Wenig Grund zum Jubeln

Im Nachbarschaftsduell zwischen dem SC Obersprockhövel und TuS Hattingen gingen die Grün-Weißen als Sieger vom Platz. Foto: Sander
  • Im Nachbarschaftsduell zwischen dem SC Obersprockhövel und TuS Hattingen gingen die Grün-Weißen als Sieger vom Platz. Foto: Sander
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(von Toni Bertrams) Die Bilanz der heimischen Fußball-Topteams vom Sonntag fällt eher mau aus. Gejubelt wurde nur auf zwei Bezirksliga-Sportplätzen: Hedefspor Hattingen setzte sich mit 3:2 gegen den VfB Schwelm durch, während der SC Obersprockhövel das Nachbarschaftsduell gegen den TuS Hattingen mit 3:1 für sich entschied und auf Platz zwei kletterte.

Westfalenliga, Gr. 2
TuS Ennepetal – TSG Sprockhövel 2:0, FC Brünninghausen – DJK TuS Hordel 2:2, TuS Heven – 1. FC Kaan-Marienborn 1:0, TuS Eving-Lindenhorst – SG Wattenscheid 09 0:7, BV Westfalia Wickede – SpVg. Olpe 2:1, DSC Wanne-Eickel – ASC 09 Dortmund 1:1, SuS Langscheid/Enkhausen – SF Oestrich-Iserlohn 1:0, FSV Werdohl – SpVgg Erkenschwick 3:2. Spielfrei: BV Brambauer-Lünen.

TSG Sprockhövel
Nur noch Rang zehn. Nachdem die vier Punkte aus den Spielen gegen den TuS Eving-Lindenhorst und beim SuS Langscheid/Enkhausen wohl nun endgültig weg sind (der STADTSPIEGEL berichtete) und am Sonntag eine 0:2 (0:0)-Niederlage beim TuS Ennepetal folgte, steht die TSG Sprockhövel im Niemandsland der Westfalenliga-Tabelle. Aber: Rang fünf, der zum Aufstieg in die neue Oberliga reichen wird, ist lediglich vier Punkte weg. Also.
Gerne jedoch hätte Lothar Huber diesen Rückstand schon am Sonntag auf einen Zähler verkürzt. „Es war dumm, wie im Moment immer“, sagte der TSG-Trainer, der zunächst sogar von seinem Team begeistert war. „Alles, was wir uns vorgenommen hatten, haben wir richtig gut umgesetzt. Ennepetal ist nichts eingefallen.“ Was aber fehlte, war das Wichtigste: Tore.
Nach dem Wechsel blieb dem 59jährigen nur noch die Rolle des staunenden Betrachters. „Es ist unerklärlich, dass wir das Spiel in der zweiten Halbzeit abgegeben haben“, sagte Lothar Huber.
Das 0:1 kassierte die TSG in der 53. Minute in Unterzahl, weil Adrian Wasilewski behandelt wurde, und nur drei Minuten später stand es 0:2, „weil wir nicht im Bilde waren“ (Huber). Dann schied auch noch Torwart Daniel Pommer mit einer Leistenverletzung aus, so dass die Ennepetaler, die nun viel aggressiver waren, das Spiel nach Hause brachten. „Wir hatten“, ärgerte sich der Sprockhöveler Coach, „überhaupt keine Kreativität im Mittelfeld.“

Landesliga Niederrhein, Gr. 1
Sportfreunde Niederwenigern – Tgd. Essen-West 1:3, Cronenberger SC – SpVg Schonnebeck 3:1, SSVG 09/12 Heiligenhaus – ESC Rellinghausen 06 0:2, Vogelheimer SV – FSV Vohwinkel 0:0, Rot-Weiß Essen II – SV Adler Osterfeld 9:0, TSV Safakspor Oberhausen – DJK Arminia Klosterhardt 0:0, SV Burgaltendorf – SSV Sudberg 2:0, TSV Ronsdorf – SC Velbert 2:2.

Sportfreunde Niederwenigern
Und schon wieder nichts. „Das ist eine sehr harte Hinrunde für die Jungs. Aber da müssen wir durch“, sagte Jürgen Margref, der Trainer des Landesliga-Letzten Sportfreunde Niederwenigern, nach der 1:3 (0:0)-Niederlage gegen die Tgd. Essen-West. „Der Rückstand ist noch nicht so, dass man große Sorgen haben muss.“ Vier Punkte trennen das SFN-Team vom Tabellenviertletzten, von der DJK Arminia Klosterhardt.
Am Sonntag sahen die Zuschauer auf dem Glückauf-Sportplatz eine erste Halbzeit, „die nichts für Fußball-Ästheten war“, wie Jürgen Margref zugab. Zwar dominierten die Sportfreunde, fanden aber keine Mittel, das Essener Bollwerk zu knacken. Und nach dem Wechsel passierte dann etwas, das der SFN-Coach mit Symbolcharakter für die Saison beschrieb: Ballverlust am gegnerischen 16er, und Essens Habib Kaya hielt von der Mittellinie aus einfach mal drauf, weil Daniel Paries zu weit vor seinem Tor stand – 0:1 (68.).
Nach dem zweiten Tgd.-Tor verkürzte Martin Weiß zwar auf 1:2 (82.), aber in der Folge ließen die Sportfreunde mehrere gute Möglichkeiten liegen und wurden schließlich in der Schlussminute ein zweites Mal ausgekontert.

Bezirksliga Westfalen, Gr. 14
SC Obersprockhövel – TuS Hattingen 3:1, Hedefspor Hattingen – VfB Schwelm 3:2, TuS Ennepetal II – Cemspor 96 Hagen ausgefallen, TuS Esborn – ETuS/DJK Schwerte 5:1, TSG Herdecke – TuS Wengern 1:3, CSV SF Linden – SC Berchum/Garenfeld 5:0, Geisecker SV – VfB Westhofen 3:1. Spielfrei: FSV Gevelsberg.

Hedefspor Hattingen
Ohne zu glänzen, kam Hedefspor Hattingen zu drei weiteren Punkten und dem inzwischen achten Sieg im 13. Saisonspiel. Beim 3:2 (1:0) über den VfB Schwelm erlebte Trainer Peter Kursinski allerdings ein Wechselbad der Gefühle, weil sein Team trotz seiner 1:0-Führung durch Ufuk Mercimeks 35-Meter-Schuss nicht die Kontrolle behielt. Weniger noch.
Plötzlich führten die Schwelmer sogar mit 2:1. Aber nachdem Sinan Düsünceli fast postwendend zum 2:2 ausgeglichen hatte, folgte im letzten Heimspiel des Jahres auch noch das Siegtor für den Tabellenvierten. Nach Vorarbeit von Nils Güntner und Ufuk Mercimek drückte Sinan Akdogan den Ball zum 3:2 über die Linie (70.).

SC Obersprockhövel und
TuS Hattingen
Thema Nummer eins war zumindest für den Verlierer der Schiedsrichter, Marcel Brinkpeter aus Gelsenkirchen.
„Er hat die Partie zu unseren Ungunsten entschieden“, sagte Marius Kundrotas, der Spielertrainer des TuS Hattingen, nach dem 1:3 (0:1) im Nachbarschaftsduell beim SC Obersprockhövel.
Darüber machte sich dessen Coach Uli Sieweke überhaupt keine Gedanken. Zumal er sich auch darüber freute, dass sein Team wegen des Ausfalls der Partie zwischen dem TuS Ennepetal II und Schlusslicht Cemspor 96 Hagen, das sich nach STADTSPIEGEL-Informationen komplett vom Spielbetrieb zurückziehen wird, auf den zweiten Platz vorgerückt ist.
Mehr noch als die Niederlage schmerzt die Rot-Weißen, dass in den kommenden Partien Moritz Berg und Marius Kundrotas selbst fehlen werden, weil sie am Schlagbaum mit einer Roten Karte vom Platz flogen – wegen eines groben Foulspiels beziehungsweise einer Schiedsrichter-Beleidigung, die der TuS-Spielertrainer nach eigenem Bekunden jedoch überhaupt nicht ausgesprochen haben will.
Zu diesem Zeitpunkt, 68 Minuten waren gespielt, hatte der SCO dank eines Handelfmeter-Tores von Muhidin Ramovic sowie eines Treffers von Dustin Najdanovic schon mit 2:0 geführt. Zwar brachte der eingewechselte Moritz Zöllner den TuS in Unterzahl noch einmal heran, schließlich aber sorgte Dominik Hilger zehn Minuten vor dem Abpfiff für das 3:1 und die Entscheidung.

Bezirksliga Niederrhein, Gr. 3
SSVg Velbert 02 II – Sportfreunde Niederwenigern II 3:0, DJK TuS Holsterhausen – Rot-Weiß Mülheim 0:1, Mülheimer SV 07 – Schwarz-Weiß Essen II 3:1, Heisinger SV – SC Velbert II 3:1, SV 09/19 Kupferdreh – SV Kray 04 3:0, TVD Velbert – SC Werden-Heidhausen 4:1, SC Steele 03/20 – Trabzon SKV W.-Heiligenhaus 3:2, SV Union Velbert – Essener SG 99/06 5:0.

Sportfreunde Niederwenigern II
Lange Zeit hielt sich die Sportfreunde-Reserve an die Vorgaben ihres Trainers Mirko Kursinski, der seinem Team eine gute Leistung bescheinigte, und durften bei der favorisierten SSVg Velbert 02 II zumindest von einem Punkt träumen.
Nach dem Wechsel aber bekamen die Gastgeber einen Elfmeter zugesprochen, der für den SFN-Coach keiner war, trafen zum 1:0 und stellten die Weichen doch noch auf Sieg. Zumal Niederwenigerns Keeper Tiemo Höger nur zwei Minuten später bei einem 30-Meter-Freistoß der SSVg-Reserve keine gute Figur machte.
Das war’s. Vier Minuten vor dem Ende klingelte es zum dritten Mal im Tor der Gäste.

Autor:

Dr. Anja Pielorz aus Hattingen

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