Gastfreundschaft, Spaß und Erholung im Rahmen der „Aktion Tschernobyl“

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Zum 25. Mal sind junge Ukrainer zu Gast in Heiligenhaus

Gemeinsam mit Förster Hannes Johannsen unternahmen 16 junge Mädchen zwischen neun und 17 Jahren nun eine interessante Führung durch den Wald. Im Anschluss folgte eine Honig-Verkostung im Waldmuseum, außerdem wusste Johannsen viel Wissenswertes über Bienen und die Imkerei zu berichten.

Eigentlich nichts Außergewöhnliches, oft erzählt und zeigt der Heiligenhauser Förster interessierten Kindern und Erwachsenen alles rund um die Natur. In diesem Fall musste aber eine Dolmetscherin helfen, denn bei den Mädchen handelte es sich um die Teilnehmerinnen der diesjährigen „Aktion Tschernobyl".

"Schon zum 25. Mal haben wir für drei Wochen Besuch aus der Ukraine", sagt Organisatorin Gaby Slotta. "Ziel ist es, den Kindern Erholung zu bieten und sie aus ihrem leider oft sehr tristen Alltag in ihrer Heimat zu holen." Neben der Aktion mit dem Förster, die mit einem Grillen und Stockbrot-Backen endete, stand auch viel weiteres an: Der traditionelle Bürgermeisterempfang im Rathaus sowie das Fliegen bei Sportflug Niederberg, ein Besuch im Waldkletterpark in Langenberg und Kegeln bei der Sportkeglervereinigung. Außerdem ging es mit der CDU Frauen Union zum Reiten auf den Carolinenhof in Essen-Kettwig sowie mit Velberts Alt-Bürgermeister Heinz Schemken in das Deutsche Schloss- und Beschlägemuseum, abgerundet wurde das Programm durch Besuche bei der Jugend-Feuerwehr Heiligenhaus, beim Motorradclub Demonic Heads und einen Ausflug ins Planetarium in Erkrath.

Dank und Lob für die Gasteltern

"Ich danke allen Beteiligten für ihre Hilfe!" Gerade die Gasteltern, bei denen die Sieben- bis 17-Jährigen in dieser Zeit wohnen, sind mit sehr viel Engagement dabei. "Oft entstehen enge Verbindungen", weiß Gaby Slotta. "Einige Gasteltern waren daher auch schon zum Gegenbesuch in Kiew oder haben es ermöglicht, dass ihre Gastkinder noch einmal nach Deutschland kommen können." Wer im nächsten Jahr auch ein Kind der „Aktion Tschernobyl“ aufnehmen möchte, kann sich per E-Mail an Gaby.Slotta@gmx.de gerne mit der Organisatorin in Verbindung setzen. Die Aktion findet immer in den drei Wochen vor den Sommerferien statt.

Grußwort des DRK-Präsidenten Dr. Rudolf Seiters

Auch DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters hat zum Jubiläum ein Grußwort geschickt. "Dr. Seiters würdigt den ,unermüdlichen Einsatz' der Initiative", so Slotta. Denn eine Arbeitsgruppe des Ortsvereins Heiligenhaus des Deutschen Roten Kreuzes ist seit 2010 ein Teil der vielfältigen Zusammenarbeit mit der Ukraine. "Er wünscht uns ,weiterhin eine glückliche Hand und ein offenes Herz für die so wichtige Arbeit'. Wir sehen in seinem Grußwort eine große Anerkennung für unser humanitäres Engagement", freut sich die Heiligenhauserin. Von 1992 bis heute waren 526 junge Ukrainer aus Kiew und Umgebung für jeweils drei Wochen bei Familien in Heiligenhaus, Velbert und Kettwig und lernten Deutschland als ein gastfreundliches und hilfsbereites Land kennen.

Information:
Aus Anlass des 25-jährigen Bestehens der „Aktion Tschernobyl“ gibt es ein Jubiläumsheft. Es bietet mit zahlreichen Bildern und Texten einen Rückblick auf die Geschichte und das Engagement der Initiative. "Es ist auch als Dankeschön gedacht für alle Unterstützer, die Jahr für Jahr den Besuch aus der Ukraine möglich machen", so Slotta. "Besonders für die Gastfamilien, aber nicht zuletzt auch für die Sponsoren, die mit ihren Einladungen für ein gutes Programm sorgen. Nicht zu vergessen: Die Spender, dank ihnen war das Konto der ,Aktion Tschernobyl' wieder ausreichend gefüllt." Denn die Kosten sind hoch, vor allem die Busfahrt und die Versicherung sind teuer, alles summiert sich auf rund 120.000 Euro.

Autor:

Maren Menke aus Velbert

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