Sommergespräch 2019: heute mit...
Italienfan Matthias Tacke, Stadt Hattingen

Matthias Tacke liebt Italien, vor allem die Toskana. Der Sommerurlaub fällt für den neuen Fachbereichsleiter der Stadt Hattingen in diesem Jahr aber aus. Foto: Pielorz
  • Matthias Tacke liebt Italien, vor allem die Toskana. Der Sommerurlaub fällt für den neuen Fachbereichsleiter der Stadt Hattingen in diesem Jahr aber aus. Foto: Pielorz
  • hochgeladen von Dr. Anja Pielorz

Sein Arbeitsplatz ist heiß – zumindest in diesen Tagen. Das liegt nicht etwa am Job selbst, sondern eher an den räumlichen Bedingungen seines Büros in der Hüttenstraße. Matthias Tacke ist seit wenigen Tagen im Amt als Fachbereichsleiter mit Dezernentenfunktion bei der Stadt Hattingen. Er ist Nachfolger von Beate Schiffer. Mit dieser Aufgabe leitet er den neu gebildeten Fachbereich Schule und Sport. Darüber hinaus ist dem Juristen das gesamte Dezernat III mit den weiteren Fachbereichen Soziales und Wohnen sowie Kinder, Jugend und Familie unterstellt.
Ob der neue Job heiße Eisen enthalten wird, weiß Matthias Tacke natürlich noch nicht. Der gebürtige Bochumer hat mit seiner Familie sieben Jahre in Eberswalde/Brandenburg gelebt. Jetzt freut er sich zunächst einmal, wieder im Ruhrgebiet zu sein. „Es war ein guter und richtiger Zeitpunkt zum Wechseln. Ich habe zwei Söhne im Alter von drei und sechs Jahren und der Große kommt nach den Sommerferien in die Schule. Aufgrund unterschiedlicher Bildungsstrukturen in den Ländern, aber sicherlich auch im Hinblick auf soziale Kontakte ist das die perfekte Zeit für eine Neuausrichtung. Die Familien von meiner Frau und mir leben hier und es ist natürlich schön, wieder näher zusammen zu sein – so können die Großeltern auch das Aufwachsen der Enkel besser begleiten.“
Aufgrund des Umzugs fällt der Sommerurlaub für Familie Tacke in diesem Jahr zunächst einmal aus. „Im Sommer sind wir – auch wegen der Kinder – sonst immer ans Wasser gefahren. Gerne an die Ostsee, das war nicht weit. Oder auch mal nach Holland.“ Jetzt heißt es: Ankommen in der Verwaltung, erste Besuche bei Schulleitern – vor der Sommerpause hat er nicht alle von ihnen kennenlernen können. Das muss später noch nachgeholt werden. Hattingen als touristische Größe kannte der Bochumer schon lange. „Natürlich war man bei Veranstaltungen in Hattingen unterwegs. Altstadtfest und Weihnachtsmarkt sind bekannt. Ich schätze unsere Industriekultur sehr und wir haben viele Extraschichten absolviert – immer ein tolles Erlebnis.“ Gern erinnert sich an Tacke auch an seine Studienzeit an der Ruhr-Universität Bochum. „Ich habe mit Blick auf den Kemnader See gewohnt“. Jetzt erarbeitet sich Tacke gerade die städtischen Gebäude, vor allem die Schulen und Kitas – und ist mitten drin in Offenen Ganztagsangeboten und Schulentwicklungsplänen. Spannend, wie er findet, denn: „Pläne beruhen auf Prognosen. Für die nahen Zeitspannen lässt sich das gut machen, doch je weiter der Blick in die Zukunft gehen muss, desto schwieriger sind Prognosen zu erstellen. Und sie haben dann auch den Effekt, selten zu einhundert Prozent einzutreffen.“

Italienfan, aber kein grüner Daumen

Etwas Freizeit bleibt natürlich auch in der Einarbeitungsphase übrig. Dann ist Matthias Tacke gerne mit der Familie zusammen und das gerne im heimischen Garten und auch gerne am Grill. „Manchmal kommen wir richtig in großer Runde zusammen. Das finde ich gut.“ Sonst ist er beim Essen italienisch unterwegs – mit einem schönen Glas Weißwein. Und auch sonst liebt er das Land, in dem die Zitronen blühen. „Mich begeistert die Toskana, vor allem Florenz.“ Auf die Ohren gibt es gerne Rockmusik, auch durchaus in der akustisch härteren Variante und mit deutlich wahrnehmbarer Gitarre. Und wie sieht es mit dem grünen Daumen aus? „Auf keinen Fall“, winkt er sofort ab. „Sehr gnädige Kakteen könnten bei mir überleben“, lacht er.
Schule und Sport – die beiden großen Schwerpunkte seiner neuen Arbeit. Matthias Tacke hat klare Vorstellungen. „Eines der wichtigsten Schulthemen ist für mich alles, was mit Digitalisierung zu tun hat. Dazu gehören die baulichen Voraussetzungen ebenso wie die inhaltlichen Medienkompetenzen. Im Netz wird nichts vergeben und vergessen und das hat viel mit Bewusstmachung zu tun. Auf welche Weise Kinder und Jugendliche an die Benutzung der Medien herausgeführt werden ist für die Schulen gemeinsam mit dem Elternhaus ein wichtiger Prozess. Es geht hier nicht nur um die Frage, mit wie vielen technischen Geräten eine Schule ausgestattet ist. Es geht um Erziehung. Ein anonymer Kommentar im Netz kann deutlich spürbare Auswirkungen haben.“ Gut findet Tacke das aktuelle Engagement der Jugendlichen zum Thema Umwelt. „Wir beginnen, wieder stärker abzuwägen, was wir tun oder was wir lassen. Das vor dem Gedanken des Umweltschutzes zu tun, das finde ich richtig.“ Der Umweltgedanke findet auch im Sport seinen Niederschlag. „In Hattingen haben wir uns beispielsweise ja schon von der Granulatbefüllung bei Kunstrasenplätzen politisch verabschiedet. Wir müssen aber auch sehen, dass wir Umweltgedanken und Breitensportausübung in einen vernünftigen und für alle lebbaren Zusammenhang bringen.“ Und was den eigenen aktiven Sport angeht: „Ich würde gern mehr Fahrrad fahren. Ist meistens ein Zeitproblem – aber jetzt beginnt der Große mit dem Radfahren, also werde ich wohl hier öfter auf zwei Rädern unterwegs sein.“

Autor:

Dr. Anja Pielorz aus Hattingen

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