
Überhaupt liegen bis zur Stunde keine Polizeiberichte über Schlägereien oder anderen Vorkommnissen im Zusammenhang mit dem Altstadtfest in Hattingen vor. So kann es die nächsten beiden Tage gerne weitergehen!
Was die Besucher am heuten Samstag und morgigen Sonntag beim Hattinger Altstadtfest noch erwartet, das gibt es HIER nachzulesen!
Noch viel mehr Fotos von STADTSPIEGEL-Fotograf Holger Groß an dieser Stelle!
Allen Besuchern viel Spaß!

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