Fußball: TSG punktet gegen Spitzenreiter SG Wattenscheid 09 - Sieg für SFN - SCO patzt im Top-Spiel

Gegen Westfalenliga-Spitzenreiter SG Wattenscheid 09 (dunkle Spielkleidung) schaffte die TSG Sprockhövel am Baumhof ein 0:0. Hier bedrängen Hakan Gültekin (links) und Adrian Wasilewski (rechts) den Wattenscheider David Zajas. Im Hintergrund: Berkant Canbulut.   Foto: Sander
  • Gegen Westfalenliga-Spitzenreiter SG Wattenscheid 09 (dunkle Spielkleidung) schaffte die TSG Sprockhövel am Baumhof ein 0:0. Hier bedrängen Hakan Gültekin (links) und Adrian Wasilewski (rechts) den Wattenscheider David Zajas. Im Hintergrund: Berkant Canbulut. Foto: Sander
  • hochgeladen von Roland Römer

(von Toni Bertrams)

Das war gut fürs Selbstvertrauen: Die Westfalenliga-Fußballer der TSG Sprockhövel holten gegen Spitzenreiter SG Wattenscheid 09 einen Punkt, während sich Landesligist Sportfreunde Niederwenigern beim TSV Ronsdorf durchsetzte. Indes patzte der SC Obersprockhövel im Bezirksliga-Topspiel bei Tabellenführer CSV SF Linden.

Westfalenliga, Gr. 2
TSG Sprockhövel – SG Wat­tenscheid 09 0:0, FC Brünninghausen – TuS Ennepetal 1:2, TuS Eving-Lindenhorst – FSV Werdohl 3:0, SF Oestrich-Iserlohn – ASC 09 Dortmund 1:3, BV Brambauer-Lünen – SpVg. Olpe 2:4, SuS Langscheid/Enkhausen – SpVgg Erkenschwick 0:6, DSC Wan­ne-Eickel – 1. FC Kaan-Marienborn 0:0, BV Westfalia Wickede – TuS Heven 2:4. Spielfrei: DJK TuS Hordel.

TSG Sprockhövel
Letztlich hat die TSG Sprockhövel in der Fußball-Westfalenliga nur ein Pünktchen mehr auf ihrem Konto und ist sogar auf Platz neun abgerutscht (38 Zähler, 38:36 Tore). Aber dieses 0:0 vor 400 Zuschauern im Baumhof gegen Spitzenreiter SG Wattenscheid 09 hat Trainer Lothar Huber gut getan. Und es macht ihm Mut, doch noch einen Platz für die neue Oberliga zu ergattern, von dem sein Team vier Punkte trennen.
Glücklich war der 59-Jährige sowieso schon, weil sich Borussia Dortmund tags zuvor die Deutsche Meisterschaft gesichert hatte. „Aber das war ja nicht überraschend“, sagte der ehemalige BVB-Profi. Überraschter war denn schon vom Auftritt seines Teams. „Das war eine richtig gute Steigerung“, befand er. „Und zwischen der 50. und 75. Minute hätten wir das Ding eigentlich für uns entscheiden müssen.“
Nach einer ersten Halbzeit, die von Taktik und Abtasten geprägt war, sah Lothar Huber einen starken Auftritt seiner Mannschaft. „Aber“, und das verschwieg er nicht, „wir hatten am Ende auch Glück, dass Patrick Knieps zweimal super gehalten hat.“
Nun herrscht erst einmal wieder Optimismus. „Wenn wir so die letzten fünf Saisonspiele bestreiten, können wir noch mal richtig angreifen“, glaubt Lothar Huber. Und wie viele Punkte muss sein Team holen, um die Oberliga-Qualifikation zu schaffen? „Eigentlich alle“, sagt er. „Mindestens vier Spiele müssen wir aber gewinnen, um noch eine reelle Chance zu haben.“

Landesliga Niederrhein, Gr. 1
TSV Ronsdorf – Sportfreunde Niederwenigern 0:1, SC Velbert – Rot-Weiß Essen II 1:2, SV Adler Osterfeld – SV Burgaltendorf 3:2, ESC Rellinghausen 06 – SSV Sudberg 2:1, FSV Vohwinkel – DJK Arminia Klosterhardt 3:3, Cronenberger SC – SSVg 09/12 Heiligenhaus 4:1, SpVg Schonnebeck – Vogelheimer SV 2:3, Tgd. Essen-West – TSV Safakspor Oberhausen 2:2.

Sportfreunde Niederwenigern
Das war ein fast perfekter Sonntag für den Landesliga-Aufsteiger: Erst setzte er sich mit 1:0 (1:0) beim TSV Ronsdorf durch und hörte dann, dass der Tabellendrittletzte Tgd. Essen-West nach einer 2:0-Führung nur ein 2:2 gegen den TSV Safakspor Oberhausen geschafft hatte. So haben die Sportfreunde Niederwenigern auf Rang 13 nun ein Zwei-Punkte-Polster auf die Abstiegsränge (23 Zähler, 44:42 Tore).
Zufrieden war Trainer Jürgen Margref vor allem mit der Leistung seiner Mannschaft in der zweiten Halbzeit. „Da haben sich alle an die Vorgaben gehalten und schon gesehen, dass es leichter geht“, sagte der 43-Jährige. So schafften es die Wuppertaler in den zweiten 45 Minuten nicht einmal, SFN-Keeper Daniel Paries ernsthaft in Gefahr zu bringen.
Das hatte im ersten Abschnitt noch anders ausgesehen. „Wir haben Ronsdorf zu viele Räume gegeben“, sagte Jürgen Margref und sprach auch von ein bisschen Glück. So verhinderte die Latte, dass der Ball im SFN-Kasten einschlug. Dass es dann nach 26 Minuten plötzlich 1:0 für sein Team stand, hatte sogar den Trainer überrascht. Einen Konter schloss Florian Machtemes nach Vorarbeit von Fabian Lümmer clever mit einem platzierten 16-Meter-Schuss zum 1:0 ab und zum fünften Saisonsieg des Tabellensiebten der Rückrunden-Tabelle (13 Punkte).

Bezirksliga Westfalen, Gr. 14
CSV SF Linden – SC Ober­sprockhövel 2:1, Hedefspor Hattingen – TuS Ennepetal II 2:3, VfB Westhofen – TuS Hattingen 0:0, Geisecker SV – FSV Gevelsberg 1:4, TSG Herdecke – TuS Esborn 3:1, TuS Wengern – VfB Schwelm 4:4, SC Berchum/Garenfeld – ETuS/DJK Schwerte 2:4.

SC Obersprockhövel
Uli Sieweke hatte den Traum, das Rennen um den Landesliga-Aufstieg noch einmal spannend zu machen. Daraus wurde aber nichts, und das war deshalb besonders ärgerlich, „weil meine Jungs super gekämpft haben“, sagte der Trainer des SC Obersprockhövel nach dem 1:2 (0:0) bei Spitzenreiter CSV SF Linden. So purzelte der SCO bei jetzt sieben Punkten Rückstand (37 Zähler, 44:27 Tore) auf Platz drei.
Von Beginn an ließen die Obersprockhöveler ihren unbedingten Siegeswillen erkennen und wurden in der 52. Minute auch belohnt: Muhidin Ramovic traf zum 1:0. Allerdings blieben die hochkarätig besetzten Gastgeber vor allem bei Standards gefährlich und so schafften sie in der 72. Minute auch das 1:1, um zwei Minuten vor dem Abpfiff den 2:1-Siegtreffer nachzulegen. „So ein Tor darfst du kurz vor Schluss einfach nicht mehr bekommen“, ärgerte sich Uli Sieweke.

Hedefspor Hattingen
Peter Kursinski, der Trainer des nur noch Tabellenfünften Hedefspor Hattingen (31 Punkte, 38:28 Tore), hat schon viel erlebt. Aber drei Gegentreffer nach Elfmetern, in einem einzigen Spiel? Und nach dem 2:3 (1:2) gegen den TuS Ennepetal II war er mit der Leistung des Unparteiischen-Gespanns um Schiri Christian Vahle (Gelsenkirchen) auch nicht zufrieden. „Wenn man alles zusammennimmt“, sagte er, „hätten wir das Spiel mit 3:2 gewonnen.“
Das 0:1, das Mathias Lepczynski durch ein Handspiel verursacht hatte, glich Yavuz Derin aus (18.). Nachdem der Tabellenzweite dann aber durch zwei Foulelfmeter bis zur 50. Minute auf 3:1 davongezogen war, gelang Faruk Inci zwei Minuten vor dem Ende nur noch Ergebniskosmetik. „Mit einem Schiedsrichter-Gespann haben wir immer Pech“, sagte Peter Kursinski, der Afeez Yaya Ola trotz dessen Knieverletzung in der Startelf aufbieten konnte. „Der Elfer zum 1:3 war ein Witz.“

TuS Hattingen
Zumindest einen Punkt entführte der TuS Hattingen beim VfB Westhofen und hielt die Schwerter dank des 0:0 im Kampf gegen den Abstieg auf Abstand. Gewiss war für den Tabellenzehnten (20 Punkte, 35:44 Tore) mehr drin, aber „wir haben einige Konter nicht clever und effektiv genug zu Ende gespielt“, sagte TuS-Spielertrainer Marius Kundrotas.
Schon am Mittwoch (25. April) steht für die Rot-Weißen das nächste Pflichtspiel auf dem Programm, und zwar ein ganz besonderes: Die SG Wattenscheid 09, der Tabellenführer der Westfalenliga und mindestens Oberligist in der neuen Saison, kommt zum Kreispokal-Halbfinale in den Wildhagen. Anstoß: 19 Uhr.

Bezirksliga Niederrhein, Gr. 3
Sportfreunde Niederwe­ni­gern II – Mülheimer SV 07 0:6, DJK TuS Holsterhausen – TVD Velbert 5:1, SC Velbert II – SSVg Velbert 02 II 0:0, SC Werden-Heidhausen – Schwarz-Weiß Essen II 7:0, Trabzon SKV W.-Heiligenhaus – Essener SG 99/06 3:2, Heisinger SV – SV 09/19 Kupferdreh 1:4, Rot-Weiß Mülheim – SC Steele 03/20 3:2, SV Kray 04 – SV Union Velbert 3:7.

Sportfreunde Niederwenigern II
Der Traum von zumindest einem Punkt endete für die Sportfreunde Niederwenigern II mit einer 0:6 (0:2)-Niederlage gegen Spitzenreiter Mülheimer SV 07, der den Torreigen schon nach neun Minuten eröffnet hatte. „Die Mülheimer waren richtig gut“, sagte Trainer Mirko Kursinski.
Nach dem 0:2-Rückstand kam die SFN-Zweite zwar etwas besser ins Spiel, als die Gäste jedoch in der 65. Minute auf 3:0 erhöhten, war die Partie entschieden. Und so bleibt die SFN-Reserve auf Rang 14 und somit einem Abstiegsplatz (21 Punkte, 40:73 Tore). Vom rettenden Ufer trennt sie aber weiterhin nur ein Zähler – allerdings nicht mehr von einem Trio, sondern nur noch von der Essener SG 99/06.

Autor:

Roland Römer aus Hattingen

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