Axa-Gruppe und Gesundheitskonzern Fresenius verlängern Mietvertrag bis 2036 - Bürgermeister Glaser als Vermittler
Hattingen: Die Klinik bleibt in Holthausen

Zufriedenheit in allen Minen über den Verbleib der Klinik Holthausen am bisherigen Standort Am Hagen: (v.l.) Bürgermeister Dirk Glaser, Klinik-Geschäftsführer Dirk Rottwinkel und Dr. Axel Petershofer, Ärztlicher Direktor der Klinik.      Foto: Römer
  • Zufriedenheit in allen Minen über den Verbleib der Klinik Holthausen am bisherigen Standort Am Hagen: (v.l.) Bürgermeister Dirk Glaser, Klinik-Geschäftsführer Dirk Rottwinkel und Dr. Axel Petershofer, Ärztlicher Direktor der Klinik. Foto: Römer
  • hochgeladen von Roland Römer

Die bislang Helios-Klinik Hattingen-Holthausen hat dieser Tage nicht nur ihren Namen geändert in Vamed-Klinik Hattingen und bleibt weiterhin Mitglied im Gesundheitskonzern Fresenius, sondern wird auch künftig in Hattingen Am Hagen bleiben. Vertreter der Axa-Gruppe als Vermieter und der Klinik Holthausen einigten sich jetzt auf eine Verlängerung des Mietvertrages bis 2036.

"Ich freue mich, dass die Klinik in Hattingen bleibt. Damit bleibt unsere Stadt ein überregional bedeutender Gesundheitsstandort", sagt Bürgermeister Dirk Glaser. Nach der Stadtverwaltung ist die Klinik in Holthausen der größte Arbeitgeber der Stadt mit zurzeit 550 Mitarbeitern.
Wie der STADTSPIEGEL mehrfach ausführlich berichtete, konnte sich die Klinik-Geschäftsführung mit dem Vermieter ab 2016 nicht über einen Nachlass der Miete, die im siebenstelligen Bereich liegen soll, einigen. Durch diese hohen Mietkosten sei sie nach eigener Auskunft "wirtschaftlich in die Enge getrieben" worden. Daher beabsichtigte die Klink-Geschäftsführung, nach dem Auslaufen des aktuellen Mietvertrages 2022 entweder inklusive aller Mitarbeiter mit an eine Helios-Klinik in Wuppertal zu ziehen oder gleich in Hattingen selbst neu zu bauen. Hier war ein Grundstück an der Nierenhofer Straße im Gespräch auf dem ehemaligen Gelände von O&K.

Bürgermeister Dirk Glaser als Moderator an den Verhandlungen beteiligt

Zeitweise hatte sich Bürgermeister Dirk Glaser als Moderator an den Verhandlungen beteiligt und alle - wie er meinte - Hochs und Tiefs bei den Gesprächen mit durchlitten. Jetzt ist die Miete "erheblich gemindert" worden. Zahlen wollte Klink-Geschäftsführer Dirk Rottwinkel allerdings nicht nennen.
Die Vamed Klinik Hattingen hat bereits in der Vergangenheit in den Standort investiert und wird ihn auch künftig weiterentwickeln, verspricht er. Dafür bedarf es Investitionen in die Gebäudestruktur und in qualifizierte Mitarbeiter.
Die Klinik ist nach eigener Angabe in Deutschland das führende Zentrum für Robotikgestützte Therapien und hat die Ausstattung ihres Motorikparks umfangreich erweitert. Insgesamt verfügt die Klinik über 210 Betten im Erwachsenenbereich und 60 Betten im Kinder- und Jugendhaus.
Die Klinik Hattingen versorgt überwiegend schwerstbetroffene neurologische Patienten. Viele von ihnen werden direkt von den Intensivstationen nordrhein-westfälischer Krankenhäuser übernommen. Für diese Frühreha-Patienten gibt es derzeit in NRW keine ausreichende Versorgung.

Künftig 100 akutmedizinische Frühreha-Betten in Holthausen

"Wir haben daher bei der Bezirksregierung in Arnsberg die Aufnahme in den Krankenhausplan NRW beantragt, um zukünftig 100 akutmedizinische Frühreha-Betten der sogenannten Phase B betreiben zu dürfen. In dieser Phase bedürfen die Patienten einer spezialisierten medizinischen, pflegerischen und therapeutischen Versorgung, wie sie nur wenige Kliniken leisten können", erläutert Dirk Rottwinkel. Eine verbindliche Entscheidung der Bezirksregierung liegt allerdings noch nicht vor.

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