Augen, ein Oval und ein Mund: Fertig ist Homer

Jörg Wollenberg freut sich auf den Comic-Workshop. Foto: Pielorz
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  • hochgeladen von Dr. Anja Pielorz

Nein, die Rede ist nicht vom Autor der Ilias und der Odyssee. Homer Jay Simpson, eine der Hauptfiguren aus der Serie „Die Simpsons“, steht Pate für ein Comic-Projekt mit dem Hattinger Künstler Jörg Wollenberg.

Der Hattinger, vor Uhrzeiten mal gelernter Zweiradmechaniker, ist mit Comic groß geworden. Schon als Schüler zeichnete er und stellte fest, dass er das gut hinkriegt. „Mich haben diese Figuren immer fasziniert. Jugendliche kennen diese Comicfiguren heute eher aus dem Fernsehen als aus Büchern“, meint er. Donald Duck war seine Figur, die er rauf und runter gezeichnet hat. „Am Anfang ist das Abmalen. Dann entsteht im Laufe der Zeit die jeweilige persönliche Handschrift. Das möchte ich Jugendlichen gern vermitteln. Ziel soll das Schaffen einer eigenen Figur und einer eigenen Geschichte sein.“
Vereinfachung heißt das Stichwort, mit dem Wollenberg arbeitet. „Alles, was man sich im Kopf denkt, kann man malen. Aber man muss es vereinfachen können. Bei Homer zum Beispiel nimmt man die Augen, ein Gesichtsoval und einen Mund und schon ist eine Figur entstanden.“
Vorkenntnisse brauchen die jugendlichen Interessenten nicht. Aber zehn Jahre alt sollten sie schon sein. „Man muss auch mal was erklären. Zum Beispiel, wie man ein sich abwendendes Gesicht oder eine Drehung darstellen kann. Wir beginnen mit Bleistift, da kann man auch mal radieren. Dann wird es farbig. Wir malen und zeichnen großflächig. Später werden die Bilder eingescannt und es entsteht der Text in den berühmten Sprechblasen. Dann soll sich eine Geschichte entwickeln und die Jugendlichen sollen mit einem eigenen kleinen Comic den Kurs verlassen.“
Seit Juni 2012 arbeitet Jörg Wollenberg im Kinder- und Jugendzentrum Welper mit und dort wird auch der Kurs stattfinden. Wollenberg ist Betreuer bei den Hausaufgaben und wollte mehr und gezielter mit Jugendlichen arbeiten. „Das Angebot für kleine Kinder ist sehr gut, aber für Teenager gibt es nicht so viel“. Er hat selbst einen fast 14jährigen Sohn und weiß, wovon er redet.
Malen, so Wollenberg, hat auch viel mit Beobachten und Konzentration zu tun. Für manche Jugendliche eine durchaus neue Entdeckung.
Mittlerweile braucht Jörg Wollenberg selbst für die Entwicklung von Figuren keine Vorlagen mehr, sondern kann vieles aus dem Kopf entwickeln.
Der Kurs im Kinder- und Jugendzentrum in Welper beginnt am Montag, 29. Oktober, jeweils 16 bis 17 Uhr. Es gibt bis zu den Weihnachtsferien acht Termine. Der Kurs ist auf zehn Kinder beschränkt und geeignet für Kinder ab zehn Jahren. Anmeldungen bei Caroline Goszyk vom Jugendzentrum unter Telefon 02324/62323 (nachmittags). Kosten entstehen den teilnehmenden Kindern und Jugendlichen nicht.
Und wer weiß, vielleicht findet sich jemand, der die Comics am Ende des Kurses in einer kleinen Vernissage auch noch ausstellt? Das wäre sicherlich ein besonderes Highlight für die jungen Künstler mit ihrem ersten eigenen Comic.

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