Junge Liberale Ennepe-Ruhr diskutieren über Cannabis Modellregion

v.l.n.r. Robin Berg (JuLis EN), Chris J. Demmer (DHV) Thorsten Groenda (Café Sprungbrett), Rainer Matheisen (FDP)
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Hattingen. Am vergangenen Montag richteten die Jungen Liberalen Ennepe-Ruhr eine Diskussionsveranstaltung im Bürgerzentrum Holschentor in Hattingen aus. Thema der Veranstaltung war der Vorstoß der JuLis den EN-Kreis zur Modellregion für eine kontrollierte Abgabe von Cannabis zu machen. Zu Gast waren Rainer Matheisen MdL, drogenpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Düsseldorfer Landtag, Chris J. Demmer, Sprecher der DHV Bergisches Land und Thorsten Groenda, Geschäftsführer der Hattinger Drogen- und Suchtberatung im Cafe Sprungbrett.

Rainer Matheisen (FDP) lobte das Veranstaltungsformat: „Um ein solches Modellprojekt zu realisieren, gebraucht es den Austausch mit Wissenschaftlern und weiteren Akteuren aus der Szene. Die heutige Diskussionsveranstaltung ist deswegen ein notwendiger erster Schritt, um einen fundierten Input für das weitere Vorgehen zu erfahren.“

„Durch das Forschungsverbot aufgrund des Verbrauchergesetzes fehlt es an umfangreichem Wissen in Bezug auf Cannabis und Suchtkrankheiten. Solche Modellregionen können hier dringend notwendige Erkenntnisse liefern“, ergänzt Chris J. Demmer vom Deutschen Hanfverband.

Durch die Freigabe von Cannabis könnten die Konsumenten endlich entkriminalisiert werden. „Mit Hilfe der Entkriminalisierung und der einhergehenden Trockenlegung des Schwarzmarktes können wir den betroffenen Personen leichter helfen, indem die Hemmschwelle zur qualifizierten Beratung gelockert wird. Problematischer Konsum fällt zudem bei einer kontrollierten Abgabe in den Abgabestellen leichter auf. Gelder die durch den Erwerb frei werden könnten künftig in die Prävention fließen. Hier geschieht noch zu wenig“, beschreibt Thorsten Groenda vom Café Sprungbrett die Situation.

„Zu der überflüssigen Stigmatisierung von Cannabis Konsumenten durch das bestehende Verbot gesellt sich eine massive Überlastung der Amtsgerichte. Mehr als ein Drittel der dort verhandelten Fälle beschäftigen sich nur mit Drogendelikten. Eine weitere Legalisierung von Cannabis schafft hier Räume für die Konzentration der Verfolgungsbehörden auf schwerwiegendere Delikte mit Fremdschädigung – in dubio pro libertate“, erklärt der Vorsitzende der Jungen Liberalen Ennepe-Ruhr, Robin Berg.

Durch die Ermöglichung eines Cannabis Erwerbs in zertifizierten Abgabestellen, sollen Konsumenten nicht mehr so leicht in Berührung mit härteren Drogen wie Kokain, oder Methamphetaminen kommen, welche beim Dealer um di Ecke ebenfalls zu erwerben sind und von diesen sogar angepriesen werden können. Eine kontrollierte Abgabe von Cannabis soll damit den Kontakt mit härteren Drogen verhindern.

„Bei der Konzeption einer Modellregion sind natürlich etliche Faktoren zu beachten. Insbesondere der Jugendschutz liegt uns am Herzen. Eine Abgabe an Menschen unter 18 Jahren sollte daher keinesfalls erfolgen, da im Jugendalter die Umbauprozesse im Gehirn von Konsumenten am gravierendsten nachweisbar sind“, erklärt die Kreispressesprecherin Anna Neumann abschließend.

Die Jungen Liberalen traten im März dieses Jahres mit der Forderung einer Modellregion hervor. Weitere Veranstaltungen zum Thema sind bereits in der Planung.

v.l.n.r. Robin Berg (JuLis EN), Chris J. Demmer (DHV) Thorsten Groenda (Café Sprungbrett), Rainer Matheisen (FDP)
Autor:

Robin Berg aus Hattingen

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