SPD Parteitag: Große Koalition keine erste Wahl

Der Parteitag brachte es an den Tag. Die anstehenden Gespräche mit der CDU und CSU werden "ergebnis-offen" geführt. Dabei ist eine Groko für viele Sozialdemokraten nicht die erste Wahl. Über ein weiteres Vorgehen werden die Mitglieder entscheiden.
Es sind dabei nicht wenige, welche der Ansicht sind, dass eine Groko nicht sehr lange halten wird. Groß ist der Unterschied zwischen den Forderungen von CDU/CSU und SPD. Dabei ist abzusehen, dass keine Seite es sich erlauben kann, von ihren Forderungen etwas elementares zurückzunehmen. Von den Anhängern erwarten zu viele, dass ihre Wünsche auch umgesetzt werden.
Martin Schulz wurde wieder zum Vorsitzenden gewählt. Und seinen Wunschkandidaten für das Amt des Generalsekretären Klingbeil konnte er auch durchsetzen.
Insgesamt hat aber dieser Parteitag schon vor seinem Ende gezeigt, dass man auf dem Weg zu einer grundlegenden Erneuerung ist. Auch die Mitglieder der SPD sollen mehr als bisher eingebunden werden. Dabei soll auch die neue Digitalisierung eine erweiterte Mitarbeit und auch Mitsprache der Mitglieder ermöglichen. Eine Mutter von mehreren Kindern sollte dann nicht mehr an der Teilnahme an einer Mitgliederversammlung verhindert sein.
Welche Neuerungen der Parteitag gebracht hat, wird sich erst nach seinem Ende zeigen.

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