Interreligiöses Friedensgebet findet am Sonntag in Winz-Baak statt
"Jetzt erst recht!"

Super Stimmung herrschte beim Aufbau der neuen Freilichtbühne im Innenhof des Gemeindezentrums der Evangelischen Kirchengemeinde Winz-Baak. Die freiwilligen Helfer ließen sich nicht lange bitten.
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  • Super Stimmung herrschte beim Aufbau der neuen Freilichtbühne im Innenhof des Gemeindezentrums der Evangelischen Kirchengemeinde Winz-Baak. Die freiwilligen Helfer ließen sich nicht lange bitten.
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Eine Außenterrasse, die nicht mehr gebraucht wird, eine spontane Idee und 15 starke Männer, die sich ruckzuck zum Helfen versammelten: So kam die Evangelische Kirchengemeinde Winz-Baak zu ihrer neuen Freilichtbühne, auf der am kommenden Sonntag, 15. November, das Interreligiöse Friedensgebet gefeiert wird.

Die Idee zu der Freilichtbühne kam Pfarrer Bodo Steinhauer, als er die Außenterrasse der geschlossenen Traditionsgaststätte Benecken sah. Dort wurde sie nicht mehr gebraucht. Und würde man die Terrasse drehen, wäre das eine tolle Bühne für den Innenhof des Gemeindezentrums, so die Idee. Gesagt, getan.

Freiwillige Helfer packten mit an

"Sofort haben sich freiwillige Helfer gemeldet, um mit anzupacken", freut sich Pfarrer Bodo Steinhauer über den Zusammenhalt in seiner Gemeinde. 15 Männer kamen spontan zusammen, um die Bühne in fünfeinhalb Stunden Arbeit abzubauen, zu transportieren und wieder zu montieren - "und das bei super Stimmung", erzählt der Pfarrer.

Friedensgebet dieses Jahr ohne Gesang

Am kommenden Sonntag, 15. November, kommt die neue Freilichtbühne schon zum Einsatz. Dann findet ab 18 Uhr das Interreligiöse Friedensgebt im Innenhof des Gemeindezentrums der Evangelischen Kirchengemeinde Winz-Baak, Schützstraße 2, statt. In diesem Jahr leider ohne gemeinsames Singen und mit angepasster Liturgie - aber es findet statt, und das ist die Hauptsache.
"Die terroristischen, hinterhältigen Anschläge der vergangenen Wochen haben ein gemeinsames Ziel: Sie wollen unsere Demokratie destabilisieren und Zwietracht und Misstrauen säen zwischen den Religionen. Darauf gibt es nur eine Antwort: Jetzt erst recht!" Für Pfarrer Bodo Steinhauer sind Frieden und Gerechtigkeit Herzens- und Lebensthemen. Und darum wird auch in diesem Jahr gebetet - Corona konform, draußen und mit allen notwendigen Schutzvorkehrungen.
Das Interreligiöse Friedensgebet, das Bodo Steinhauer "vor Ewigkeiten" mitgegründet hat, hat in Hattingen eine gute Tradition. Einmal im Jahr, zum Abschluss der ebenfalls traditionellen Hattinger Gedenk- und Aktionswoche für Toleranz und Demokratie, laden die verschiedenen Religionen der Stadt zum gemeinsamen Gesang und Gebet ein.

Frieden und Gerechtigkeit

"Wir wollen unsere Sehnsucht nach Frieden und Gerechtigkeit miteinander teilen, uns gegenseitig in unserem Sosein und Anderssein erkennen und uns im gemeinsamen Beten und Singen vereinen. Wir hören dazu auf unsere Texte und Lieder, auf unsere Herzen und Traditionen", mit diesen Worten luden die Veranstalter - Bahai, Buddisten, Christen, Juden und Muslime - immer wieder ein, gemeinsam mit der Band Taktvoll Friedenslieder anzustimmen.
Corona und der November-Lockdown durchkreuzten die Planungen für 2020. Doch da die Religionsgemeinschaften seit März schön Übung darin haben, Open-Air-Gottesdienste zu organisieren, "war das logistisch keine große Sache", so der evangelische Theologe.
120 Besucherinnen und Besucher, wie im vergangenen Jahr, können natürlich nicht zusammenkommen. "Wir haben die Liturgie auf 30 Minuten gekürzt und trotzdem sind alle Religionen beteiligt", freut sich Bodo Steinhauer. Das Gebet findet bei jedem Wetter statt - sollte es regnen, können die Besucher unter mehreren Faltzelten Schutz suchen. "Eingeladen sind ausdrücklich Menschen aller Religionen und auch Zweifelnde", so Bodo Steinhauer.

Super Stimmung herrschte beim Aufbau der neuen Freilichtbühne im Innenhof des Gemeindezentrums der Evangelischen Kirchengemeinde Winz-Baak. Die freiwilligen Helfer ließen sich nicht lange bitten.
Die Außenterrasse an der Traditionsgaststätte Benecken dient nun als Freilichtbühne.
Autor:

Mirella Turrek aus Hattingen

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