OPEL Bochum geschlossen: Auch Betriebe in HATTINGEN sind betroffen !

Nun ist es soweit Opel in Bochum Langendreer und Laer hat seine Laufbänder stillgelegt. Ein langes Leiden um das Weitergehen hat sein Ende gefunden, still und ohne spektakulären Arbeitskampf. Hieß es doch zunächst 2016 ist Schluss, beschlossen die Eigentümer, dass es nun schon 2014 passieren soll. Eine letzte Betriebsversammlung, Spind ausräumen, privates Eigentum einpacken, Werkseigentum abgeben, ein letztes Mal von den Kollegen verabschieden - das wars: ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Manche gehen in den Ruhestand. Für andere fängt eine ungewisse Zukunft an. Im Fernsehen sahen wir eine Reihe von Betroffenen die berichteten, daß sie nun hoffen müssen, dass sie z.B. das Häuschen jetzt noch abbezahlen können. Erworben hatten sie das Eigentum, als sie noch von einer Zukunft in Sicherheit träumen konnten.
Niemand sollte aber denken, daß die Sache "Opel" jetzt vorbei ist. Allerdings können sich die Mitarbeiter der Zulieferbetriebe jetzt auf eine ungwisse Durststrecke einrichten. Auch in Hattingen und dem restlichen EN-Kreis gibt es Betriebe, die von dem Aus für Opel betroffen sind. Doch was ist zu tun?
Gefragt ist nun mehr denn je eine engere Zusammenarbeit der regionalen Witschaftsverbände. Denn es kann ja nicht sein, daß Bochum den anstehenden Strukturwandel auf dem Opelgelände ohne seine Nachbarn durchziehen möchte. So haben wir mit Bochum eine gemeinsame Industrie- und Handelskammer. Eine enge Zusammenarbeit bietet sich deshalb gerade zwingend und selbstverständlich an. Die Politik wird prüfen, auf welche gemeinsamen Interessen wir mit Bochum an einen Tisch sitzen. Gemeinsame Potenziale gibt es wohl genügend. Da ist z.B. die Gesundheitswirtschaft, an der beide Städte gemeinsame Interessen haben. Auch auf dem Sektor der Hochschule und der Weiterbildung bietet sich einiges an. Vielleicht ist es möglich auf Hattinger Gelände endlich ein Hotel zu bauen, in denen Tagungen und Konferenzen stattfinden können.
Vergessen werden dürfen natürlich nicht die von der Opelschliessung betroffenen Betriebe bei uns. Sie sollten unbedingt an die Bedürfnisse der neuen Betriebe angepasst werden, um somit wieder in eine sichere Zukunft zu gelangen.
Mit dem Blick in die Zukunft sehen wir die Schliessung von Opel in Bochum auch als eine Chance auch für die wirtschaftliche Entwicklung in Hattingen. Wenn jetzt eine sinnvolle Gemeinsamkeit genutzt wird, geben wir der Stadt und auch unseren Kindern eine sichere und lebenswerte Zukunft.

Autor:

Wolfgang Wevelsiep aus Hattingen

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