„Alt werden wie ein Baum“ will Senioren motivieren

Sie alle (und noch ein paar mehr) haben bei „Kick“ in der Augustastraße hinter den Kulissen mitgewirkt bei den Vorbereitungen der Veranstaltungsreihe „Alt werden wie ein Baum“: Brunhilde Schoen, Christa Asbeck, Doris Schulte-Oversohl, Gerda Lohmann, Adelheid Wittig, Ulla Barth, Heidi Kögler, Kurt Herbold, Ingrid Wielinski, Lore Albrecht, Karla Pförtner und Inge Berger.  Foto: Römer
  • Sie alle (und noch ein paar mehr) haben bei „Kick“ in der Augustastraße hinter den Kulissen mitgewirkt bei den Vorbereitungen der Veranstaltungsreihe „Alt werden wie ein Baum“: Brunhilde Schoen, Christa Asbeck, Doris Schulte-Oversohl, Gerda Lohmann, Adelheid Wittig, Ulla Barth, Heidi Kögler, Kurt Herbold, Ingrid Wielinski, Lore Albrecht, Karla Pförtner und Inge Berger. Foto: Römer
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Alt werden wollen alle, doch keiner will es sein. Oder wie es Komiker Heinz Erhardt in seiner unanachahmlichen Art ausdrückte: „Es ist schlimm, wenn man alt wird, aber schlimmer ist es noch, man wird es nicht!“ Alt werden wie ein Baum jedenfalls heißt eine Veranstaltungsreihe von „Kick“ in der Augustastraße.

„In der Woche soll es ausdrücklich nicht um das Lebensende oder Gebrechen gehen. Vielmehr liegt uns daran, ältere Menschen zu motivieren, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen“, erläutert „Kick“-Sprecherin Inge Berger.
Entstanden ist eine ganze Veranstaltungswoche als Reihe von Montag bis Sonntag, 21. bis 27. Januar, in Zusammenarbeit mit den Kirchengemeinden St. Georg und St. Peter und Paul sowie der WAZ.
Bis auf eine sind alle Veranstaltungen, die übrigens ganz bewusst zu „seniorengerechten“ Zeiten, also im Laufe des Tages und nicht in den Abendstunden, stattfinden, kostenlos. Inge Berger: „Ich habe sehr viele Hattinger angeschrieben und um Unterstützung gebeten. Einige Rückmeldungen habe ich bereits, andere stehen noch aus.“
Los geht es am Montag, 21. Januar, um 9.30 Uhr mit einem kostenlosen Frühstück für interessierte Senioren im Ev. Gemeindehaus, Augustastraße 9. Hierbei gibt es eine Einstimmung in die Themenwoche am Beispiel eines Baumes als Lebensbild und bei Musik von Albert Siepmann aus Welper.
„Wenn dazu 100 Senioren kämen, dann wäre das für uns eine super Sache“, meint Inge Berger ehrgeizig. Aber ihr und den anderen „Kick“-Mitarbeitern ist jede Resonanz recht. Der Einleitung zu „Alt werden wie ein Baum“ wurde zusammengestellt von Kurt Herbold, der Text stammt von Inge Berger, Karin Herbold sprach den Text und für die Fotos sorgten Ulrike Koch und Guste Marx.
Ebenfalls null Eintritt kostet „Kintopp am Nachmittag“. Hier wird im „Kick“ an der Augustastraße 11 ab 14.30 Uhr ein besonderer Film zu Liebe im Alter gezeigt. Der Titel darf aus rechtlichen Gründen nicht genannt werden.
Der Dienstag, 22. Januar, steht bis 19 Uhr unter dem Motto „Tag der offenen Tür in den sechs Hattinger Pflegehei­men“. Mit dabei sind das Emmy-Kruppke- ­Seniorenzentrum (Thingstraße 18), Altenheim St. Josef (Brandtstraße 9), Altenzentrum Heidehof (Heideweg 1), Haus der Diakonie (Augustastraße 7), Martin-Luther-Haus (Waldstraße 51) und das Senioren-Zentrum St. Mauritius (Essener Straße 26). Zwischen 10 und 12 Uhr sowie von 17 bis 19 Uhr (speziell für Angehörige) stehen vor Ort Ansprechpartner auch für Fragen zur Verfügung. Selbstverständlich kann sich jede(r) an diesem Tag auch mehrere Heime ansehen.
Als besonderen Service gibt es an diesem Tag für Ausnahmefälle sogar einen eigens eingerichteten Fahrdienst. Wer Interesse hat, sollte sich möglichst schnell im „Kick“ melden unter 50 18 82.
Um 15 Uhr steht an diesem Tag ein weiterer Höhepunkt an im Ev. Gemeindehaus, Augustastraße 9. Der frühere Hattinger Pfarrer Karl-Heinrich Knoch spricht unter dem Titel „knorrig – hinderlich – liebenswert“ über die Einmaligkeit eines jeden Menschen – auch im Alter. Für die musikalische Begleitung sorgt der bekannte Hattinger Liedermacher Peter-Jörn Rüddenklau.
Mit dem langjährigen Bremer Bürgermeister Henning Scherf hat Inge Berger schon länger Kontakt. Sie hat ihn schon einmal erlebt und ist seitdem begeistert von ihm, der jetzt als Buchautor unter dem Veranstaltungstitel „Wer nach vorne schaut, bleibt länger jung!“ zu Aktivität im Alter motiviert. Inge Berger wird die Veranstaltung moderieren, die stattfinden wird am Mittwoch, 23. Januar, 15 Uhr, in der Stadtbibliothek im Reschop Carré. Weil Henning Scherf diesen Termin nutzt, um für seine Stiftung zu sammeln, kostet die Veranstaltung ausnahmsweise Eintritt, ist aber bereits restlos ausverkauft.
Während es am Donnerstag, 24. Januar, 15 Uhr, im Pastor-Schoppmeier-Haus, Bahnhofstraße 21, ein Referat zum demografischen Wandel und seine Auswirkungen in Hattingen geben wird, steht der Freitag, 25. Januar, 15 Uhr, unter der Überschrift „Was mache ich nun?“. Inge Berger führt dabei im Ev. Gemeindehaus, Augustastraße 9, Interviews mit der stellvertretenden Bürgermeisterin Margret Melsa und dem ehemaligen Ersten Bevollmächtigten der IG Metall, Otto König, über Ruhestand und Alter nach einem Leben in der Öffentlichkeit. Für Wohlklänge sorgt dabei das Hattinger Senioren-Musik-Ensemble „MUSIKAL“ unter der Leitung von Christiane Büscher.
Beschlossen wird die Themenwoche am Sonntag um 14 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst zum Thema, den die Pfarrer Wilfried Langendonk und Ludwig Nelles in der Kath. Kirche St. Peter und Paul abhalten.
Dank Caritas, Diakonie sowie den beiden Kirchengemeinden klingt der Gottesdienst aus mit einem Kaffeetrinken für alle Hattinger Senioren nebenan im Pastor-Schoppmeier-Haus. Inge Berger: „Hier gibt es noch ein kleines Programm etwa mit „Zwei Sprockhöveler machen Musik“, also Eugen Ruthenbeck und Ulrich Sdroyek, und wir ziehen ein Resümee der Veranstaltungsreihe. Spenden und Erlöse daraus sollen gehen an das Projekt ,Engel für Alte‘.“

Autor:

Roland Römer aus Hattingen

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