Oma Marianne bildet kleine Forscher aus

Stolz halten die Kinder ihr Forscherdiplom in den Händen. Im Hintergrund rechts Marianne Rogge, die das Projekt initiiert hat, und als 2.v.l. Leiterin Andrea Tiggelbeck
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  • Stolz halten die Kinder ihr Forscherdiplom in den Händen. Im Hintergrund rechts Marianne Rogge, die das Projekt initiiert hat, und als 2.v.l. Leiterin Andrea Tiggelbeck
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Ein leeres Teelicht mit einem Gummibärchen drin in einem Wasserbehälter. Wird ein Glas von oben darauf gedrückt und das Teelicht unter Wasser gehalten, später wieder losgelassen – es bleibt trocken und das Gummibärchen essbar (wer das will!!!). Diese und andere Experimente haben kleine Forscher im städtischen Familienzentrum Holthausen in der Lindstockstraße erlebt. Initiiert hat das Projekt „Oma“ Marianne Rogge.
Vor fünf Jahren brachte Marianne Rogge ihren Enkel immer in den Kindergarten von St. Peter und Paul. Dort wurde sie angesprochen, ob sie nicht einmal in der Woche am Vormittag den Kindern etwas vorlesen möchte. Das macht sie heute noch und für die rüstige Hattingerin war dies der Einstieg in eine noch umfangreichere ehrenamtliche Arbeit mit Kindern. Sie ging zum städtischen Familienzentrum Holthausen in der Lindstockstraße. „An einem Morgen stand sie vor unserer Tür und erklärte, sich als Oma Marianne zum Vorlesen bewerben zu wollen“, berichtet Leiterin Andrea Tiggelbeck. „Wir sind immer auf der Suche nach engagierten Hattingern und Marianne Rogge passt natürlich auch gut ins städtische Konzept ‚Drei Generationen unter einem Dach.‘ Hier werden gezielt Senioren gesucht, die mit Kindern in Kindertageseinrichtungen etwas machen möchten.“
Das war vor zwei Jahren. Und seitdem hat sich viel getan. Natürlich liest „Oma Marianne“ „ihren“ Kindern immer noch viel vor. Aber das ist nur ein Teil des Projektes. Noch spannender sind die Forscherprojekte: da wird beispielsweise mit Backpulver, Zitronensäue und Lebensmittelfarbe ein Vulkanausbruch nachgestellt. Oder es geht um ein leeres Teelicht mit einem Gummibärchen, welches in einem Wasserbehälter schwimmt und mit einem Glas unter Wasser gedrückt wird. Trotzdem bleibt es trocken – was wiederum mit der Verdrängung des Wassers durch die Luft zu tun hat. „Ich habe viele Bücher gelesen, wie man Physik und Chemie den Kindern nahebringen kann“, erklärt Marianne Rogge.
Beliebt ist auch das Ei-Experiment: hierbei wird ein gekochtes und gepelltes Ei auf die Öffnung einer Flasche mit einem langen Flaschenhals gesetzt, nachdem die Flasche zuvor im warmen Wasser erwärmt wurde. Dann wird die Flasche in kaltes Wasser gestellt und durch die Temperaturunterschied kann man beobachten, wie sich das gekochte Ei in die Flasche zieht. „Da haben die Kinder wirklich gedacht, es sei Zauberei“, lächelt Marianne Rogge, die alle Experimente natürlich zuhause ausprobiert. Schließlich sollen sie ja funktionieren, wenn die Kinder dabei sind, die die Experimente übrigens in altersgemischten Gruppen erleben.
Geht es nach Marianne Rogge und Leitungskraft Andrea Tiggelbeck, wird sich an der Arbeit für „Oma Marianne“ nichts ändern. „Wir sind froh, dass wir sie haben und sie freut sich und kommt gerne“, fasst die Einrichtungsleiterin das gedeihliche Miteinander zusammen. Da steht also weiteren Experimenten nichts entgegen und es dürfen noch viele kleine Forscher kommen.
uWer sich als Senior für das städtische Projekt „Drei Generationen unter einem Dach“ interessiert und vielleicht mitarbeiten möchte, kann sich bei der Stadt Hattingen, Fachbereich Jugend, Schule und Sport melden unter (2044208 (Nicole Böker) oder Anne Mielewczik (städtische Kindertageseinrichtung) unter (82084.

Stolz halten die Kinder ihr Forscherdiplom in den Händen. Im Hintergrund rechts Marianne Rogge, die das Projekt initiiert hat, und als 2.v.l. Leiterin Andrea Tiggelbeck
Ein Experiment mit Wasser und Luft, einem Teelicht mit Gummibärchen und einem Glas        Fotos (2): Pielorz
Autor:

Dr. Anja Pielorz aus Hattingen

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