Besinnliches von Sven Christer Scholven: "Soziales Netzwerk"

Kaplan Sven Christer Scholven, St. Peter und Paul, Hattingen
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Sogenannte „Soziale Netzwerke“ sind ungemein beliebt. Ohne großen Aufwand erlauben sie mir, mit einer beliebigen Anzahl von Menschen in Kontakt zu treten. Ein Klick – und ich bin Teil der weltweiten Online-Community. Ich gehöre dazu, selbst wenn meine unmittelbaren Lebensbezüge sich eher beziehungsarm darstellen.
Wer glaubt, ist noch in ein anderes Netzwerk eingebunden. Wir Christen nennen es Kirche. Durch diese Gemeinschaft bin ich mit allen Menschen überall auf der Welt verbunden, die auch Christen sind. Aber das Netzwerk der Kirche reicht noch darüber hinaus. Daran erinnern die beiden Feste, die am Beginn des Monats November stehen.
Allerheiligen erinnert mich daran, dass vor mir immer schon andere Menschen versucht haben, ihren Glauben zu leben. Frauen und Männer, denen der Glaube an Jesus Christus Motivation und Richtschnur war, um ihr Leben in einer bestimmten Weise zu gestalten. Mit ihnen allen weiß ich mich aufgrund unseres gemeinsamen Glaubens verbunden. Uns eint der eine Gott. Durch alle Zeiten hindurch hinterlässt sein Wirken Spuren im Leben von Menschen. Menschen wie du und ich.
Und Allerseelen? Auch dieses Fest scheint den Blick in die Vergangenheit zu richten: Wir Christen gedenken unserer Verstorbenen. Wir erinnern uns an Beziehungen, die der Tod zerrissen hat.
Aber damit verbinden Christen zugleich die Hoffnung, dass diese Beziehungen auf andere Weise fortdauern. Unsere Verstorbenen sind jetzt Teil der großen Schar aller Heiligen. Sie leben in der vollkommenen Gemeinschaft mit Gott. In ihm bleiben Lebende und Verstorbene miteinander verbunden. So lenkt Allerseelen auch den Blick in die Zukunft des Menschen.
Die vielen Kerzen, die in diesen Tagen an den Gräbern angezündet werden, sind darum für mich echte Hoffnungslichter. Sie erhellen ganz behutsam den Weg, den auch mein Leben irgendwann nimmt: Durch den Tod zur Auferstehung ins ewige Leben bei Gott. Die Beziehung zu ihm reißt niemals ab.
Das erlebbar zu machen, ist der Auftrag des „sozialen Glaubensnetzwerkes“ Kirche durch alle Zeiten hindurch. Nicht bloß virtuell, sondern real. Jeden Tag.
Eine gesegnete neue Woche wünscht Ihnen

Sven Christer Scholven,
Kaplan, St. Peter und
Paul, Hattingen

Autor:

Dr. Anja Pielorz aus Hattingen

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