Wirtschaft vor Ort: Sprockhövel sieht sich gut aufgestellt

Beigeordneter Bernd Woldt, Detlef Merken (Wirtschaft und Marketing) und Bürgermeister Dr. Klaus Walterscheid vor Bildern und Skizzen der Haßlinghauser Mittelstraße.Foto: Pielorz
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„Wir sind gut aufgestellt als Wirtschaftsstandort“, sagt Bürgermeister Dr. Klaus Walterscheid zufrieden. Nicht nur die Gewerbesteuer habe sich gut entwickelt. Von angenommenen 13,4 Millionen in 2011 habe man de facto 17,9 Millionen Euro erzielt.

Auch die Arbeitslosenzahlen seien für Sprockhövel sehr gut. „Sie liegen unter fünf Prozent. Wir haben zur Zeit in der Stadt 6109 versicherungspflichtige Arbeitsplätze und in 2012 haben wir 17 Prozent mehr Ausbildungsplätze als 2011 bei zehn Prozent weniger Bewerber, was dem demographischen Wandel geschuldet sein dürfte.“
Gut angekommen sei auch die Berufsinfobörse der Gesamtschule. Auch die Zusammenarbeit mit der Hauptschule sei hervorzuheben.
„Sprockhövel ist ein starker Gewerbestandort, vor allem im Maschinenbau und als Eisenstandort. Wir versuchen auch, den Firmen Angebote zu machen, um sie hier am Ort zu halten“, erklärt der Bürgermeister.
Auch der Erste Beigeordnete Bernd Woldt ist mit der Entwicklung zufrieden. „2012 haben wir uns schwerpunktmäßig mit dem Einzelhandel beschäftigt. Die Bebauung des alten Sportplatzes mit Rewe Lenk und Aldi war eine richtige Entscheidung. 2000 Fahrzeuge pro Tag kommen, das hat eine Verkehrszählung ergeben“, so Woldt zufrieden. Auch glücklich ist er mit der Entscheidung des Landes NRW, der Stadt Wuppertal eine Unterlassungsverfügung im Hinblick auf die Ansiedlung von Ikea mit Homepark zu überstellen. „Der Homepark als Fachmarkt hätte unserem Einzelhandel sehr weh getan. Wir haben auch massiv interveniert und nicht nur Sprockhövel. Das hat ja auch bisher zu einem ersten Erfolg geführt.“
Ziel sei es, in einem kreisweiten Arbeitskreis einen Landesentwicklungsplan aufzustellen, um solche Zentren auf der grünen Wiese zukünftig verhindern zu können.
Und noch einen Zusammenschluss unter dem Vorsitz des Einzelhandelsverbandes gibt es: „Weil es vor allem im Bereich der oberen Mittelstraße in Haßlinghausen zunehmende Leerstände gibt, haben wir uns gemeinsam mit dem Werbering und Haus- und dem Grundbesitzer-Verein zusammengesetzt, um nach Lösungen zu suchen. Wir treffen uns einmal im Monat und beschäftigen uns mit den Themen Leerstände, Verkehr und Erhöhung der Aufenthaltsqualität der Mittelstraße. Die Straße ist eine Landesstraße mit etwa 12.000 Fahrzeugen pro Tag. Da muss man schon schauen, wo und welche Aufenthaltsqualität hier zu verbessern wäre. Das kann kurzfristig über Blumenkübel und Bänke erfolgen, es gibt aber sicher auch langfristige Maßnahmen“, so Woldt.
Auch die Wirtschaftliche Interessengemeinschaft (WIS) in Niedersprockhövel habe man von dem Projekt in Kenntnis gesetzt und einen solchen Arbeitskreis auch für diesen Ortskern angeboten. Der Vorsitzende, Christoph Bremkamp, habe sich das angehört und erklärt, er werde dies mit den Mitgliedern diskutieren und sich melden. Bisher habe man aber nichts gehört.
Mit im Boot von Marketing und Wirtschaftsförderung sitzt auch Detlef Merken.
Der städtische Mitarbeiter freut sich besonders darüber, dass die Gewerbesteuer seit vier Jahren nicht erhöht wurde und sich auf einem moderaten Niveau befindet.
„Das kann nicht jede Stadt von sich sagen.“
Etwa fünfzig Anfragen für Gewerbeflächen in Sprockhövel seien pro Jahr zu bearbeiten. Ein Erfolg sei beispielsweise in der Stefansbecke die Ansiedlung eines neuen metallverarbeitenden Betriebes aus Wuppertal. Insgesamt habe man dort nur noch 20.000 Quadratmeter Freifläche zur Verfügung. „Im Engelsfeld ist es schwieriger, weil die Topographie ein zehnprozentiges Gefälle ausweist. Hier können nur Bürogebäude errichtet werden.
In Niedersprockhövel haben wir zur Zeit keine Gewerbeflächen. Es gibt aber Verhandlungen mit einem Interessenten für das Gelände von Sedus Stoll und wir könnten das Gebiet Tackenberg an der Wuppertaler Straße noch entwickeln. Wir konnten auch einen Softwareentwickler an der Hattinger Straße in ein neues Gebäude vermitteln. Es wird jetzt bei dem Gebäude von Compudata an der Wuppertaler Straße ein neues Gebäude als Gründerzentrum entstehen. Dorthin wird die Softwarefirma umziehen. Und es stehen auch noch einige Büroflächen leer, die Geschäftsführer Manfred Wokittel auch fremd vergeben würde“, so Merken.
Bei Interesse kann man sich direkt mit der Firma unter 02324/97960 oder mit Detlef Merken unter 02339/917265 in Verbindung setzen.
Daneben sei die Bestandspflege ein weiterer Baustein. Zusammen mit der EN-Agentur gäbe es regelmäßige Gespräche mit Unternehmen vor Ort, ergänzt durch Business Breakfast der Sparkasse und der EN-Agentur.
Merken verweist außerdem auf das monatliche Gesprächsangebot für Fördermittelberatung. Für einen Termin kann man sich direkt mit ihm in Verbindung setzen.
Einig ist sich das Stadtspitzen-Trio jedenfalls in den guten Bewertungen – trotz der Krise in Europa.

Autor:

Dr. Anja Pielorz aus Hattingen

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