Klaus Knippschild: Ein Kandidat für die Realität

SPD-Stadtverbandsvorsitzender Werner Sauerwein und Fraktionsvorsitzender Klaus Knippschild, Bürgermeisterkandidat der SPD Sprockhövel  Foto: Pielorz
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Klaus Knippschild kocht gern. Was der 59jährige Bürgermeisterkandidat der SPD für Sprockhövel als politische Suppe vorsetzt, darf man als seriöse Hausmannskost bezeichnen. Das machte der verheiratete Familienvater zweier erwachsener Kinder und Großvater einer Enkeltochter auf einem Pressetermin deutlich.

Schon im November letzten Jahres hat die SPD die Katze aus dem Sack gelassen und Klaus Knippschild als Kandidaten für das Bürgermeisteramt nominiert. Die Wahl findet mit der Kommunal- und Europawahl am 25. Mai statt.
Seit 1994 ist Knippschild Mitglied im Rat der Stadt Sprockhövel, derzeit Fraktionsvorsitzender. Beruflich seit Jahren in der Schwelmer Verwaltung etabliert, ist der Sozialdemokrat ein Beispiel sachlicher Unaufgeregtheit.
Auch bei dem Pressetermin kann ihn nichts aus der Ruhe bringen. Er betont die Schönheit der Sprockhöveler Landschaft, die Wertigkeit der Stadt für Familien und Erholungssuchende, setzt aber auch auf die mittelständische Wirtschaft. „Vierzehn Millionen Euro Gewerbesteuerabgaben sind ein Pfund für Sprockhövel. Nur eine Million weniger bedeutet eine Heraufsetzung von 120 Prozentpunkten bei der Grundsteuer“.
Knippschild ist Garant für Bleibendes. Die Schulstandorte sollen so bleiben wie sie sind. Bei den Grundschulen sowieso, aber auch die Mathilde-Anneke-Schule (die ehemalige Hauptschule) soll keine andere Schulform bekommen. Er gibt ein klares Bekenntnis zum Erhalt des Freibades und verweist auf seine langjährige Mitgliedschaft im Förderverein und seine eigenen Vorlieben im Sport, vor allem dem Schwimmen.
Sich anhören, was die Menschen möchten, will er sich bei „Runden Tischen“, vor allem zu den Themen Wohnen und Barrierefreiheit. Er wünscht sich einen „Runden Tisch“ speziell in Niedersprockhövel, um die Hauptstraße ebenso aufwerten zu können, wie dies in Hasslinghausen mit der Mittelstraße geschehen ist. Nach wie vor setzt er auf das bipolare Festhalten von Bürgerbüro, Jugendzentren und Büchereistandorten in beiden Stadtteilen. Wenn 2015 die Grundschule Nord ausgezogen ist, kann er sich räumlich für Niedersprockhövel eine Lösung von Verwaltung und Bücherei an diesem Standort vorstellen.
Dann noch der Hinweis auf die Stärkung der Wirtschaft und die Verbesserung der Breitbandversorgung für ein schnelleres Internet. Das allerdings kann erst in den Haushaltsberatungen für 2015 finanziell einen Spielraum bekommen.
Zum Gegenkandidaten von CDU und Grünen, Ulli Winkelmann, sagt er nur: „Ich kenne ihn schon lange. Wir haben auch gemeinsam Handball gespielt. Dann haben sich die Lebenswege unterschiedlich entwickelt. Ich bin in Verwaltung und Politik gegangen, er in den Sport.“

Autor:

Dr. Anja Pielorz aus Hattingen

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