Besondere Gefahr durch das Jakobskreuzkraut

Seit etwa zehn Jahren erkennen wir eine in einem frischen sonnigen Gelb blühende Blume auf unseren Wiesen und Weiden: das Jakobskreuzkraut. Bisher wurde noch nicht wissenschaftlich geklärt, warum sich diese einheimische Pflanze plötzlich so rasant ausbreitet. Hauptsächlich stammt das Interesse an dem Kraut aus der Landwirtschaft. Rinder- und Pferdezüchter haben Verluste, weil das Gift der Pflanze die Tiere unheilbar erkranken lässt bis hin zum Verenden.
Der wissenschaftliche Name des Giftes lautet Pyrroliz Alkoid. Es wird vom Körper nicht abgebaut und in der Leber gesammelt. Durch die Nahrung kann das Gift auch an den Menschen weiter gegeben werden. Unheilbare Leberschäden drohen.
Befallene Wiesen dürfen nicht beweidet oder gemäht werden. Eigentlich meiden Weidetiere das Kraut, weil es extrem bitter schmeckt. Wird die Planze aber abgemäht verliert sich der Geschmack, die Tiere fressen dann unbemerkt das getrocknete Kraut mit. Somit erkranken die Tiere auch, wenn sie nicht auf der Weide grasen. Im Übrigen wird auch der extreme Rückgang der Kaninchenpopulation für die Pflanze verantwortlich gemacht.
Bekämpft werden kann das Jakobskreuzkraut nur durch das Ausreißen mit der kompletten Wurzel. Nichts darf im Boden bleiben, weil sich die Pflanze dann noch breiter vermehrt. Das Gestrüpp ist sorgfältig zu entsorgen. Bei allen Arbeiten an dem Kraut sind Handschuhe zu tragen, weil das Gift auch über die Haut aufgenommen wird.
Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Kinder auf oder an Wiesen spielen. Auch Wegränder sind gefährliche Stellen. Kinder dürfen diese verlockend aussehenden Pflanzen nicht berühren und schon gar nicht pflücken.

Autor:

Wolfgang Wevelsiep aus Hattingen

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