Wer eine herrliche Gegend kennenlernen will

Ruhrbuchautor Hubert Kurowski

„Wer eine herrliche Gegend kennenlernen will, findet hier im Ruhrtal reiche Befriedigung. Denn alles, was eine heitere Landschaft zu schmücken vermag, ist hier in einem Bezirke von wenigen Stunden vereint anzutreffen: ein liebliches Tal, von heiteren Bergen bekränzt, Ritterburgen und Ruinen, fruchtbare Flure und duftende Wiesen und dabei blühender Gewerbefleiß und Handel.“
Es sind Worte wie diese, die das Herz eines jedes Ruhrgebietlers vor Freude hüpfen lassen. Ein gewisser J.F. Wilhelmi schrieb die zitierten Eingangsworte in einem Reisebericht nieder – und zwar im Jahre 1828!
Hubert Kurowski ist überzeugt, dass diese Worte noch immer zählen. „Entlang der Ruhr“ (Sutton Verlag, 18,90 Euro) lautet der Titel seines Buches, das den Lesern vom Fuße der Hohenysburg bis Duisburg eine launige historische Bilderreise entlang der Ruhrufer bietet. Und dazu gehören natürlich diverse Stopps in Hattingen. „Blankenstein ist eine Landmarke, die man einfach gesehen haben muss“, erzählt der 61-jährige Autor, der aus Gelsenkirchen kommt, sich aber ganz selbstverständlich als Ruhrgebietler bezeichnet, auch wenn seine Stadt an der Emscher liegen mag: „Ohne die Kohle, die an den Ruhrufern gefunden wäre, gäbe es das heutige Ruhrgebiet schließlich nicht.“
Er stellt in seinem Buch Ansichten der Vergangenheit denen von heute gegenüber. Was ihm immer wieder auffiel bei der Sichtung des historischen Kartenmaterials: „Heute ist das Ruhrgebiet viel grüner als vor 100 Jahren.“ Und was im Besonderen fiel ihm an der Hattinger Ruhr auf? „Das Phänomen vieler Ruhrpottstädte, nämlich dass die Ruhr jenseits der Innenstadt anzufinden ist, dass sie eine Art pulsierendes Eigenleben jenseits der Zentren führt und Stadtgrenzen keine Bedeutung haben.“
Seine Liebe zum Revier wurde Hubert Kurowski quasi in die Wiege gelegt. Der 61-jährige Autor verdiente seinen Lebensunterhalt früher zwar als Lehrer in seiner Heimatstadt, ansonsten aber entstammt er einer waschechten Bergmannsfamilie und wuchs im Schatten der Fördertürme auf. „So etwas prägt“, gibt der Autor denn auch gerne mit einem Schmunzeln zu.

Autor:

Dr. Anja Pielorz aus Hattingen

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