Fußball am Wochenende

Hoffentlich kann Jürgen Margref hinterher auch noch so nett lächeln: Sonntag erwarten die Sportfreunde Niederwenigern Tabellenführer Cronenberger SC
  • Hoffentlich kann Jürgen Margref hinterher auch noch so nett lächeln: Sonntag erwarten die Sportfreunde Niederwenigern Tabellenführer Cronenberger SC
  • hochgeladen von Dr. Anja Pielorz

(von Toni Bertrams) Es wird immer spannender: In der Westfalenliga kämpfen die Fußballer der TSG Sprockhövel noch um einen Oberliga-Platz, während beide Teams der Sportfreunde Niederwenigern nach ihren Aufstiegen gerne ihre Plätze in der Landes- beziehungsweise Bezirksliga halten würden.

Westfalenliga, Gr. 2
Zwar hat die TSG Sprock­hövel aus den vergangenen drei Partien gerade mal einen Punkt geholt, aber ausgeschieden ist sie aus dem Rennen um die Oberliga-Plätze noch nicht. Vor der Partie am Sonntag (15.30 Uhr) bei der SpVg. Olpe im Kreuzbergstadion (Am Finkenhagen 17) liegt das Team von Trainer Lothar Huber auf Rang neun (38 Punkte, 38:36 Tore) und vier Zähler hinter einem sicheren Oberliga-Platz.
„Wir haben eh nichts mehr zu verlieren“, sagt der 59-jährige TSG-Coach fünf Spieltage vor Saisonende. Also werden die Sprockhöveler ihr Heil vor allem auch in der Offensive suchen. „Wir müssen mindestens vier Spiele gewinnen, am besten alle fünf“, sagt Lothar Huber. Es wird gewiss nicht einfach am Sonntag, „weil die Olper momentan auch ein bisschen im Aufschwung sind“ (Huber): Doch wer in die Oberliga will, der muss beim Tabellenelften (34 Punkte, 47:56 Tore) gewinnen. Zumal er diesen schon im Hinspiel beherrscht und mit 4:1 geschlagen hat.
Allerdings weiß Lothar Huber nicht, wie sein Team auftreten wird: „Sollten wir eine Leistung wie gegen Wattenscheid bringen, wird das kein Problem. Aber eben auch nur mit so einer Leistung und nicht mit ein paar Prozent weniger.“
Dabei kann der TSG-Trai­ner erneut auf seine beste Besetzung zurückgreifen – bis auf Dauer-Patient Maximilian Claus. Nach seinem Wadenbeinbruch trainiert der 20-Jährige aber schon wieder leicht mit. „Das sieht noch etwas unrund aus, aber Max ist sehr ehrgeizig“, meint Lothar Huber. „Vielleicht kann er sogar die letzten beiden Spiele wieder mitmachen.“
Verlegt hat die TSG ihr nächstes Heimspiel. Der ASC 09 Dortmund – trainiert vom ehemaligen Sprockhöveler Jörg Silberbach – wird bereits am Freitag (4. Mai, 19.30 Uhr) im Baumhof gastieren. Anstoß: 19.30 Uhr.

Landesliga Niederrhein, Gr. 1
Die Sportfreunde Nieder­wenigern erwarten am Sonntag (15 Uhr) auf dem Glückauf-Sportplatz das Top-Team der Liga, Spitzenreiter Cronenberger SC (61 Punkte, 73:22 Tore). „Die beste Mannschaft der Liga, der designierte Aufsteiger“, glaubt SFN-Trainer Jürgen Margref. Aber: „Die Cronenberger müssen Verständnis aufbringen, dass sie ihre Feierlichkeiten verschieben müssen. So, wie wir im Moment drauf sind.“
Richtig gut, und das be­weist die Rückrunden-Tabelle: Dort liegt der Tabellen-13. (23 Punkte, 44:42 Tore) nämlich mit 16 Zählern und lediglich neun Gegentreffern – das ist Liga-Topwert! – auf dem vierten Platz und nur drei Punkte hinter den Wuppertalern.
Mut macht Jürgen Margref aber nicht nur der gute Lauf seines Teams, sondern auch das Hinspiel (1:3), als „der Innenpfosten unseren Ausgleich verhindert und der Ball auf der anderen Seite vom Innenpfosten reinspringt“, erinnert er und wiederholt: „Wir können gegen den Tabellenletzten Heiligenhaus verlieren, wir können aber auch gegen Cronenberg gewinnen.“
Positiv ist bei den Sportfreunden, dass es in dieser wichtigen Schluss-Phase der Saison kaum Personalsorgen gibt. Inzwischen ist auch Torwart Marius Nieland nach seinem Bänderriss in der Schulter wieder ins Training eingestiegen und könnte am Sonntag ein Thema für die Bank sein.
Möglicherweise kann auch Ercan Kizan nach seiner Nasenbeinbruch-Operation mit einer Maske spielen.
Eine Option ist zudem Routinier Marcus John, der am Sonntag beim 1:0 ins Ronsdorf gefehlt hat. „Aber die elf Spieler, die da aufgelaufen sind, haben einen richtig guten Job gemacht“, findet der SFN-Coach.

Bezirksliga Westfalen, Gr. 14
Die Enttäuschung, das Spitzenspiel bei Tabellenführer CSV SF Linden mit 1:2 verloren und sich damit aus dem Rennen um den Landesliga-Aufstieg verabschiedet zu haben, sitzt beim SC Obersprockhövel nach wie vor tief. „Das war unverdient“, sagt Uli Sieweke, der Trainer des jetzigen Tabellendritten (37 Punkte, 44:27 Tore). „Das Spiel musst du 1:0 gewinnen. Mein Puls war am Ende weg.“
Ein zumindest kleines Motivationsproblem für die restlichen sechs Partien ist nicht auszuschließen. „Wir wollen die nächsten Spiele trotzdem gewinnen, und dann wirst du halt Zweiter“, sagt Uli Sieweke und blickt vor allem auch auf die Entwicklung seiner Mannschaft. „Die ist super“, betont er. „Wenn das so weiterläuft, sieht das gar nicht schlecht aus.“
Zum nächsten Teil dieser Weiterentwicklung treten die Obersprockhöveler am Sonntag (15 Uhr) am heimischen Schlagbaum gegen die TSG Herdecke an, die sie in der Hinrunde mit 3:1 besiegt haben und die auf Rang elf (18 Punkte, 30:44 Tore) um den Klassenerhalt zittern muss.
Fehlen werden Nils Rosenbach (verhindert) sowie zu 90 Prozent Dominik Degelmann (Polizei-Einsatz).

Nach jetzt vier Spielen in Serie ohne Sieg möchte Peter Kursinski, der Trainer des Tabellenfünften Hedefspor Hattingen (31 Punkte, 38:28 Tore), gerne mal wieder den Hinrunden-Knopf drücken. „Das hat sich ja in diesem Jahr nicht ganz so positiv entwickelt, wie wir uns das gedacht hatten“, sagt er vor der Partie beim Tabellen-13. TuS Esborn (14 Punkte, 26:56 Tore). „Aber das kommt auch nicht ganz so überraschend.“
Ein ganz wichtiger Mann wird dem Hedef-Team am Sonntag (15 Uhr, Am Böllberg) in Wetter fehlen: Routinier Çetin Aydin, der Wadenprobleme hat. Eigentlich hatte Peter Kursinski mit dem 35-Jährigen ja vereinbart, nur zweimal in der Woche zu trainieren: „Aber er ist so ehrgeizig, dass er das nicht macht.“
Außerdem fehlen Serdal Turan (Urlaub) und Ufuk Mercimek. Der A-Jugendliche, der 17 von 20 Spielen bestritten hat, gehört nach Differenzen, die er selbst jedoch nicht zu verantworten hat, nicht mehr zum Kader.
Zwar hat es im Hinspiel gegen den TuS einen 4:2-Sieg gegeben, aber einen Vergleich lässt Peter Kursinski nicht zu: „Für die Esborner ist es wohl die letzte Chance und in diesem Jahr haben sie – anders als wir – recht ordentliche Ergebnisse erzielt. Deshalb wird es keine Aufgabe, die mit links zu erfüllen ist.“ Erstmals zum Aufgebot wird wohl Rückkehrer Fatih Kayaoglu zählen.

Der Tabellenzehnte TuS Hattingen (20 Punkte, 35:44 Tore) hat am Wochenende spielfrei.

Bezirksliga Niederrhein, Gr. 3
Wer’s gerne knackig formuliert hätte, für den ist die Partie der Sportfreunde Niederwenigern II am Sonntag bei der Essener SG 99/06 schon ein Abstiegs-Endspiel.
Eine Partie, die der Tabellen-14. (22 Punkte, 33:68 Tore) beim Tabellen-13. (23, 40:73) gewinnen muss? „Wir dürfen zumindest nicht verlieren“, entgegnet Trainer Mirko Kursinski. „Ein Sieg wäre nicht zu verachten und extrem wichtig – gerade auch, wenn ich mir unser Restprogramm anschaue.“
Das 0:6 vom vergangenen Sonntag gegen Spitzenreiter Mülheimer SV 07 hat die SFN-Reserve schnell abgehakt: „Die waren einfach zu stark“, blickt Mirko Kursinski zurück, der sich auch um die Qualität seines Teams vor der Partie an der Hubertusburg (Dinnendahlstraße 25a) keine Sorgen macht: „Bisher haben wir gegen die unteren Mannschaften immer gut ausgesehen und wir sind definitiv stark genug, um dort zu gewinnen.“ Wie im Hinspiel, als es ein 2:1 gegeben hat. „Aber jetzt ist das eine Kopfsache, das Können abzurufen.“
Weil der Landesliga-Kader zurzeit sehr gut bestückt ist, kann Mirko Kursinski davon ausgehen, trotz der parallelen Anstoß-Zeit die eine oder andere Verstärkung aus dem Team von Trainer Jürgen Margref zu bekommen.

Autor:

Dr. Anja Pielorz aus Hattingen

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