Kevelaer: Seherin Marija Pavlovic begeisterte über 1.000 Pilger

Pater Dr. Tomislav Pervan aus Medjugorje vor Pilgern in Kevelaer. Er war vor Jahren dortiger Pfarrer und später Franziskaner-Provinzial in der Herzegowina.
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  • Pater Dr. Tomislav Pervan aus Medjugorje vor Pilgern in Kevelaer. Er war vor Jahren dortiger Pfarrer und später Franziskaner-Provinzial in der Herzegowina.
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Marija Pavlovic-Lunetti, die nach eigenen Angaben seit 30 Jahren Erscheinungen der Mutter Jesu habe, kam zum Pilgertag der Medjugorje-Gebetsvereinigung am 9. Juli 2011 nach Kevelaer. Die Vereinigung bezieht sich wie weltweit viele Gruppen auf die Begebenheiten in dem kleinen Dorf der Herzegowina, wo die Jungfrau Maria nach Angaben von 6 Sehern seit dem 24. Juni 1981 erscheinen soll. Als Königin des Friedens rufe die Gottesmutter die Menschen zum Frieden mit Gott und den Mitmenschen, zur Umkehr, zu Gebet und Fasten auf. Während des Rosenkranz-Gebetes in Kevelaer, geleitet vom ehemaligen Kevelaerer Wallfahrtsrektor Prälat Richard Schulte Staade, übermittelte die Gottesmutter Marija Pavlovic-Lunetti eine Botschaft.
Die himmlische Mutter habe alle Anwesenden gesegnet und bitte die Pilger um Gebete, besonders um das Beten des Rosenkranzes, so die Seherin. In einem bewegenden Zeugnis hatte Mairja Pavlovic-Lunetti zuvor die über 1.000 Pilger an ihrem sehr innigen Verhältnis zur Gottesmutter teilhaben lassen. Wie sehr die Begegnungen mit der Gospa - so der kroatische Name für Gottesmutter - Marija Pavlovic erfüllen und bewegen, wurde in einem Zitat von ihrem Ehemann Paolo Lunetti deutlich. Er habe zu ihr einmal gesagt, wenn sie von der Gospa erzähle, sei sie wie ein Radio, das nur einen Knopf zum Einschalten, aber nicht zum Ausschalten habe. Marija Pavlovic ist Mutter von vier Söhnen im Alter von 9 bis 16 Jahren.

Am Morgen des Pilgertages hatte Franziskaner-Pater Dr. Tomislav Pervan über neueste Entwicklungen in Medjugorje berichtet. Er stand noch ganz unter dem Eindruck der Feier des 30. Jahrestages der Erscheinungen, zu dem weit über 60.000 Pilger aus den verschiedensten Ländern gekommen waren. Pater Tomislav betonte, dass Medjugorje in seiner Bedeutung für die Weltkirche durchaus mit Lourdes oder Fatima verglichen werden könnte. In den vergangenen 30 Jahren haben über 20 Millionen Pilger aus nahezu allen Ländern der Erde mit 500.000 Priestern - und auch einigen Bischöfen - den Wallfahrtsort in der Herzegowina besucht.

Die Millionen Medjugorje-Pilger, die dort waren, sind von der Echtheit der Gospa-Erscheinungen überzeugt. Die Amtskirche hat sich hierzu noch nicht geäußert, da die Erscheinungen noch andauern. Papst Johannes Paul II. hat aber bereits seinerzeit sinngemäß über Medjugorje gesagt: Wäre ich nicht der Papst, wäre ich schon in Medjugorje gewesen. Auch Papst Benedikt XVI. erfuhr als Kardinalspräfekt der Glaubenskongregation von dem Phänomen. Der zuständige Ortsbischof von
Mostar lehnt die Erscheinungen ab und zweifelt an der Seriosität der Seher, obwohl diese schon mehrmals vielfältig medizinisch von kroatischen, italienischen und französisischen Ärzten, Psychologen und anderen Fachleuten untersucht worden sind. Die Zuständigkeit für die Erscheinungen wurde inzwischen dem Ortsbischof vom Vatikan entzogen. Papst Benedikt XVI. hat im März 2010 eine Vatikan-Kommission unter Vorsitz des Kurienkardinals Camillo Ruini eingesetzt, die die Angelegenheit untersuchen soll.

Zum Jahreswechsel 2009/10 war Kardinal Schönborn, Wiener Erzbischof und Mitglied der Glaubenskongregation, in diesem Dorf der Herzegowina. Er wollte sich persönlich ein Bild von den „Früchten Medjugorjes“ machen: Viele Menschen haben sich hier schon bekehrt, erfuhren Heilung von seelischen Leiden sowie von körperlichen Gebrechen und Krankheiten. Die meisten Pilger kehren verändert mit einem großen inneren Frieden aus diesem Wallfahrtsort zurück. Die italienische Nonne, Schwester Elvira gründete von hier aus viele Häuser ihres „Cenacolos“, in dem erfolgreich viele Jugendliche nur durch Gebet und Arbeit ihre Drogenabhängigkeit überwinden. Viele Witwen, vergewaltigte Frauen und Waisen des Balkankrieges erfahren im von Franziskanerpater Slvako gegründeten Mutterdorf eine neue Heimat sowie Linderung ihrer seelischen und körperlichen Leiden. Inspiriert durch Medjugorje, gab der schottische Fischer Magnus McFarlane Barrow seinen Beruf auf und gründete die Aktion „Mary’s Meals“, mit der weltweit millionenfach ein Kind für nur 10 € ein Jahr lang täglich eine warme Schul-Mahlzeit erhält. Last not least: Viele Priester und Ordensleute erfuhren in Medjugorje ihre Berufung.

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