Lothar Huber: Brauchen vorne mehr Aggressivität

Foto: Uwe Steinbrich/pixelio.de

(von Toni Bertrams)

Mit guten Erlebnissen und Ergebnissen vom vergangenen Wochenende starten Oberligist TSG Sprockhövel sowie die Bezirksligisten SC Obersprockhövel und TuS Hattingen in ihre Sonntag-Spiele, bevor sie dann am Karneval-Wochenende frei haben werden.

Oberliga Westfalen

Nach dem 1:0 über den SV Zweckel will Lothar Huber gleich nachlegen, er möchte auf keinen Fall bis in alle Ewigkeit um den Klassenerhalt zittern. Er will auch am Sonntag (15 Uhr) bei der Hammer SpVg in der Evora-Arena an der Jürgen-Graef-Allee 4 etwas mitnehmen.
„Wir müssen gucken, dass wir Punkte machen. Wie, ist mir egal“, sagt der Coach des Oberliga-14. TSG Sprockhövel (20 Zähler, 18:31 Tore) vor der Partie beim Tabellenelften (25 Punkte, 31:36 Treffer). Gegebenfalls auch so wie am vergangenen Sonntag. „Das war nicht das herausragende Spiel, aber da fragt ja niemand mehr nach“, erklärt der TSG-Trainer.
Im dritten Oberliga-Spiel 2014 muss Lothar Huber neben Vincenzo Porrello (Knöchelbruch) auch Tim Dudda ersetzen. Dessen Sehnenreizung in der Kniekehle hat sich als Riss herausgestellt, so dass eine Operation für den 19-Jährigen unumgänglich war. Das heißt? „Er wird drei bis vier Wochen ausfallen“, vermutet der Sprockhöveler Coach.
Er wird am Sonntag wieder seine rechte Hand im Aufgebot haben: Co-Trainer Andrius Balaika. „Aber für die Startelf ist er noch kein Thema, er hat noch zu viel Rückstand“, sagt Lothar Huber. Immerhin ist der 35-Jährige nach seinem Faserriss in der Bauchmuskulatur beschwerdefrei. „Er muss jetzt zwei, drei Wochen vernünftig trainieren, aber ich kann Balla jederzeit für 20, 25 oder 30 Minuten reinschmeißen“, erklärt der TSG-Coach.
Der Blick auf das Torverhältnis der Hammer, die das Hinspiel am Baumhof trotz klarer Überlegenheit der Sprockhöveler mit 1:0 gewonnen haben, verrät auch einiges über deren Stärken und Schwächen: 36 Gegentreffer sind viele, aber das Team von Trainer Goran Barjaktarevic hat auch schon 31-mal eingenetzt. „Da müssen wir ansetzen“, sagt Lothar Huber und weist dezent auf den Kapitän der Gastgeber hin, die Nummer zwei der Oberliga-Torjägerliste. Jochen Höfler hat schon 14-mal getroffen, nur dreimal weniger als Ausnahme-Stürmer Stefan Oerterer von der SpVgg Erkenschwick und nur viermal weniger als die gesamte TSG-Mannschaft, die den schlechtesten Angriff der Liga stellt.
Mit jenem Ansatz meint Lothar Huber vor allem auch das Abstellen der eigenen Schwäche, der lediglich selten vorhandenen Durchschlagskraft in der Offensive. „Wir müssen auch vorm gegnerischen Tor aggressiver sein“, betont er. „Wir müssen den Willen und die Motivation haben. Die Qualität haben wir, aber wir müssen das auch mal umsetzen. Es muss besser harmonieren.“

Bezirksliga Westfalen, Gr. 6

Der Spitzenreiter fährt zum Tabellen-14., den er schon im Hinspiel mit 6:1 vom Schlagbaum geschlagen hat. Es ist also alles klar?
„Dieses Ergebnis dürfen wir nicht mehr als Maßstab nehmen“, sagt Jörg Niedergethmann, die eine Hälfte des Trainer-Duos des SC Obersprockhövel (41 Punkte, 56:19 Tore), vor der Partie bei der DJK GW Menden (18 Zähler, 40:58 Treffer), die auf dem letzten Nicht-Abstiegsplatz rangiert. „Die Mendener haben gegen Geisecke und in Herdecke unentschieden gespielt.“ Also gegen den Tabellenzweiten und beim Tabellendritten.
Allerdings ist es so, dass der Auftritt vom vergangenen Sonntag dem SCO auch für die kommenden Aufgaben Mut macht. „Obwohl jeweils in der ersten Viertelstunde bei den jungen Spielern die Nervosität nicht zu übersehen war“, erklärt Jörg Niedergethmann, der in Menden mehr Widerstand erwartet als beim 3:0 gegen die SG Hemer. „Uns ist bewusst, dass es nicht einfach wird“, sagt der 46-Jährige.
Personell wird es bei den Obersprockhövelern am Sonntag (15 Uhr) auf dem Kunstrasen des Sportplatzes Schwitten am Turnerweg wohl keine Änderungen geben – zumindest, was den Kader angeht. Nikita Wirt wird wegen seiner Bänderverletzung weiter fehlen, Nermin Jonuzi hat wegen einer leichten Oberschenkel-Zerrung nur beim Dienstag-Training pausiert, und auch bei Muhidin Ramovic besteht Hoffnung, dass seine Entzündung im Knie so weit abklingen wird, dass er spielen kann.

Schon wieder ein Heimspiel: Nach dem 2:0 über Schlusslicht TSV Fichte Hagen muss sich der TuS Hattingen am Sonntag im Wildhagen (15 Uhr) mit dem Tabellenneunten ETuS/DJK Schwerte (30 Punkte, 33:43 Tore) messen. „Die drei Punkte haben ganz gut getan“, sagt Marius Kundrotas, der Spielertrainer der Rot-Weißen. „Auch wenn wir davon ausgehen müssen, dass diese drei Punkte fast alle Mannschaften holen werden.“
Es wird jedoch nicht ganz einfach, nachzulegen. Obwohl sich der Tabellen-13. (19 Punkte, 28:49 Tore) in der Hinrunde in Schwerte mit 2:1 durchgesetzt hat. „Die Mannschaft ist schwer einzuschätzen“, erklärt Marius Kundrotas. „Das ist eine Wundertüte: Man weiß nie, was drin ist.“ Das Team des ETuS/DJK könne in der Bezirksliga zwar jeden schlagen, aber auch gegen jeden verlieren.
Wer weiß? Vielleicht wird der TuS-Trainer auch wieder ein glückliches Händchen haben und wie gegen Hagen zwei Torschützen einwechseln: Sinan Akdogan und Sertac Dogan. „Zweimal alles richtig gemacht“, sagt Marius Kundrotas und schmunzelt.
Und der Kader des vergangenen Sonntags steht voraussichtlich auch gegen den ETuS/DJK Schwerte zur Verfügung, so dass ein schlagkräftiges Team auf dem Rasen stehen sollte. Es gibt auch noch eine weitere Option: André Herschbach, der zuletzt verhindert war.

Autor:

Roland Römer aus Hattingen

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