"Phoney14": Ruhrcoast-Rocker mit neuer EP wieder zurück auf der Bühne

So rockte Phoney14 im Haus die Bühne - noch ohne "Gäste" auf derselben...
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(von Alex Winkelnkemper)

Lange Jahre ist es still geworden um die „Ruhrcoast-Punkrocker“ von Phoney14. Mitte der Woche meldeten sich die drei mit einer dicken Record-Release-Party für ihre nagelneue EP „351“ auf der HdJ-Bühne zurück. Mit dabei: Die jungen Hattinger Rocker von „Until Red“ und die Hamburger Band „Spandau“.

„Hallo, wir sind Until Red aus Sprockhövel und die Gitarre geht nicht!“ – Die jungen Rocker haben bei ihrem Debut-Auftritt direkt erstmal mit Startschwierigkeiten zu kämpfen.
Mit ein wenig Steckerwackeln und Kabelentknoten lässt sich aber alles schnell beheben und sie rocken amtlich die Bühne. Jonas (15), Florian (13) und Julius (14) spielen seit Anfang des Jahres zusammen und hatten als Vorband für Phoney14 ihren ersten Auftritt. In Kürze spielen sie ihr erstes Demo ein, weitere Auftritte sind geplant.
„Das war geil, jetzt haben wir auf jeden Fall richtig Bock!“, freuen sie sich im Haus der Jugend.
Und so war es ja auch gedacht: „Wir finden es extrem wichtig, junge Bands aus der Heimat zu supporten!“, betont Markus von Phoney14. Schließlich haben auch die „Phoneys“ mal klein angefangen – auch wenn das nun schon eine Weile her ist und Phoney14 mittlerweile zu den alten Hasen im Hattinger Musikzirkus zählen.
Nachdem sich die Band in den letzten Jahren von der Bühne verabschiedet hatte, melden sich Phoney14 jetzt eindrucksvoll und laut zurück: Gründungsmitglied André ist wieder mit von der Partie, Charly und Markus sind auch noch mit dabei.
Musikalisch ist sich die Band auch über die ­Pause hinweg treu geblieben: Melo­discher, druckvoller „Ruhrcoast-Punk“ dröhnt aus den Boxen, der Sound ist deutlich roher und rotziger als noch vor einigen Jahren.
„Wir sind zwar alle etwas älter geworden, aber in uns steckt nach wie vor die junge Band wie vor zehn Jahren“, strahlt Markus. Und so ist die Release-Party im Haus der Jugend auch eine Art Klassentreffen der „alten Garde“: Zwischen das überwiegend junge, typische Haus-der-Jugend-Publikum sind einige bekannte Gesichter eingestreut, die auch vor einigen Jahren schon mit Phoney14 die Tanzfläche rockten.
An Bühnenpräsenz hat die Band nichts eingebüßt: Die drei springen und tanzen, dass die Bohlen unter ihren Füßen wackeln und die Boxentürme bedrohlich kippeln, das Publikum darf die Bühne stürmen und wird durch den Raum gejagt.
Einziger Wermutstropfen: Das HdJ war bei Konzerten auch schon mal voller. Einige der „alten“ Phoney14-Fans gucken recht überrascht ob der überschaubaren Menge an Publikum. Phoney14 sind aber trotzdem zufrieden. „Wir hatten größere Befürchtungen“, schmunzelt Markus. „Schließlich sind nicht nur wir allesamt ein bisschen älter und sesshafter geworden, sondern unsere Fans teilweile auch.“
Für Nachwuchs scheint dabei allerdings gesorgt: „Die Kids wollen feiern, das ist schon sehr geil“, freut sich Markus nach dem Gig. Schließlich blieben die Fans auch über das gesamte Konzert da – was teilweise nicht mehr selbstverständlich ist. „Mittlerweile bringen Bands oft ihre eigenen Fangruppen mit. Das ist zwar cool, dass die Leute ihre Band supporten, aber nur für eine Band zu einem Konzert zu kommen und dann wieder zu gehen, sobald die von der Bühne wieder runter ist, finde ich asozial!“, ärgert sich Markus über einen nicht zu übersehenden Trend bei kleineren Konzerten.
Anders ist es im Hattinger Haus der Jugend: Die Atmosphäre ist gewohnt familiär, wer einmal drin ist, bleibt auch bis zum Schluss.
Und der lohnt sich: Zum Finale entern noch einige weitgereiste Nordlichter die Bühne. Die vierköpfige Band „Spandau“ reiste extra aus dem fernen Hamburg an, um im Haus der Jugend mit deutschsprachigem Emo-Punkrock dem Publikum einzuheizen. Markus ist sichtbar happy über den Besuch: „Wir haben mit Spandau mal eine Tour gespielt und uns angefreundet. Dass die vier jetzt bei unserer Release-Party mitmischen, freut uns natürlich sehr!“
Alles in allem also ein gelungenes Comeback für die „Phoneys“, das auf jeden Fall Lust auf mehr macht. Die Festival- und Konzertsaison hat schließlich gerade erst begonnen! Die Band jedenfalls schreibt bereits eifrig an neuen Songs. „Die nächsten Sachen sollen allesamt noch kürzer, noch knackiger werden“, verrät Markus vorab. „Unser erklärtes Ziel ist, mit den neuen Songs unter der anderthalb-Minuten-Grenze zu bleiben, um noch besser einheizen zu können!“

Autor:

Roland Römer aus Hattingen

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