Das Freibad ist offen, die Diskussion bleibt

Heiß begehrt ist in Sprockhövel auch immer das Babybecken. Papa Jens Gloerfeld planscht hier mit seinem Sohn Ben (20 Monate) Foto: Sander
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  • Heiß begehrt ist in Sprockhövel auch immer das Babybecken. Papa Jens Gloerfeld planscht hier mit seinem Sohn Ben (20 Monate) Foto: Sander
  • hochgeladen von Dr. Anja Pielorz

Das Freibad in Sprockhövel hat wieder geöffnet. Pünktlich zum 1. Mai fiel der Startschuß in die nasse Saison. „Unbeschadet“ blieb an diesem Eröffnungstag der Leiter der ZGS, Ralph Holtze, den etliche Mitglieder des Fördervereines für eingeschränkte Öffnungszeiten und gestiegene Preise verantwortlich machen.

Ralph Holtze hatte noch nicht beide Füße auf Freibad-Boden, da drückten ihm erste Mitglieder des Fördervereines bereits blaue Flugblätter in die Hand. Eigentlich hätten sie diese ohne Erlaubnis gar nicht verteilen dürfen, doch Holtze zeigte sich später freundlich und erlaubte die Infoblättchen. Die enthielten nicht unbedingt neues Wissen. Man wolle sich bei „fehlender Unterstützung durch die Kommunalpolitik“ um den Erhalt des Freibades und seine qualitative Verbesserung kümmern.
Zwar hat niemand den Erhalt des Bades infrage gestellt und die Preiserhöhung war vielfach diskutiert und von der Politik per Ratsbeschluß abgesegnet worden, doch hinnehmen will zumindest ein Teil der Mitglieder des Fördervereines diesen Beschluß nicht. Vor allem die Erhöhung der Saisonkarte (der STADTSPIEGEL berichtete) ist ein Dorn im Auge.
Ralph Holtze, Leiter der ZGS und quasi Hausherr des Bades, hätte diese gern abgeschafft und durch Dreißigerkarten ersetzt. Die Subventionen einer Saisonkarte im Verhältnis zu Einzelkarten seien einfach zu hoch und für den ZGS-Leiter war dies eine Möglichkeit, die Einnahmen zu erhöhen – wie von der Kommunalen Aufsichtsbehörde gefordert.
Zwar entschied sich der Rat in diesem Jahr nicht für die Abschaffung, wohl aber für eine deutliche Preiserhöhung.
Jetzt werden Stimmen sportlicher Fördervereins-Mitglieder laut, dann ginge man eben zum TriTeam der TSG, die zum Training kostenlos das Freibad dreimal in der Woche besuchen dürfen...
In Sprockhövel kostet die Tageskarte für Erwachsene 3,70 Euro, die Dreißigerkarte 84 Euro und die Saisonkarte 170 Euro. Kinder und Jugendliche bis 17 Jahren zahlen als Tageskarte in Sprockhövel zwei Euro.

Ein Blick in andere Städte: In Hattingen zahlt man im Freibad in Welper 3,50 Euro als Erwachsener (Tageskarte), Die Dreißigerkarte kostet 75 Euro, die Saisonkarte 120 Euro. 2008 hat der Trägerverein Schwelmebad das Freibad von der Stadt übernommen. Der Verein kann immer noch nicht garantieren, ob das Freibad in dieser Saison überhaupt öffnen wird. Das Schwimm-In in Gevelsberg nimmt für eine Tageskarte 9,50 Euro; Kinder und Jugendliche zahlen 7,50 Euro. Das Freizeitbad Heveney nimmt für eine Tageskarte 14,50 Euro, Kinder und Jugendliche zahlen sieben Euro. Beim Westfalenbad in Hagen ist man mit 9,50 Euro bzw. als Kind/Jugendlicher mit 7,50 Euro dabei. Das Freibad Henkhausen in Hagen, generell 10 bis 18 Uhr geöffnet, nimmt für Erwachsene drei Euro, für Kinder/Jugendliche 1,50 Euro. Sprockhövels Freibad ist übrigens generell bis 20 Uhr geöffnet (Kassenschluß 19 Uhr), montags allerdings außerhalb der Ferien geschlossen.

Heiß begehrt ist in Sprockhövel auch immer das Babybecken. Papa Jens Gloerfeld planscht hier mit seinem Sohn Ben (20 Monate) Foto: Sander
Ralph Holtze, Leiter der ZGS in Sprockhövel

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