Richtig trennen ist sowohl gut fürs Klima als auch für den Geldbeutel - Stadt kontrolliert
Hattinger, bitte mehr Biomüll!

Bürgermeister Dirk Glaser, Abfallberaterin Cornelia Padtberg und Karina Birka (v.l..) vom Ennepe-Ruhr-Kreis werfen einen Blick in die Hattinger Restmülltonnen. Foto: Römer
  • Bürgermeister Dirk Glaser, Abfallberaterin Cornelia Padtberg und Karina Birka (v.l..) vom Ennepe-Ruhr-Kreis werfen einen Blick in die Hattinger Restmülltonnen. Foto: Römer
  • hochgeladen von Roland Römer

Hattingen ist Spitzenreiter da, wo es wehtut: 56 Prozent des Biomülls landen nämlich in der Restmülltonne. Und das kostet die Stadtverwaltung und damit jeden einzelnen Bürger richtig Geld. Daher werden ab sofort die Restmülltonnen kontrolliert und mit einem Aufkleber versehen. Start war diese Woche in Blankenstein.

„Wenn Müll richtig getrennt wird, spart die Stadt Geld und kann die Müllgebühren dann auch senken“, erklärt Bürgermeister Dirk Glaser bei der Vorstellung der Aktion im Wiesenhof in Blankenstein.
"Im Kreisgebiet landen 20.000 Tonnen Biomüll in der Restmülltonne", nennt Elisabeth Henne vom Ennepe-Ruhr-Kreis die unschönen Fakten. Deshalb gibt es die Aktion mit den Aufklebern „Kein Biomüll in die Restmülltonne“. Denn: "Eine Bananenschale kann 34 Minuten Licht erzeugen, wenn sie tatsächlich in der Biotonne landet", weiß sie. Ihre Kollegin Karina Birka ergänzt: "Mülltrennung ist eigentlich ganz einfach: Alles vor und nach dem Kochtopf gehört in den Biomüll."
Küchenabfälle können in Zeitungspapier oder Papierbeutel eingewickelt werden. Aber es gibt auch spezielle Beutel aus einem besonderen Kunststoff, der innerhalb von 30 Tagen verrottet. Vorteil: Er weicht nicht durch. Zu bekommen sind diese Beutel aus Biokunststoff bei den städtischen Verkaufsstellen für drei Euro pro 25 Stück. Nicht geeignet sind sie für den Gartenkompost, denn sie benötigen 70 Grad zum Verrotten.
Aus dem Biomüll, der in der Biotonne landet, wird im Ennepe-Ruhr-Kreis grüner Strom gewonnen und Kompost erzeugt.

Aus Biomüll wird grüner Strom

Die städtische Abfallberaterin Cornelia Padtberg erläutert: "Beim Biomüll hat Hattingen eine Steigerung von 20 Prozent zu verzeichnen. Im Jahr 2018 hatten wir rund 250 Tonnen weniger. Daher konnten wir dem EN-Kreis gegenüber 12.000 Euro an Abfallgebühren sparen. Um im Kreisgebiet nicht mehr an letzter Stelle zu stehen, benötigen wir mindestens 1.200 Tonnen mehr Biomüll.“
Es könnte auch ein Bußgeld von um die 100 Euro verhängt werden, wenn Bio- und Restmüll nicht getrennt werden. Wer hingegen richtig trennt, kann sogar sparen, denn die Gebühren für Restmüll sind höher als für Biomüll. Die Aufkleber auf den Restmülltonnen sollen die Hattinger bei der richtigen Mülltrennung unterstützen.

Autor:

Roland Römer aus Hattingen

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