Betrugsmasche "Falscher Polizist"
Seniorin um Geld und Schmuck im Wert von 50.000 Euro gebracht

Symbolbild

Eine 84-jährige Seniorin aus Heiligenhaus bekommt einen Anruf eines falschen Polizeibeamten, der sie mit einer für sie glaubhaften Geschichte unter Druck setzt. Am Ende übergibt sie Bargeld und Schmuck in einem Gesamtwert von über 50.000 Euro.

Der Fall

Gegen 11.30 Uhr am Freitagvormittag erhält die Rentnerin den Anruf eines angeblichen Polizeibeamten. Noch ist sie misstrauisch, bemerkt den Betrugsversuch und informiert ihre Tochter. Zusammen mit dieser wird der Betrugsversuch bei der echten Polizei angezeigt. Alles richtig gemacht.

Doch dann die Wendung. Als die Tochter am Nachmittag nicht mehr anwesend ist, erhält sie einen weiteren Anruf. Ein anderer "Polizeibeamter" am Telefon. Dieser schafft es, die Rentnerin derart unter Druck zu setzen, dass diese eine erhebliche Summe Bargeld und eine größere Menge Schmuck aus dem Tresor holt und einem "zivilen Polizisten" übergibt, der angeblich vor ihrem Haus "observierte."

Erst nachdem die Übergabe erfolgt ist und sich der Abholer entfernt hat, bemerkt sie, dass sie Opfer einer Straftat wurde.

"Abholer" gesucht

- männlich
- Circa 35-40 Jahre alt
- Dunkle Lockige Haare
- bekleidet mit einem grünen Karo Hemd

Die Polizei sucht Zeugen

Wer hat am Freitag verdächtige Beobachtungen im Bereich der Amselstraße in Heiligenhaus gemacht oder kennt jemanden, auf den die Beschreibung des Abholers passt? Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei in Heiligenhaus jederzeit unter der Rufnummer 02104 982-6150 entgegen.

Die Lösung

- Falls Sie in Ihrem Telefondisplay die Rufnummer der Polizei(110)
ggf. mit einer Vorwahl sehen sollten, dann handelt es sich nicht
um einen Anruf der Polizei. Bei einem Anruf der Polizei
erscheint nie die Rufnummer 110 in Ihrem Telefondisplay. Legen
Sie sofort auf.
- Gibt sich der Anrufer als Polizeibeamtin oder Polizeibeamter
aus, lassen Sie sich den Namen nennen und wählen Sie selbst die
110. Schildern Sie der richtigen Polizei den Sachverhalt.
- Diese Betrügerinnen und Betrüger schüren gezielt die Angst
vornehmlich älterer Menschen, Opfer einer Straftat zu werden.
Anschließend bieten sie scheinheilig an, Bargeld oder
Wertgegenstände in sogenannte "sichere amtliche Verwahrung" zu
nehmen.

Die echte Polizei

- Die echte Polizei ruft Sie niemals zu Hause an, um Sie über Ihre
privaten Vermögensverhältnisse auszufragen und erst Recht nicht,
um Sie aufzufordern, Bargeld, Schmuck oder andere
Wertgegenstände auszuhändigen oder aber Geld auf Ihnen
unbekannte Konten zu transferieren!

Notfallplan

Die Polizei rät:
- Lassen Sie sich auf keinen Fall unter Druck setzen und legen Sie
am besten einfach auf! Auflegen ist nicht unhöflich!
- Geben Sie unbekannten Personen keine Auskünfte über Ihre
Vermögensverhältnisse oder andere sensible Daten.
- Achten Sie auch darauf, dass das Telefonat tatsächlich beendet
ist und lassen Sie sich auch nicht weiterverbinden.
- Informieren Sie anschließend umgehend Verwandte und die Polizei,
um Sie über den Vorfall in Kenntnis zu setzen. Ziehen Sie
unbedingt eine Ihnen bekannte Vertrauensperson hinzu und
erstatten Sie Anzeige.
- Vereinbaren Sie keine Treffen und öffnen Sie für solche und für
Geldübergaben an Fremde keinesfalls die Tür!

Jüngere müssen agieren

- Sprechen Sie mit Ihren älteren Angehörigen immer wieder
ausführlich über diese Arten von Trickbetrug - Senioren nutzen
viel seltener moderne Medien und erfahren daher viel weniger von
diesen Kriminalitätsformen.
- Verabreden Sie Verhaltensmaßnahmen sowie genaue Erreichbarkeiten
und spezielle Kennwörter für Ereignisse, bei denen Ihre
Angehörigen misstrauisch werden, Ihre Hilfe brauchen und
Rücksprache halten wollen und auch unbedingt sollen.(tp)

Autor:

Lokalkompass Niederberg aus Velbert

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