Waldsperrung wegen Klimaschäden
Dutzende abgestorbener Eschen und Buchen im Bereich des Hemeraner Felsenmeeres

Der SGV-Wanderweg H1 bleibt im Bereich zwischen Bussardweg und Felsenmeerstraße bis auf weiteres gesperrt.
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  • Der SGV-Wanderweg H1 bleibt im Bereich zwischen Bussardweg und Felsenmeerstraße bis auf weiteres gesperrt.
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"Wir haben hier eine außergewöhnliche Situation, die uns keine andere Möglichkeit ließ", erläuterte Hemers Stadtförster Dirk Basse die zunächst einjährige Sperrung eines Teilstücks des SGV-Wanderweges "H1" zwischen der Felsenmeerstraße und dem Bussardweg in Sundwig.

Abgestorbene Bäume gefährden Wanderer und  Spaziergänger

Aufgrund der zuletzt viel zu trockenen Sommer seien im Bereich des ehemaligen Sportplatzes "Am Perick" Dutzende Eschen und Buchen vertrocknet und im Folgenden abgestorben. "Die Bäume können jeden Augenblick umstürzen und würden so das Leben eines gerade dort befindlichen Spaziergängers gefährden. "Wir als Stadt müssen daher unserer Verkehrssicherungspflicht nachkommen und haben uns in Abstimmung mit dem Landesforstamt dazu entschlossen, diesen Bereich samt wenig frequentierten Wanderweg bis auf Weiteres zu sperren - zunächst bis zum 31. Januar 2021."

Gefährliche Vibrationen durch Motorsägen - schweres Gerät kann einbrechen

Doch warum fällt man die abgestorbenen Bäume nicht einfach? "Auf der einen Seite können meine Waldarbeiter nicht einfach mit der Motorsäge ans Werk gehen, da durch die entstehenden Vibrationen Teile der abgestorbenen Krone abbrechen und auf den Mitarbeiter fallen können", nennt der Fachmann ein zu großes Risiko als Grund, "zum anderen können wir aber auch kein schweres Gerät einsetzen, da Harvester und Co. es schon mal gerne auf 25 - 30 Tonnen Gewicht bringen und aufgrund der geologischen Karst-Verhältnisse vor Ort einzubrechen drohen." Und schließlich sei in dem Naturschutzgebiet ein Kahlschlag überhaupt nicht zulässig.

Stadtförster Dirk Basse: "Es gibt aktuell keine legale Möglichkeit, die Bäume zu fällen"

"Es gibt also momentan keine legale Möglichkeit, die Bäume zu fällen und wir müssen die Natur ihre Arbeit tun lassen." An die Adresse von Wanderern unbd Spaziergängern appelliert der Fachmann, das Verbot zu beachten, da es sich andernfalls um eine Ordnungswidrigkeit handele. Doch viel wichtiger sei, dass man sonst sein eigenes Leben gefährde. Gleichzeitig weiß Dirk Basse aber auch: "Wir können niemanden am Betreten hindern, aber wir weisen auf die Gefahr hin."

Der SGV-Wanderweg H1 bleibt im Bereich zwischen Bussardweg und Felsenmeerstraße bis auf weiteres gesperrt.
Stadtförster Dirk Basse informierte über die Hintergründe der Sperrung. Foto: Schulte
Autor:

Christoph Schulte aus Hemer

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