Putzfrau "bessert" ihren Lohn mit diversen Schmuckdiebstählen auf

Weil die Angeklagte als Putzfrau ihren Lohn dadurch „aufbesserte“, indem sie immer mal wieder in die Schmuckkiste der Hausherrin griff, wurde sie zu einer Geldstrafe von 900 Euro verurteilt.

Die Hausherrin stellte nach eigenen Angaben irgendwann zwischen Anfang Dezember und Ende Januar den Verlust einiger Schmuckstücke fest. Der Schmuck befand sich im Schlafzimmer, teilweise in einer Schatulle oder die Ketten an einem Schmuckbaum.
Wann genau welches Schmuckstück gestohlen wurde, lässt sich nicht mehr festellen. Bei der Überlegung der Hauherrin mit ihrem Ehemann, wo der Schmuck geblieben sein könnte, kam man nach erfolgloser Suche auf die Frage, ob die Putzfrau damit zu tun haben könnte.
Nach einem Besuch bei der Polizei stellte das Ehepaar der Putzfrau eine Falle und deponierte einen Ohrring auf dem Schreibtisch.
Als die Putzfrau mit der Reinigung der Räume begann, stellte die Hausherrin nach kurzer Zeit den Verlust des Ohrringes fest. Sie sprach die Reinigungskraft darauf an, weil nach erneuter Rücksprache mit der Polizei diese nicht kommen konnte, da alle Einsatzkräfte im Einsatz waren.
Die Putzfrau stritt alles ab und suchte nach dem Schmuckstück, vermutete gar die Möglichkeit, der Ohrring sei in den Staubsauger geraten. Während die Hausherrin den Staubsauerbeutel untersuchte, entdeckte die Putzfrau den vermissten Ohrring plötzlich unter der Schreibtischunterlage wieder.
Dem Richter schien diese Darstellung wenig glaubhaft. Er geht davon aus, dass die Putzfrau den Ohrring an sich genommen hat und ihn, darauf angesprochen, wieder zurücklegte und ihn dann „zufällig“ entdeckte.
Obwohl der Diebstahl des anderen Schmucks möglicherweise auch mit anderen Personen zusammen hängen könnte – Freunde der Kinder des Paares oder Handwerker, die im Haus arbeiteten – ist es für den Vorsitzenden Richter am wahrscheinlichsten, dass die Putzfrau, die überall Zugang hatte und Zeit genug, den Schmuck zu entwenden, es auch getan hat.
900 Euro muss die Frau nun bezahlen. Von dem Schmuck fehlt bis heute jede Spur.

Autor:

Dr. Anja Pielorz aus Hattingen

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